Dortmunds Ousmane Dembele (m.) bereitete den Hoffenheimern immer wieder große Probleme - © DFL DEUTSCHE FUSSBALL LIGA / Alexander Scheuber
Dortmunds Ousmane Dembele (m.) bereitete den Hoffenheimern immer wieder große Probleme - © DFL DEUTSCHE FUSSBALL LIGA / Alexander Scheuber
Bundesliga

Dortmunds Individualisten zeigen großen Kampf

Sinsheim - Beim 2:2 in gegen die TSG 1899 Hoffenheim zeigte Borussia Dortmund eine kämpferisch, spielerisch und taktisch brillante Leistung. Und das, obwohl die Borussen ohne zahlreiche Stammspieler auskommen mussten und 50 Minuten in Unterzahl spielten. Doch da war ja noch Ousmane Dembélé.

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Als Schiedsrichter Benjamin Brand die Partie beendete, brandete Applaus auf. Für die 30.150 Zuschauer war dieses 2:2 zwischen Hoffenheim und dem BVB ein verfrühtes Weihnachtsgeschenk gewesen – völlig unabhängig davon, welchem der beiden Teams sie die Daumen gedrückt hatten. Denn diese Partie enthielt so gut wie alles, was ein fantastisches Fußballspiel ausmacht. Dynamik, Tempo, Spielwitz – und Spannung bis zur letzten Minute.

Gute Defensivarbeit der Offensive

Eine längere Pause für Dembele wäre für den BVB ein Horrorszenario. Zumal Tuchel bereits in Hoffenheim gleich zehn verletzte Spieler ersetzen musste, darunter Roman Bürki, Lukasz Piszczek, Sokratis, Gonzalo Castro, Sebastian Rode und Raphael Guerreiro. Zudem musste er nach Marco Reus´ Platzverweis über eine Halbzeit lang mit zehn Mann auskommen.

Doch das gelang im zweiten Durchgang bravourös. Hatte man erwartet, dass den Dortmundern nach dem enormen Tempo beider Mannschaften nun die Kräfte schwinden würden, passierte stattdessen das Gegenteil. Der BVB agierte noch kompakter als im ersten Durchgang, machte die Räume eng und setzte vorne immer wieder Nadelstiche. Bemerkenswert auch, dass die Offensiven sich nach Ballverlust sofort zurückzogen und in der Defensive mitarbeiteten. Anders wäre einem so starker Gegner wie es Hoffenheim an diesem Abend war, allerdings auch nicht zu trotzen gewesen. „Wir wollten uns mit allem, was wir haben, dagegen stemmen“, erklärte Tuchel, der sein Team in der Halbzeit noch mal neu motiviert hatte. „Ich finde, das hat man bis unters Dach gespürt. Dafür gebührt der Mannschaft ein riesengroßes Kompliment.“