Der VfL Wolfsburg kam im Champions-League-Heimspiel gegen Besiktas Istanbul nicht über ein 0:0 hinaus. Unzählige Male versuchte sich der bosnische Nationalspieler Edin Dzeko, jedoch immer wieder vergebens.

Wolfsburgs Spieler in der Einzelkritik:

Diego Benaglio
Der Keeper der "Wölfe" hatte wenig zu tun. War allerdings in den ein bis zwei Situationen, in denen er gefordert war, auf der Hut. Solide Leistung.

Sascha Riether
Der rechte Verteidiger kam immer wieder über Außen und fütterte die Stürmer mit Flanken. Selbst vergab er die große Chance zur Wolfsburger Führung, als er das fast leere Tor nicht traf. Der Defensivmann hatte die beste Zweikampfbilanz auf dem Platz. Er gewann 86 Prozent der Duelle am Ball.

Ricardo Costa
Der Portugiese in Reihen der "Wölfe" war, wie seine Nebenleute, fast arbeitslos in der Defensive. War jedoch immer zur Stelle und erlaubte sich keine Fehler. Costa gewann starke 83 Prozent seiner Duelle am Ball. Der Abwehrmann hatte die meisten klärenden Aktionen bei den Wölfen (zehn). Nach vorne kam eher wenig von dem Abwehrspieler.

Alexander Madlung
Der Innenverteidiger lieferte eine solide Vorstellung ab, war aber auch selten gefordert. Im Spiel nach vorne kam er in der ersten Halbzeit zu einer guten Kopfballmöglichkeit, hatte jedoch ebenfalls kein Glück beim Abschluss.

Marcel Schäfer
Er war einer der Initiatoren für die vielen gefährlichen Angriffe über die rechte Seite. Er selbst kam auch des Öfteren zum Abschluss, es fehlte allerdings die Präzision.

Josue
Der defensive Mittelfeldspieler in der Raute des VfL war eher unauffällig. Er absolviert eine ordentliches Spiel, sorgte für Sicherheit, war darüber hinaus jedoch nicht sehr ins Offensivspiel der "Wölfe" eingebunden. Josue gewann beachtliche 71 Prozent seiner Zweikämpfe am Ball.

Makoto Hasebe
Der Japaner war auf der rechten Seite nur mit wenigen gefährlichen Flanken ins Spiel eingebunden. Ansonsten eine gute, kämpferische Leistung des 25-Jährigen.

Zvjezdan Misimovic
Der Ballkünstler im Mittelfeld war der Dreh- und Angelpunkt im Wolfsburger Spiel. Richtig gefährlich wurde er durch seine Standards. In der zweiten Halbzeit hatte er mit einem Freistoß aus 25 Metern das 1:0 auf dem Fuß, traf allerdings nur das obere Tornetz. Der Bosnier spielte die meisten Pässe auf dem Feld und hatte gleichzeitig die beste Passquote: 85 Prozent kamen an.

Christian Gentner
Über links kam extrem viel bei den "Wölfen". Ausschlaggebend immer wieder die guten Dribblings auf der linken Seite von Gentner. Viele gefährliche Flanken (sieben) seinerseits führten zu guten Kopfballmöglicheiten der Wolfsburger.

Edin Dzeko
Der Bosnier war immer wieder gefährlich. Er hatte unzählige gute Chancen, vergab jedoch leider eine nach der anderen. Unter dem Strich hat das Erfolgserlebnis gefehlt.

Grafite
Der Brasilianer blieb in der gesamten Partie blass. Dem Stürmer gelang nur wenig. Zudem schadete er mit seiner Unbeherrschtheit in der 74. Minute und der folgenden Roten Karte seinem Team.

Ashkan Dejagah
Eingewechselt in der 67. Spielminute, hatte der Angreifer auf der rechten Mittelfeldposition wenige Highlights bei seinem Champions-League-Debüt. In seiner ersten Einsatzminute brachte er eine schöne Flanke, nachdem er zwei Spieler austeigen ließ. Er kam allerdings auch zu einer Zeit ins Spiel, in der dann nicht mehr viel nach vorne kam beim VfL.