Drei Siege in Folge, die drittstärkste Auswärtsmannschaft der Liga, Platz 4 in der Tabelle - Hertha BSC Berlin ist weiterhin in der Erfolgsspur und sitzt dem Spitzentrio dicht im Nacken.

Der Hauptstadtclub hat derzeit nur einen Punkt Rückstand auf Bayern München und Bayer Leverkusen.

Dabei war die Leistung im Auswärtsspiel beim VfL Bochum allerdings durchwachsen, die drei Punkte am Ende glücklich. "In der ersten Halbzeit haben wir hervorragend gespielt, die zweite war dann genau anders herum”, analysierte Hertha-Trainer Lucien Favre nach der Partie im Ruhrgebiet.

Favre nicht zufrieden

Besonders bemängelte der 51-Jährige die fehlende Konzentration seiner Mannschaft in den zweiten 45 Minuten. Daran müsse das Team weiter arbeiten. Ebenso wie an der Abwehrschwäche nach Standards. Keine Mannschaft kassiert mehr Gegentore nach Standardsituationen als die "alte Dame". Auch das erste Tor der Bochumer fiel nach einer Ecke.

Ausruhen auf den Erfolgen der letzten Wochen möchte sich Lucien Favre nicht. Denn: "Die Spanne in der Bundesliga ist sehr eng. Wir haben zu Hause gegen Hoffenheim und Hamburg gewonnen, aber gegen das Schlusslicht Cottbus verloren. Das sagt doch alles."

"Besser als im letzten Jahr"

Drei Spiele sind es noch bis zur Winterpause. Freitag, 28. November, geht es zunächst gegen den 1. FC Köln. Nach dem Auswärtsspiel bei Schalke 04 empfangen die Berliner dann zum letzten Hinrundenspiel den Karlsruher SC.

In der letzten Saison dümpelte die Hertha nach dem 14. Spieltag im Mittelfeld der Liga, an Kontakt zur oberen Tabellenregion war nicht zu denken. Nun ist Lucien Favres Saisonziel klar: "Wir wollen besser sein als im letzten Jahr." Da belegte der Hauptstadtclub am Ende Platz 10.

Cicero soll bleiben

Der Schweizer verfolgt mit seinem "Projekt Hertha" allerdings einen langfristigen Plan. "Eine neue Hertha aufbauen, eine Mannschaft, die 2010 um den Titel mitspielen kann", bekräftigt der Schweizer. Ein wichtiger Bestandteil eines schlagkräftigen Berliner Teams soll Mittelfeldspieler Cicero werden.

Nachdem sich der bis 2010 von Fluminense ausgeliehene Brasilianer zügig in die Mannschaft integrieren konnte und bislang sowohl auffällig als auch torgefährlich (Berliner Top-Torschütze mit 5 Treffern) agiert, soll in absehbarer Zeit die Kaufoption auf den 24-Jährigen gezogen werden.

Vera Schmidt