München - Bayern gegen Mainz, Dortmund gegen Hannover, Braunschweig gegen Schalke: Auf dem Papier bergen die Duelle des 9. Spieltags zunächst nicht viel Überraschungspotenzial. Wenn man aber genau hinschaut, könnte es für die etablierten Clubs dennoch brenzlig werden.

bundesliga.de präsentiert fünf brisante Duelle des kommenden Wochenendes (alle Spiele im Live-Ticker).

Alles Müller, oder was?

Beim Duell zwischen dem FC Bayern und Mainz 05 ist der Familienname Müller deutlich überrepräsentiert. Thomas sieht sich auf Seiten der Münchner den Mainzern Heinz und Nicolai gegenüber. Gute Erinnerungen hat Heinz an die Allianz Arena, wo er beim 0:0 im April 2012 überragend hielt und zum bislang letzten Mal dafür sorgte, dass der Rekordmeister in einem Spiel keinen Treffer erzielte. Im Müller-Vergleich der Offensivspieler hat Nicolai in der laufenden Saison mit sechs Toren (gegenüber einem Tor von Thomas) klar die Nase vorn. Riecht es also nach einer Überraschung?

Partyschreck Bellarabi?

99 Mal hat es bereits geklappt - am Samstag soll nun das Jubiläum stattfinden: Wenn Schalke-Keeper Timo Hildebrand in Braunschweig keinen Ball passieren lässt, dann ist die Hundert voll. Doch ausgerechnet jetzt kommen die personell arg gebeutelten Knappen auf dem Zahnfleisch daher - und der Aufsteiger geht nach dem ersten Sieg in Wolfsburg mit breiter Brust in die Partie. Vor allem auf Karim Bellarabi sollte Hildebrand aufpassen: Der pfeilschnelle Außenstürmer war an vier der fünf Braunschweiger Tore beteiligt.

Treffen der Ehemaligen

Wenn Gladbach am Samstagabend in Berlin gastiert, gibt es vor dem Anpfiff ein großes Wiedersehen. Sowohl Hertha-Coach Jos Luhukay als auch Borussia-Trainer Lucien Favre hatten bereits die andere Seite unter ihren Fittichen. Zudem gibt es das Bruderduell zwischen Herthas Ronny und Gladbachs Raffael, der seine bislang beste Zeit in der Hauptstadt hatte. Mit Johannes van den Bergh, Marcel Ndjeng, Tolga Cigerci und dem verletzten Alexander Baumjohann tummeln sich in Berlin weitere Ex-Borussen.

Jungspunde unter sich

In der vergangenen Spielzeit kickten die beiden beim BVB noch gemeinsam in der U 23, nun stehen sie sich in der Bundesliga gegenüber. Dortmunds Eigengewächs Eric Durm beackert als Schmelzer-Ersatz die linke Abwehrseite, bei Hannover geht Leonardo Bittencourt meistens über die rechte Angriffsseite in die Partie. Zuletzt waren die beiden Talente mit der deutschen U 21 unterwegs - jetzt müssen sie die Kameradschaft für 90 Minuten ausblenden.

Rookie gegen Tormaschine

Mit 17 Jahren ist Jonathan Tah aktuell der jüngste Spieler der Bundesliga, der regelmäßig zum Einsatz kommt. Drei Mal stand der Innenverteidiger in Bundesliga und Pokal bereits in der Startelf - und zwei Mal stand beim HSV die Null. Tah heimst bei den Verantwortlichen häufig Sonderlob ein - doch jetzt wartet eine ganz harte Nuss. Mit Vedad Ibisevic kommt der derzeit (Mit-)führende der Torjägerliste. Stuttgarts Angreifer holte sich zudem unter der Woche Selbstvertrauen und schoss sein Heimatland Bosnien zum ersten Mal zur WM.


Zusammengestellt von Johannes Fischer