Mit seinem Schlenzer ins lange Eck vom linken Strafraumrand besiegelte Alexander Meier den 3:2-Sieg von Eintracht Frankfurt bei Borussia Dortmund. Es war der erste Triumph der Hessen beim BVB seit 1991 und bereits Meiers siebtes Saisontor.

Mit Sicherheit absolviert der Offensivallrounder der Eintracht eine seiner besten Spielzeiten in der Mainmetropole. Und mit Sicherheit spielt auch die Eintracht eine starke Spielzeit. Davon ist Meier im Gespräch mit bundesliga.de fest überzeugt.

Im Interview spricht der 27-Jährige über die turbulente Begegnung im Dortmunder Signal Iduna Park. Er blickt voraus auf das kommende Spiel gegen den SC Freiburg und verrät, was die Eintracht in dieser Saison noch erreichen kann.

bundesliga.de: Herr Meier, das war ein turbulentes Spiel beim BVB. Wie hat Frankfurt es geschafft, trotz des Rückstands und der Kulisse Ruhe zu bewahren?

Alexander Meier: Wir haben nach dem 1:2 einfach noch etwas mehr riskiert und sind dafür belohnt worden. Wir haben gespürt, dass der BVB Respekt vor uns hat und schlagbar ist. Nach dem Rückstand hatten wir zudem nichts mehr zu verlieren. Es hat einfach alles gepasst am Sonntagabend.

bundesliga.de: Am Ende war Ihr siebter Saisontreffer entscheidend für den Sieg der Eintracht. Hatten Sie nach dem Tor das Gefühl, die harte Nuss BVB sei geknackt?

Meier: Ich hatte das Gefühl, dass wir dieses Spiel jetzt nicht mehr verlieren werden. Dass uns der Sieg nicht mehr zu nehmen ist, wusste ich aber erst, als die Nachspielzeit vorbei war.

bundesliga.de: Es war der erste Frankfurter Sieg in Dortmund seit 1991. Wie viel Selbstvertrauen nehmen Sie und Frankfurt aus dieser Tatsache mit in die kommenden Wochen?

Meier: Unser Selbstvertrauen war schon vorher groß, denn wir haben bislang eine wirklich gute Saison gespielt. Klar ist aber auch, dass wir weiter hart arbeiten müssen und das nächste Spiel gegen Freiburg schon wieder ein ganz anderes sein wird. Das Selbstvertrauen hilft uns enorm, aber das alleine reicht nicht, um Bundesliga-Spiele gewinnen zu können. Dafür muss man arbeiten, hochkonzentriert zu Werke gehen und dazu braucht man immer auch ein Quäntchen Glück.

bundesliga.de: Der nächste Gegner ist der SC Freiburg. Die Breisgauer sind seit Ende November ohne Sieg. Das klingt nach einer einfachen Aufgabe?

Meier: Es gibt keine einfachen Aufgaben, denn in der Bundesliga kann in einem Spiel jeder gegen jeden gewinnen. Freiburg hat uns im Hinspiel gezeigt, was sie drauf haben. Wir werden sie keinesfalls unterschätzen.

bundesliga.de: Wie bereits angesprochen waren Sie in dieser Saison nun schon sieben Mal erfolgreich. Mit einem weiteren Treffer würden Sie eine persönliche Bundesliga-Bestmarke aufstellen. Ist das bei aller Mannschaftsdienlichkeit ein Ziel für Sie?

Meier: Tore sind schön für einen Offensivspieler, aber wie viele es am Ende sein werden ist mir egal. Hauptsache ist, dass wir als Mannschaft unser Saisonziel erreichen. Es wäre schön, wenn wir am Ende unter den ersten neun Clubs in der Tabelle landen könnten.

bundesliga.de: Sie sind seit 2004 bei der Eintracht, sozusagen ein "alter Adler". Sie haben gute und weniger gute Jahre in Frankfurt erlebt. Wie würden Sie den Verlauf der aktuellen Saison bislang bewerten?

Meier: Die Saison läuft richtig gut und ich würde sagen, dass es im Moment eine der besten ist, seit ich hier bin. Sie läuft auch für mich persönlich gut, denn ich bin bisher von Verletzungen verschont geblieben. Es macht im Moment einfach nur riesigen Spaß und ich hoffe, wir können dieses Level bis zum 34. Spieltag halten.

bundesliga.de: Frankfurt liegt fünf Punkte hinter einem internationalen Rang auf Platz 7. Was kann Eintracht Frankfurt in dieser Saison erreichen?

Meier: Wir wollen mindestens 46 Punkte holen. Mal sehen, zu welchem Platz das am Ende reichen wird.

Die Fragen stellte Sebastian Stolz