Die einen sehnen sie herbei, um wieder Kräfte zu tanken, andere würden sie am liebsten umgehen, um den Lauf nicht zu unterbrechen - die Länderspielpause.

Blickt man auf die bisherigen Unterbrechungen in dieser Saison zurück, so kann man einen gewissen Trend erkennen. bundesliga.de hat alle Senkrechtstarter und Spätzünder nach der Pause auf einen Blick.

Der FCN freut sich auf jede Pause

Ein Trainer scheint die Zeit in den Länderspielpausen besonders gut nutzen zu können - Michael Oenning: Der 1. FC Nürnberg feierte seine einzigen beiden Saisonsiege nämlich jeweils nach den Länderspielpausen am 5. Spieltag gegen Borussia Mönchengladbach (1:0) und am 9. Spieltag gegen Hertha BSC (3:0).

Diesmal wird es allerdings nicht einfach, genau jenen Trend auch zu bestätigen. Der "Club" muss auswärts ran und das bei keinem geringerem als dem amtierenden Deutschen Meister VfL Wolfsburg!

Bemerkenswert ist allerdings, dass die Nürnberger auch nach den letzten beiden Länderspielpausen in der Vorsaison jeweils Siege eingefahren hatten - dies allerdings noch in der 2. Bundesliga.

Nicht alles auf die Pause zurückzuführen

Auch Eintracht Frankfurt weist nach den "International Breaks" 2009/10 eine "weiße Weste" auf. Die Hessen gewannen beim SC Freiburg 2:0 und schlugen zuhause Hannover 96 mit 2:1.

Ebenfalls mit sechs Punkten nach der Länderspielpause, aber weitaus weniger überraschend waren die Siege von Schalke 04 und Bayern München am 5. und 9. Spieltag. Die "Knappen" gewannen in Köln und Stuttgart jeweils 2:1, der Rekordmeister siegte in Dortmund klar mit 5:1 und verbuchte in Freiburg einen 2:1-Arbeitssieg.

Herrlich hat's nicht einfach im Norden

Doch nicht jeder Club kann die Pause so gut nutzen, wie die vier oben genannnten. Einige Teams kommen wohl etwas etwas verspätet wieder im Bundesligaalltag an.

Der VfL Bochum mag sich nicht gerne an die beiden letzten Auftritte nach der Länderspielpause erinnern. Nach einer 0:3-Pleite in Hoffenheim am 5. Spieltag gab es ein 0:2 in Dortmund in Runde neun. Diesmal muss Heiko Herrlich mit seinem VfL zum Tabellendritten Hamburger SV reisen - eine gute Möglichkeit, um alle Statistiker eines Besseren zu belehren.

Eine Serie wird reißen

Zwei weitere Vereine gingen ebenfalls leer aus. Der VfB Stuttgart sowie Schlusslicht Hertha BSC konnten nichts Zählbares nach den Länderspielpausen einfahren. Die Schwaben verloren beim HSV mit 1:3 und zuhause gegen Schalke mit 1:2. Die Hauptstädter mussten sich beim Aufsteiger in Mainz (1:2) sowie in Nürnberg (0:3) geschlagen geben.

Eines ist jedoch jetzt schon klar. Für einen der beiden Clubs wird die Punktlos-Serie ein Ende haben. Warum man da so sicher sein kann? Ganz einfach, Berlin reist am 13. Spieltag ins "Schwabenländle". Statistiken können eben manchmal aus ganz trivialen Gründen keine Fortsetzung finden.