Bei den Fans des VfB Stuttgart ist das 1:1 in der Champions League gegen den FC Barcelona noch allgegenwärtig, so ist es auch nicht verwunderlich, dass die Partie gegen Eintracht Frankfurt nahezu ausverkauft ist (alle Nachmittagsspiele ab 15 Uhr im Live-Ticker/Liga-Radio).

"Wir brauchen wieder die volle Unterstützung unserer Fans und freuen uns darauf, vor heimischem Publikum zu spielen. Die Mannschaft spürt, dass sie von ihren Anhängern getragen wird", sagte VfB-Cheftrainer Christian Gross, der das Spiel gegen die Elf von Michael Skibbe im Visier hat.

"Von Anfang an aggressiv sein"

Von seiner Mannschaft fordert er ebenso hohe Konzentration, Laufbereitschaft und Einsatzwillen wie im Spiel gegen den amtierenden spanischen Meister und Sieger der Champions League. "Die Moral ist natürlich gut nach dem schönen Erlebnis vom Dienstag. Alle Spieler haben sich danach sehr professionell verhalten und nicht etwa ausgelassen gefeiert", sagte Gross, der vor der Eintracht warnte.

"Sie haben eine gute Phase, tun sich auswärts fast leichter als zuhause, schalten sehr schnell um von Abwehr auf Angriff, lassen wenige Chancen zu und machen wenig Fehler. Wir dürfen nicht verhalten auftreten, sondern müssen von Anfang an aggressiv sein. Wir brauchen die drei Punkte", sagte der VfB-Cheftrainer.

Voraussichtlich keine Veränderung in der Abwehr

Ob er Veränderungen in seiner Anfangsformation vornehmen werde, ließ der 55-Jährige offen. "Ich verändere ungern meine Abwehr, und ob ich in der Offensive wechseln werde, entscheide ich am Samstag", so Gross.

Sami Khedira hatte im Spiel gegen Barcelona am Ende mit Krämpfen zu kämpfen, da er in der vergangenen Woche nur eingeschränkt trainieren konnte. "Bei Sami müssen wir genau schauen, ob er bis Samstag 100-prozentig fit wird. Nur dann kann er seine Leistung voll abrufen und der Mannschaft helfen", sagte Gross.

Skibbe lobt den Gegner

Die Gäste reisen mit viel Respekt im Gepäck ins Schwabenland. "Wir kennen die Stärken des VfB und haben diese zuletzt bei den starken Auftritten gegen Barcelona und in Köln vor Augen geführt bekommen. Der VfB ist eine der Bundesligamannschaften, die in den letzten Wochen mit die besten Leistungen gezeigt haben", blickt Cheftrainer Michael Skibbe auf die Partie in der Mercedes-Benz Arena voraus.

Ein Erfolgsrezept hat er aber auch schon parat: "Wir müssen in der Defensive gut gestaffelt stehen und im Mittelfeld versuchen, Pressing zu erreichen, um dann schnell nach vorne spielen zu können."

Für den gelb-gesperrten Selim Teber wird Sebastian Jung in die Mannschaft kommen. Allerdings ist noch offen auf welcher Position. "Ich weiß aber noch nicht, ob er rechts verteidigen oder im Mittelfeld zum Einsatz kommen wird. Ich überlege noch, ob ich Chris aus der Abwehr ins Mittelfeld ziehe", so Skibbe.

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Hertha BSC - 1899 Hoffenheim

Nach dem Ausscheiden in der Europa League bei Benfica Lissabon gilt die volle Konzentration bei der Hertha nun wieder dem Kampf um den Klassenerhalt. Wie schon in den vorangegangenen Partien steht Hertha-Trainer Friedhelm Funkel mit Ausnahme von Gojko Kacar der gesamte Kader zur Verfügung. Der serbische Nationalspieler trainiert zwar wieder voll mit der Mannschaft, ein Einsatz käme für ihn aber laut Aussage des Berliner Cheftrainers noch zu früh.

Levan Kobiashvili wird, nachdem er in Lissabon noch krankheitsbedingt passen musste, voraussichtlich ebenso in die Startelf zurückkehren wie Roman Hubnik, Fabian Lustenberger und Theofanis Gekas. Im Gegenzug werden sich Steve von Bergen, Christoph Janker, Maximilian Nicu und Patrick Ebert wohl mit einem Platz auf der Bank begnügen müssen.

Die Berliner rangieren in der Rückrundentabelle auf Position sieben - zwei Siegen stehen bei einem Torverhältnis von 8:3 Treffern drei Unentschieden und lediglich eine Niederlage gegenüber. Dementsprechend selbstbewusst gehen die "Blau-Weißen" in die Begegnung. "Wir wollen unseren positiven Trend in der Rückrunde am Samstag fortsetzen und gegen einen starken Gegner aus Hoffenheim den ersten Heimsieg des neuen Jahres einfahren", so Funkel.

Zahlreiche Ausfälle bei 1899

Gäste-Stürmer Vedad Ibisevic erinnert sich noch gerne an das Hinspiel gegen Berlin. Damals erzielte der bosnische Angreifer per Hattrick die ersten drei Treffer nach seinem Kreuzbandriss. Am Ende hieß es 5:1 für 1899.

"Da haben wir gut gespielt und klar gewonnen. Diesmal wird es aber nicht so leicht. Hertha muss gewinnen, um aus dem Tabellenkeller rauszukommen." Darauf kann Hoffenheim allerdings keine Rücksicht nehmen. "Wir werden entschlossen auftreten, um die drei Punkte mit nach Hause zunehmen", sagt Ibisevic.

Ob es für Josip Simunic ein Wiedersehen mit seinen ehemaligen Kollegen gibt, steht noch nicht fest. Der 32-jährige Abwehrchef leidet an Wadenproblemen. Auch Per Nilssons Einsatz ist fraglich. Der Hoffenheimer Kapitän verletzte sich am Donnerstag im Training am Innenband im Knie. Außerdem fehlen noch immer Matthias Jaissle, sowie Andreas Beck, Chinedu Obasi und Franco Zuculini. Mittelfeldspieler Tobias Weis ist dagegen seit dieser Woche wieder im Mannschaftstraining. Für die Startelf ist er allerdings noch keine Alternative.

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Borussia Mönchengladbach - SC Freiburg

Borussia Mönchengladbach, mit 29 Punkten auf Platz 11, trifft auf den SC Freiburg, momentan 15. mit 19 Zählern. Dennoch warnte Gladbachs Cheftrainer Michael Frontzeck bei der Pressekonferenz: "Wir dürfen keinen Millimeter nachlassen."

Denn es gibt genügend Gründe für Borussia, gegen den Gast aus dem Breisgau auf der Hut zu sein: "13 der 19 Punkte hat Freiburg auswärts geholt", so Borussias Trainer. "Sie haben eine konterstarke Mannschaft mit schnellen Leuten in der Offensive, sie schalten schnell um von Defensive und Offensive." Und weiter: "Der SC steht mit dem Rücken zur Wand, sie werden alles dafür tun, um etwas aus dem Borussia-Park mitnehmen zu können. Sie werden hart um die Punkte kämpfen. Es kann eine zähe Angelegenheit für uns werden, wir müssen Geduld walten lassen - wie gegen Nürnberg."

Verzichten muss Frontzeck weiterhin auf ein Quartett: Jan-Ingwer Callsen-Bracker und Gal Alberman haben noch Trainingsrückstand, Christian Dorda (Riss der Patellasehne) fällt noch länger aus und auch Thorben Marx fehlt weiter wegen einer Reizung des Schambeins.

Dutt kündigt Veränderungen an

"Zwei bis vier Änderungen" kann sich Freiburgs Trainer Dutt nach der 0:3-Heimniederlage gegen Hertha BSC in der Startformation gegen Borussia Mönchengladbach vorstellen. Wichtig sei aber vor allem "die elf Richtigen auf den Platz zu bringen."

Deshalb habe man in dieser Woche nicht überlegt, welches Spielsystem das richtige sein könnte, sondern danach gesucht, wer die Richtigen sein könnten um im nächsten Spiel wieder in die Spur zu kommen. "Sicher können wir in Mönchengladbach keine spielerische Glanzleistung erwarten, darum geht es auch nicht. Aber ich denke, wir haben die Grundlagen dafür geschaffen, dass wir selbstbewusst ins Spiel gehen und dieses Selbstbewusstsein steigern, indem wir wenig zulassen."

Heiko Butscher fällt für die Partie aus, er laboriert weiter an einem Muskelfaserriss. Johannes Flum konnte wegen einer Grippe bis zum Donnerstag noch nicht trainieren. Wegen der gleichen Erkrankung stieg Daniel Williams erst am Donnerstag wieder ins Training ein, wenn auch noch geschwächt. Hinter dem Einsatz von Hamed Namouchi steht wegen Oberschenkelprobleme ein Fragezeichen. Erstmals nach seiner langen Verletzungspause wegen eines Muskelfaserrisses wird in Mönchengladbach vermutlich Innenverteidiger Pavel Krmas wieder zum Kader gehören. Ob der Tscheche auch spielt, bleibt abzuwarten.

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VfL Bochum - 1. FC Nürnberg

Mit einem Sieg gegen den 1. FC Nürnberg könnte der VfL Bochum der große Schritt aus der abstiegsgefährdeten Zone gelingen. Der starke Auftritt der Gäste im letzten Spiel gegen FC Bayern München (1:1) beeindruckte zwar auch VfL-Coach Heiko Herrlich, gleichwohl gibt er sich optimistisch: "Wir wollen gewinnen und wir können gewinnen."

Sieben Spiele ist Bochum inzwischen unbesiegt. Der Coach warnt aber vor Überheblichkeit: "Wir haben zuletzt hervorragend gespielt und gute Ergebnisse erzielt. Das ist aber kein Grund, nun wieder in die Komfortzone zu rutschen und sich bequem zurück zu lehnen." Bis auf Kevin Vogt sind alle Mann voraussichtlich fit. Auch Milos Maric wird wieder mit von der Partie sein.

"Wir müssen Bochum beackern!"

Das 1:1 gegen die Bayern hat dem "Club" Auftrieb gegeben, und vor allem hat es dem Team von Trainer Dieter Hecking Motivation gegeben. Motivation, den VfL Bochum in die Knie zwingen zu wollen.

"Das", sagt Kapitän Andreas Wolf, "wird ein ganz anderes Spiel als gegen die Bayern." Und das heißt beileibe nicht, dass es einfacher wird. Raphael Schäfers Ansage: "Wir müssen Bochum beackern!" Zwar lobt Hecking die Gastgeber: "Sie spielen kompakt und diszipliniert, sehr aggressiv und schnell nach vorne. Der VfL hat den Turnaround schon geschafft, den wir noch nicht geschafft haben." Dennoch fordert er von seinem Team: "Wir wollen von dort etwas mitnehmen!" Verzichten muss der Trainer auf Marcel Risse, der mit einer Grippe ausfällt.

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