Während gleich zehn Herthaner auf Länderspielreise sind, trainiert Friedhelm Funkel mit den Daheimgebliebenen auf dem Schenckendorffplatz. Jeweils zwei Mal bittet Herthas neuer Coach seine Jungs auf den Trainingsplatz.

"Die Akteure, die hiergeblieben sind, möchte ich jetzt intensiv kennen lernen", so Funkel. Der 55-Jährige weiß, dass viel Arbeit vor ihm liegt': "Wir werden hart arbeiten und damit wieder die Sicherheit und das nötige Quäntchen Glück zurückgewinnen. Mit vielen Gesprächen, aber vor allem mit Erfolgserlebnissen wollen wir die Wende schaffen. Es geht jetzt darum, die Rückschläge zu verarbeiten und nach vorn zu schauen."

Drobny hofft auf Nürnberg

Nach vorn schaut auch Jaroslav Drobny. Herthas verletzter Stammkeeper arbeitet nach seinem Muskelfaserriss intensiv an seinem Comeback. Ob er schon am 17.10. (ein Tag vor Drobnys 30. Geburtstag) in Nürnberg einsatzfähig ist, steht aber noch nicht fest. Mit den Torwarttrainern hat der Tscheche allerdings schon die ersten Ballübungen absolviert. "Ich hoffe, so schnell wie möglich wieder dabei zu sein. Es gibt nichts schlimmeres, als tatenlos zuzuschauen", so Drobny.

Zuschauen müssen auch Lukasz Piszczek (Innenbanddehnung im Knie) und Maximilian Nicu (Knöchelprellung). Sie können derzeit ebenso wenig trainieren wie die schon länger verletzten Florian Kringe, Christopher Gäng, Cicero und Timo Ochs.