München - Der FC Bayern München hat mit dem Wechsel von Luiz Gustavo wohl für das größte Aufsehen bislang in dieser Winterpause gesorgt, und der Brasilianer kam auch gleich am 18. Spieltag für den Rekordmeister zum Einsatz.

Doch ein Blick in die Daten verrät, dass Gustavos Einstand im FCB-Trikot lediglich durchschnittlich war. Andere Neuzugänge haben da für wesentlich mehr Furore gesorgt. bundesliga.de zeigt, wie sich die Neuen am 18. Spieltag geschlagen haben.

Ron-Robert Zieler (Hannover 96)

Einen perfekten Einstand erwischte Torwart Ron-Robert Zieler von Hannover 96. Der 21-Jährige, der im Sommer an die Leine wechselte und sein Bundesliga-Debüt gab, gewann mit den "Roten" bei Eintracht Frankfurt nicht einfach nur zu Null. Zieler zeigte sich als starker Rückhalt bei den insgesamt vier Torschüssen, die auf seinen Kasten kamen. "Ron-Robert Zieler hat seine Sache gut gemacht", lobte auch 96-Trainer Mirko Slomka. "Er war ruhig und gelassen. Wenn er weiter so gut arbeitet, spricht nichts dagegen, dass er zukünftig im Tor stehen wird."

Mike Hanke (Borussia Mönchengladbach)

Auch ein ehemaliger Hannoveraner hatte einen durchaus gelungenen Einstand. Beim 1:0-Sieg von Borussia Mönchengladbach bereitete Mike Hanke nicht nur drei Torschüsse vor, er gab auch den Assist für das Siegtor von Roman Neustädter. Allerdings gab er selbst keinen Torschuss ab und gewann auch nur 15 Prozent seiner Zweikämpfe. Da gibt es also noch Luft nach oben.

Christian Eichner (1. FC Köln)

Für viel Aufsehen sorgte auch Kölns Neuzugang Christian Eichner. Der Linksverteidiger war im Spiel gegen den 1. FC Kaiserslautern (1:1) der beste Zweikämpfer auf dem Platz und gewann 88 Prozent seiner Duelle. Außerdem hatte er die meisten Ballkontakte aller Kölner (77).

Michael Rensing (1. FC Köln)

Eichners Teamkollege Michael Rensing kann mit seiner Vorstellung auch zufrieden sein. Zwar kassierte der Kölner Torhüter einen Gegentreffer, wehrte aber auch zwei Bälle ab, darunter eine Großchance der Lauterer in der 87. Minute.

Luiz Gustavo (FC Bayern München)

FCB-Trainer Louis van Gaal verzichtete darauf, Luiz Gustavo von Beginn an zu bringen. Erst in der 69. Minute wurde der Brasilianer eingewechselt, der anschließend aber noch auf 25 Ballkontakte kam und fünf Zweikämpfe bestritt, drei davon konnte er gewinnen.

Havard Nordtveit (Borussia Mönchengladbach)

Eine weiße Weste wahrte Gladbachs Neuzugang Havard Nordtveit, der alle seiner Zweikämpfe gewann - allerdings waren es deren auch nur zwei. Die 33 Ballkontakte vom 20-jährigen Norweger sind aber noch ausbaufähig.

Arne Friedrich (VfL Wolfsburg)

Arne Friedrich ist ja eigentlich schon seit dem Sommer ein Wolfsburger, doch aufgrund seiner Rückenprobleme fehlte er die gesamte Hinrunde. Im ersten Ligaspiel für den VfL konnte er die Führung der Münchner beim 1:1 nicht verhindern, aber der Nationalspieler gewann ordentliche 67 Prozent seiner Zweikämpfe.

Martin Stranzl (Borussia Mönchengladbach)

Einen durchwachsenen Start erwischte Martin Stranzl bei den Gladbachern. Der Verteidiger bestritt vier Zweikämpfe von denen er nur zwei gewann und die anderen beiden durch ein Foulspiel seinerseits verlor. Ähnlich wie bei Nordtveit sind die 35 Ballkontakte verbesserungswürdig, zumal Stranzl sich mit einer Gelben Karte auch noch eine persönliche Strafe einhandelte.

David Alaba (1899 Hoffenheim)

David Alabas erster Auftritt im Hoffenheim-Trikot verlief erfolgreich, aber ohne Glanzpunkte. Der 18-Jährige hat aber bei der 1:2-Niederlage in Bremen eine durchaus ansprechende Leistung geboten. Der Österreicher hatte 50 Ballkontakte und gewann die Hälfte seiner Zweikämpfe. Darüber hinaus bereitete Alaba zwei Torschüsse vor und schlug vier Flanken.

Denni Avdic (SV Werder Bremen)

Der Bremer Denni Avdic wird sein Potenzial noch in den kommenden Spielen unter Beweis stellen müssen. Zwar kam der Schwede gegen 1899 noch zu einem Einsatz, doch Avdic wurde erst in der Nachspielzeit eingewechselt und hatte keinen Ballkontakt mehr.

Slawomir Peszko (1. FC Köln)

Kölns Slawomir Peszko durfte in seinem ersten Spiel gleich über 90 Minuten ran, ohne dass er sich besonders auszeichnen konnte. Allerdings war der Pole mit 18 geführten Duellen der eifrigste Zweikämpfer auf dem Platz. 44 Prozent gewann Peszko davon.