München - Nach der zweiten Derbyniederlage innerhalb einer Saison beim FC Schalke 04 muss der BVB dringend Wiedergutmachung bei seinen Anhängern betreiben. Die nächste Möglichkeit dazu bietet sich im Heimspiel gegen den SC Freiburg. Das Hinspiel gewannen die Dortmunder bei Schnee und schwer bespielbarem Rasen im Breisgau mit 2:0.

Im Kampf um ein Champions-League-Ticket hofft Schalke 04 auf Zählbares beim 1. FC Nürnberg. Der Hamburger SV will seine Erfolgsserie gegen Augsburg fortsetzen, Bremen empfängt Greuther Fürth und Mainz 05 gastiert bei 1899 Hoffenheim (alle Spiele am Samstag, ab 15 Uhr im Live-Ticker/Liga-Radio). bundesliga.de hat die letzten Informationen zu den fünf Begegenungen.

Borussia Dortmund möchte nach der zweiten Derbyniederlage in dieser Saison Wiedergutmachung bei seinen Fans betreiben. Da kommt der "Lieblingsgegner" aus dem Breisgau gerade Recht. Denn in den letzten fünf Patrien gab es ausschließlich Siege für die Westfalen bei 15:2 Toren. Die Freiburger hingegen kassierten im eigenen Stadion in der Vorwoche eine 2:5-Niederlage gegen den VfL Wolfsburg.

"Ich hoffe, dass unsere Spieler so stabil sind, diese große Herausforderung mit Freude anzunehmen", sagte Christian Streich auf der Pressekonferenz zum bevorstehenden Spiel beim amtierenden Deutschen Meister. "Wir müssen am Samstag wieder eine gute Balance zwischen Offensive und Defensive finden und werden alles versuchen, dass wir mutig sind, um uns mit diesem überdurchschnittlich gut besetzten Gegner zu messen."

Wahrlich nicht einfach wird das für den Sportclub, zumal sich eine der Säulen in dieser Woche verletzte. Cedrick Makiadi zog sich einen Innenbandanriss im Knie zu und wird der Steich-Elf vorerst fehlen. Außerdem fällt Sebastian Freis nach einer Schulter-OP aus. Hendrick Zuck hat noch Trainingsrückstand. Beim BVB wird Felipe Santana Mats Hummels ersetzen, der sich im Derby einen Außenband-Teilriss zuzog. Außerdem rutscht Nuri Sahin für den Grippe erkrankten Sven Bender ins defensive Mittelfeld. Sebastian Kehl muss nach seinem Rippenanbruch genauso weiterhin pausieren wie der langzeitverletzte Patrick Owomoyela.



Schiedsrichteransetzungen

Der 1. FC Nürnberg hat komfortable zehn Punkte Abstand auf die Abstiegsränge. Mit einem Heimsieg gegen den FC Schalke 04 könnte die Elf von Coach Michael Wiesinger einen großen Schritt in Richtung Klassenerhalt machen. Bei den Blau-Weißen hingegen war Coach Jens Keller unter der Woche mit Aufbauarbeit beschäftigt. Mit dem zweiten Derbysieg in dieser Saison im Rücken, vergeigten die Schalker das Achtelfinal-Rückspiel der Champions-League gegen Galatasaray Istanbul und verabschiedeten sich aus dem Wettbewerb.

Am kommenden Gegner schätzt Keller die mannschaftliche Geschlossenheit. "Der 1. FC Nürnberg steht kompakt, ist aggressiv und gerade durch sein schnelles Umschaltspiel immer wieder gefährlich", sagt der Chef-Trainer. "Uns erwartet ein hartes Stück Arbeit. Gerade die Abwehr des FCN steht sehr gut und lässt nur sehr wenig zu. Deshalb müssen wir unsere Chancen nutzen."

Das Hinspiel gewannen die "Knappen" mit 1:0. Beim Gast fallen Klaas-Jan Huntelaar (Innenbandteilriss im Knie), Lars Unnerstall, Ciprian Marica, Kyriakos Papadopoulos (alle Rückstand nach Knie-OP), Ibrahim Affelay (Muskelanriss) und Roman Neustädter (Schulterprellung) aus. Nürnberg muss auf Marco Gebhart (Leistenprobleme), Marcos Antonio (Reha), Adam Hlousek (Trainingsrückstand)


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Der Hamburger SV befindet sich nach dem Auswärtssieg in Stuttgart in der Vorwoche erstmal in dieser Saison auf den internationalen Plätzen wieder. Ganz andere Ziele hat man der weil beim FC Augsburg. Ziel bleibt der Relegationsrang, den die Bayern derzeit mit drei Punkten vor Hoffenheim verteidigen. Im Hinspiel siegten die Hanseaten in Augsburg mit 2:0.

"Wir fahren nach der Niederlage letzte Woche gegen Nürnberg mit Wut im Bauch nach Hamburg und wissen, dass wir dort auch in der Lage sind zu punkten", gibt sich FCA-Coach Markus Weinzierl kämpferisch und verweist auf die in diesem Jahr bereits gewonnenen Auswärtsspiele in Düsseldorf (3:2) und Bremen (1:0). Weinzierl ist sich bewusst, dass es für seine Mannschaft nicht leicht werden wird in Hamburg: "Wir wissen, dass 99% nicht reichen, wir müssen immer mehr geben und über uns hinauswachsen, um die erforderlichen Punkte einzufahren. Wir müssen den HSV daran hindern, sein Spiel zu machen, dann können wir von dort auch erfolgreich sein."

Verzichten muss Weinzierl bei diesem Unterfangen auf Torhüter Alex Manninger (Trainingsrückstand) und Ronny Philp, der an den Folgen Teilanrisses im Knie laboriert. Der Gastgeber muss auf Michael Mancienne (Aufbautraining), Ivo Ilicevic (Bauchmuskelfaserriss) und Zhi Gin Lam (Kniereizung) verzichten.



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In Hoffenheim wird weiterhin an den Klassenerhalt geglaubt. Mit 3:0 fertigte man in der Vorwoche Mitkonkurrent Greuther Fürth ab. "Jetzt stimmt die Einstellung. Wir sind auf dem richtigen Weg, obwohl das Ziel noch weit weg ist. Es wird nicht einfach", gibt der Ex-Mainer Eugen Polanski gegenüber bundesliga.de den Weg für die restliche Saison vor.

Das Hinspiel gewannen die Rheinhessen mit 3:0 ziemlich deutlich. In der Tabelle kratzt die Elf von Trainer Thomas Tuchel an den europäischen Plätzen und möchte dort solange wie möglich mitspielen, obwohl er sich in der Partie im Kraichgau nicht als Favorit sieht. "Wir sollten uns nicht den Rucksack aufladen, einen Sieg aufgrund der Tabellensituation als Pflicht anzusehen", so Tuchel.

Tuchel stehen Nico Bungert (Reha), Marco Caligiuri (Zerrung im Sprunggelenk), Junior Diaz (Muskelfaserriss), Radoslav Zabavnik (Gehirnerschütterung), Nikita Rukavytsya (Kiefer-OP) nicht zur Verfügung. Der Gastgeber muss auf Sebastian Rudy, Sead Salihovic (beide Aufbautraining), Chris (Riss der Syndesmose), Boris Vukcevic (Reha nach Autounfall), Grifo (Ödem am Fuß) und Tim Wiese (suspendiert) verzichten.



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Der SV Werder Bremen empfängt Tabellenschlusslicht Greuther Fürth. Die Hanseaten holten in den vergangenen vier Spielen lediglich einen Punkt und rutschten mittlerweile auf Rang 13 ab. Noch dramatischer ist die Situation in Fürth. Nach der 0:3-Niederlage in der Vorwoche gegen Hoffenheim will sich der Aufsteiger mit Anstand aus der Bundesliga verabschieden.

Der unter der Woche verpflichtete Trainer Frank Kramer: "Die Jungs sollen ihr letztes Hemd geben! Wir wollen nach der Partie in den Spiegel schauen und sagen: Wir haben alles getan, was wir konnten", sagte der 40-jährige. Zuletzt trainietre er die Amateure der TSG Hoffenheim und wird am Samstag erstmal auf der Trainerbank eines Bundesligisten sitzen.

Im Hinspiel trennten sich beide Klubs 1:1 unentschieden. Bei den Fürther fallen Johannes Geis (Muskelfaserriss), Zoltan Stieber (Schulter-OP), Michael Hefele (Mittelfußbruch), Djiby Fall (Innenbandanriss) und Sebastian Tyrala (Verdacht auf Kreuzbandriss) aus. Die Bremer müssen auf Clemens Fritz (Rippen- und Jochbeinburch), Joseph Akpahla (Innenbandriss) und Niklas Füllkrug (Knie-OP) verzichten.



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