"Elefant" Didier Drogba hat nach seinem Ellbogenbruch am Freitag erstmals wieder trainiert und will den Heilungsprozess wegen des hohen Erwartungsdrucks in der Heimat offenbar beschleunigen.

"Die Erwartungen in der Heimat sind größer als in England. Wir spielen alle für große Teams im Ausland, mit der Nationalmannschaft haben wir aber noch nie etwas gewonnen", sagte Drogba dem britischen Rundfunksender "BBC" und kündigte an, so schnell wie möglich wieder fit zu werden.

Eriksson zuversichtlich

Der ivorische Nationaltrainer Sven-Göran Eriksson rechnet nach der leichten Einheit von Drogba ohnehin damit, dass der 32 Jahre alte Angreifer vom FC Chelsea im WM-Auftaktspiel der Elfenbeinküste doch zur Verfügung steht. "Didier könnte gegen Portugal spielen", sagte Eriksson vier Tage vor dem Duell in Port Elizabeth am 15. Juni (ab 15:45 Uhr im Live-Ticker): "Wäre das Spiel heute oder morgen gewesen, wäre es unmöglich. Aber wir haben ja noch ein paar Tage."

Der Starstürmer vom FC Chelsea hatte sich im Testspiel gegen Japan (2:0) den Ellbogen gebrochen und anschließend verkündet: "Die WM ist für mich vorbei." Nun besteht wieder die Hoffnung, dass neben Drogbas Vereinskollegen Michael Essien (Ghana) und John Obi Mikel (Nigeria) nicht noch ein weiterer Star des Schwarzen Kontinents in Südafrika fehlen wird.

Beim Training am Freitag trug Drogba eine Schiene am rechten Unterarm, wurde aber noch längst nicht wieder voll belastet. Nicht nur für die Ivorer, für ganz Afrika wäre eine WM-Teilnahme Drogbas von immenser Bedeutung. "Er ist einer der besten Spieler der Welt", sagte der Schwede Eriksson.