München - Die erfolgreichsten Torproduzenten, die schärfsten Zweitliga-Schützen der vergangenen Saison und packende Duelle zwischen Offensive und Defensive: Nach knapp zwei Wochen Pause verspricht der 5. Spieltag einer der besonderen Sorte zu werden. bundesliga.de präsentiert die fünf brisantesten Aufeinandertreffen des kommenden Wochenendes...

Nicolai Müller gegen Dennis Aogo

Es müllert wieder in der Bundesliga, und das nicht nur beim FC Bayern: Nicolai Müller (l.) ist der Shootingstar der ersten vier Spieltage, steht mit fünf Treffern ganz oben in der Torjägerliste. In jeder Partie hat der 25-jährige Rechtsfuß getroffen, das hat vor ihm kein Mainzer geschafft. Mit formstarken Flügelflitzern allerdings kennt sich Dennis Aogo bestens aus - zuletzt sah Leverkusens Sidney Sam kaum Land gegen den Neu-Schalker. Erstmals treffen die beiden in der Bundesliga von Beginn an aufeinander - Spannung mit Ansage.

Mike Franz gegen Vedad Ibisevic

Wie Müller hat auch Vedad Ibisevic fünf Mal eingenetzt, doch am Freitag könnte Stuttgarts Bosnier auf einen Verteidiger der ganz harten Sorte treffen: "Iron" Maik Franz (l.) winkt sein Saisondebüt. An seine letzten Einsätze in der Bundesliga und 2. Bundesliga wird Franz keine guten Erinnerungen haben: Kreuzbandriss in der Abstiegssaison 2011/12, Rote Karte am letzten Spieltag 2012/13. Droht Franz jetzt der nächste Albtraum? Gegen Hertha hat Ibisevic in sieben Partien schon fünf Tore erzielt. Und gegen Hoffenheim zuletzt gleich drei.

Domi Kumbela gegen Daniel Ginczek

Torjäger, Teil III: Domi Kumbela (l.) und Daniel Ginczek trafen in der vergangenen Saison geradezu nach Belieben. Eine Etage höher läuft's aber noch nicht für die besten Torschützen der 2. Bundesliga 2012/13, genauso wenig wie für ihre Vereine: Kumbela ist noch tor-, seine Braunschweiger punktlos, während Ginczek mit seinem Tor gegen Hertha am 1. Spieltag Nürnberg immerhin zu einem der bisher zwei Punkte verholfen hat. Wer schießt sein Team also zum ersten Saisonsieg? Für Kumbela spricht seine Kompromisslosigkeit - 15 seiner 19 Treffer markierte der Kongolese letztes Jahr mit dem ersten Ballkontakt -, bei Ginczek sind weitere Tore wohl nur eine Frage der Zeit. Drei Mal ist er in den ersten vier Partien schon am Aluminium gescheitert.

Angriffslust gegen Verteidigungsverbund

Paradeoffensive gegen Defensivbollwerk: Stefan Kießling (l.) und Sidney Sam haben beide schon zu fünf Treffern ihren unmittelbaren Beitrag geleistet, auch Neuzugang Heung Min Son hat schon für Leverkusen getroffen. Beim 0:2 auf Schalke ging das Trio zuletzt aber leer aus und Wolfsburgs Defensivverbund um Luiz Gustavo, Naldo (r.) und Robin Knoche hat den Gegnern das Leben bisher sehr schwergemacht: Vier Gegentreffer sind der ligaweit drittbeste Wert. Oftmals letzte Instanz: Naldo. Der brasilianische Innenverteidiger hat seine starke Form der Vorsaison konserviert, in der er 68 Prozent seiner Zweikämpfe gewann und sogar fast dreiviertel aller Kopfballduelle für sich entschied.

Offensivpower gegen Wackelabwehr

Offensivfeuerwerk wohl auch am Sonntag in Sinsheim: Zwölf Mal haben die Hoffenheimer bislang getroffen, zehn Mal Mönchengladbach - so torfreudig war sonst keiner. Gladbachs Neuzugänge Raffael (r.) und Max Kruse (2.v.r.) formen mit Juan Arango und Patrick Herrmann ein unglaublich variables Angriffsquartett. Taktisch ganz ähnlich ist normalerweise die 1899er Offensive zusammengestellt, am 5. Spieltag müssen Kevin Volland (l.), Tarik Elyounoussi und Anthony Modeste allerdings ohne den verletzten Top-Scorer der Bundesliga, Roberto Firmino, auskommen. Tore sollten nichtsdestotrotz garantiert sein, denn das Offensivspiel beider Mannschaften zieht einen Rattenschwanz nach sich: Hoffenheim hat mit zwölf die meisten Gegentore kassiert, die Borussia schon acht.

Zusammengestellt von Felix Seaman-Höschele