Köln – Acht Spieltage sind gespielt und die Bundesliga lieferte – wie schon in den vergangenen Spielzeiten – viele spannende Personalien. Zahlreiche Talente drängten sich auf, die in dieser Saison den endgültigen Durchbruch schaffen und damit in die Fußstapfen ihrer Altersgenossen Max Meyer, Marc Stendera, Julian Brandt und Co. treten wollen, die sich trotz ihrer jungen Jahre bereits in der Bundesliga etabliert haben. Diese fünf Youngster sind auf dem besten Wege, bei ihren Clubs dauerhaft eine tragende Rolle zu übernehmen.

Julian Weigl (20, Borussia Dortmund)

Der Mittelfeldstratege ist der Senkrechtstarter dieser Spielzeit. Aus der 2. Bundesliga von 1860 München zu Borussia Dortmund gewechselt hat Weigl in seiner ersten Bundesliga-Saison keinerlei Anpassungsprobleme. Für Tuchel ist der groß gewachsene Sechser schon fast unverzichtbar: Weigl stand in der Bundesliga immer in der Startelf und glänzt dabei mit einer fantastischen Passquote. Der gebürtige Oberbayer brachte 90 Prozent seiner Zuspiele zum Mitspieler. Kein Wunder, dass er auch auf der bundesliga.de-Liste der besten Transfers des Sommers steht.

Leroy Sané (19, FC Schalke 04)

In der vergangenen Saison deutete der pfeilschnelle Außenstürmer seine Qualitäten bereits an. Unvergessen sein mutiges Solo inklusive Abschluss in den Winkel in der Champions League bei Real Madrid. In dieser Spielzeit ist er beim FC Schalke 04 zur Stammkraft gereift und mit drei Treffern und einer Vorlage stimmt auch die Effizienz. Beeindruckend, wie sich der leichtgewichtige Sané im Zweikampf behauptet. 53 Prozent gewonnene Zweikämpfe sind ein ganz starker Wert für einen Offensivspieler.

Jonathan Tah (19, Bayer Leverkusen)

In der Hinrunde der Saison 2013/14 erkämpfte sich der 1,94 Meter große Innenverteidiger beim Hamburger SV einen Stammplatz, verlor ihn aber zu Beginn der Rückrunde und spielte anschließend keine Rolle mehr bei den Hanseaten. Über eine Leihe bei Fortuna Düsseldorf ist Tah nun wieder in der Bundesliga angekommen. Und wie! An den ersten acht Spieltagen verpasste Tah keine einzige Minute für Bayer Leverkusen und ist schon jetzt eine absolute Konstante bei seinem neuen Club.

Kingsley Coman (19, FC Bayern München)

An Selbstbewusstsein mangelte es dem französischen U21-Nationalspieler schon vor seinem ersten Bundesliga-Spiel nicht. "Ich bin ein Spieler, der den Unterschied macht" – mit diesen Worten stellte sich Coman auf der Pressekonferenz vor. Damit setzte er sich ziemlich unter Druck, bewies in seinen vier Einsätzen aber, dass er die Fähigkeiten besitzt, seinen Worten auch Taten folgen zu lassen. Zwei Tore und eine Vorlage in 224 Bundesliga-Minuten für Bayern München können sich sehen lassen. Gerade im eins gegen eins ist der Franzose kaum zu stoppen: 67 Prozent seiner Zweikämpfe entschied Coman für sich.

Mahmoud Dahoud (19, Borussia Mönchengladbach)

Schon sein Ex-Trainer hielt viel vom technisch beschlagenen Mittelfeldspieler. "Es ist nur eine Frage der Zeit, bis er zum Einsatz kommt. Das ist klar für uns alle", sagte Lucien Favre nach der Wintervorbereitung 2015 über Dahoud. Diese Zeit ist für das Juwel mit den syrischen Wurzeln nun gekommen. Am 5. Spieltag gab er sein Startelfdebüt und stand seitdem immer in der Anfangsformation von Borussia Mönchengladbach. Der defensive Mittelfeldspieler ist einer der Garanten des Aufschwungs der Borussia und dürfte auch im weiteren Saisonverlauf eine Hauptrolle einnehmen.

Florian Reinecke