Hannover - Drei Mal musste Jürgen Klopp in Hannover auswechseln. "Natürlich nimmt man solche Wechsel lieber freiwillig vor", sagte Borussias Trainer, "aber wir dürfen nicht den Fehler machen, die Niederlage an diesen Wechseln fest zu machen! Wir haben das Spiel aus der Hand gegeben. Das war ein aktiver Vorgang, der zu Passivität führte."

Ob die Wechsel die Struktur durcheinander gewirbelt haben, ist müßig zu hinterfragen. Drei Leistungsträger schieden während der 90 Minuten verletzt aus. Die gute Nachricht: Sie alle sind nicht so schwerwiegend verletzt, dass ein Einsatz am kommenden Wochenende in Mainz als äußerst gefährdet anzusehen wäre.

Hummels mit Adduktorenproblemen

Marcel Schmelzer hatte im ersten Durchgang einen Schlag gegen den Rücken erlitten. "Dadurch hat der Oberschenkelmuskel zu gemacht. Nichts Schlimmeres", beruhigte der Dortmunder Übungsleiter. Er brachte daraufhin Chris Löwe.

Robert Lewandowski zog sich dagegen bei seinem Pass zum 1:0 durch Shinji Kagawa einen Cut im Gesicht zu. "Irgendwo im Nasenbereich", sagte der Fußball-Lehrer. Kevin Großkreutz habe er ohnehin bringen wollen, um einen weiteren schnellen Umschaltspieler auf dem Rasen zu haben. Abwehrmann Mats Hummels schließlich plagten ebenfalls Rückenbeschwerden. "Daraus resultierten Adduktorenprobleme", berichtete Klopp.