Benfica, Twente, Eindhoven und Villarreal - klangvolle Gegner für die deutschen Clubs in der Zwischenrunde der Europa League. bundesliga.de über die vier Kontrahenten...

Berlins Gegner: Benfica Lissabon

Wie bereits in der Gruppenphase erwartet Hertha BSC ein Club aus Lissabon in der Runde der letzten 32 der Europa League: Nach Sporting (0:1/1:0) trifft Hertha auf Benfica Lissabon. Gegen den portugiesischen Rekordmeister (31 Titel) spielten die Berliner im vergangenen Jahr im UEFA-Cup, trennten sich am 23. Oktober 1:1. Beide Vereine schieden nach der Gruppenphase aus dem Wettbewerb aus. Die größte Zeit des 1904 gegründeten Traditionsvereins prägte Portugals Fußball-Idol Eusebio. Mit Eusebio holte Benfica 1961 und 1962 den Europapokal der Landesmeister. In der jüngsten Vergangenheit lief Benfica dem Ruhm der alten Zeiten hinterher, der letzte nationale Meistertitel datiert aus dem Jahr 2005. In der vergangenen Saison feierte der Klub jedoch den Gewinn des Ligapokals. Aktuell führt das Team vom portugiesischen Trainer Jorge Jesus nach 13 Spieltagen punktgleich mit Sporting Braga die Tabelle der SuperLiga an. Benfica trägt seine Heimspiele im Estadio da Luz (66.000 Plätze) aus, in dem das Endspiel der Europameisterschaft 2004 stattfand. Die bekanntesten Namen im aktuellen Kader finden sich im Angriff: Dort gehen der portugiesische Nationalspieler Nuno Gomes sowie Argentiniens Javier Saviola auf Torejagd.


Bremens Gegner: Twente Enschede

Der Star sitzt bei Werder Bremens nächstem Europa-League-Gegner FC Twente Enschede auf der Bank: Trainer Steve McClaren war immerhin schon Teammanager der englischen Nationalmannschaft und führte den FC Middlesbrough 2006 bis ins UEFA-Cup-Finale. Dennoch hat der 48-Jährige vor allem in seiner Heimat alles andere als einen guten Ruf. Nach der verpassten Qualifikation für die EURO 2008 wurde er als Nationaltrainer entlassen und von Fans sowie Medien gleichermaßen als "McClown" verspottet. In Twente wagte McClaren dann erfolgreich einen Neuanfang und führte die Mannschaft in der vergangenen Saison auf den zweiten Platz hinter Meister AZ Alkmaar. Zudem erreichte das Team das niederländische Pokalfinale, in dem man allerdings dem SC Heerenveen unterlag. Trotz der Abgänge von Leistungsträgern wie Marko Arnautovic (zu Inter Mailand), Edson Braafheid (zu Bayern München) oder Eljero Elia (zum Hamburger SV) konnten die Resultate der vergangenen Spielzeit in diesem Jahr noch gesteigert werden. Aktuell führt Twente die Ehrendivision ohne Niederlage an.


Hamburgs Gegner: PSV Eindhoven

Der 21 Malige Meister gehört mit den ewigen Rivalen Ajax Amsterdam und Feyenoord Rotterdam zu den "Großen Drei" im niederländischen Fußball. Der Klub brachte zahlreiche Weltstars wie Ruud Gullit Romario, Ronaldo und Ruud van Nistelrooy hervor. 1978 feierte der Verein mit dem Sieg im UEFA-Cup den größten Erfolg der Vereinsgeschichte. Er ist mit sechs Meistertiteln seit dem Jahr 2000 der überragende Klub dieses Jahrzehnts in den Niederlanden. Die vergangene Saison beendete der Verein allerdings nur auf dem vierten Platz. Der ehemalige HSV-Trainer Huub Stevens, der die Hanseaten im Sommer 2008 Richtung Eindhoven verlassen hatte, musste PSV deshalb im Januar 2009 wieder verlassen. Sein Nachfolger wurde zu Saisonbeginn Fred Rutten, der in der letzten Saison erfolglos Schalke 04 trainierte. Im Mittelfeld spielt in Orlando Engelaar ebenfalls ein ehemaliger Schalker. Der Nationalspieler musste sich allerdings in dieser Woche einer Operation an der Achillessehne unterziehen, soll aber nach der Winterpause wieder fit sein. Ein weiterer Star ist Mittelfeldspieler Ibrahim Affeley.


Wolfsburgs Gegner: FC Villarreal

Wolfsburgs nächster Europa-League-Gegner FC Villarreal befand sich zum Saisonstart seinem Spitznamen entsprechend auf Tauchstation. Erst am achten Spieltag der Primera Division gelang "El Submarino amarillo" (das gelbe U-Boot) der erste Sieg. Inzwischen hat man die Abstiegsränge zwar hinter sich gelassen, dümpelt aber weiterhin auf dem enttäuschenden zehnten Rang des Klassements vor sich hin. Trainer Ernesto Valverde, der vor der Saison den zu Real Madrid abgewanderten Manuel Pellegrini ersetzte, überstand den Sturm bisher dennoch schadlos. Pellegrini hatte die Messlatte für den Klub aus dem nur rund 50.000 Einwohner zählenden und rund 60 Kilometer nördlich von Valencia gelegenen Ort in den vergangenen Jahren allerdings auch hoch gelegt. So war man 2006 bis ins Halbfinale der Champions League vorgedrungen. Stars des Teams, das seine Heimspiele im 22.000 Zuschauer fassenden Stadion El Madrigal austrägt, sind der französische Routinier Robert Pires sowie die spanischen Europameister Santi Cazorla und Marcos Senna. Auch der Angriff ist mit Joseba Llorente, dem Brasilianer Nilmar und Giuseppe Rossi erstklassig besetzt. Der Trophäenschrank Villareals ist hingegen noch leer.

Es geht nach Holland, Spanien und Portugal