München - Der Countdown läuft: Am Mittwoch, 31. August, endet die Wechselperiode I um 18 Uhr. Die Spekulationen von Wolfsburg über Leverkusen bis nach Freiburg überschlagen sich in diesen Tagen. Aber welcher Spieler kommt noch und wer geht? Nur auf bundesliga.de erfahren Sie, welcher Wechsel auch endgültig in trockenen Tüchern ist.

Während sich Fans und Journalisten an immer neuen Namen erfreuen, vermeldet bundesliga.de einen Transfer nur dann, wenn er auch der Wahrheit entspricht. Wechselt ein Spieler tatsächlich, dann taucht sein Name auf einem ganz wichtigen Dokument auf: Der offiziellen Transferliste. Und die gibt es nur hier! Der letzte Zeitpunkt für einen Transfer ist grundsätzlich der 31. August 2011, 18 Uhr. Spätestens dann müssen die Vereine alle Unterlagen eingereicht haben.

Eine Ausnahme gibt es allerdings noch: Akteure, die seit dem 30. Juni bei keinem Club unter Vertrag standen, können sich auch nach Ablauf der Wechselperiode I noch einem neuen Verein anschließen.

Viel Papier, viel Aufwand

Wie genau funktioniert ein Transfer? Selbst hinter so einem schnell abgewickelten Transfer wie dem vom Neu-Wolfsburger Sotirios Kyrgiakos verbirgt sich eine Prozedur, die viel Papier und viel Verwaltungsaufwand erfordert. Die Transferliste des Ligaverbands ist während der gesamten Saison geöffnet und dient der Bekanntgabe von Clubwechseln.

Pro Spieljahr gibt es zwei Wechselperioden, die erste dauert vom Ende eines Spieljahres bis zum Ende des Tages am 31. August, das zweite Wechselfenster ist dann vom 1. Januar bis zum 31. Januar eines Kalenderjahres geöffnet. Bevor nach einem Clubwechsel die Spielerlaubnis erteilt werden kann, muss der Spieler auf der Transferliste erschienen sein. Dazu ist ein schriftlicher Antrag nötig, der sowohl vom Spieler als auch dem abgebenden Club gestellt werden muss.

Unterscheidung zwischen Amateur-, Vertrags- und Lizenzspielern

Die Transferliste wird von der DFL täglich von montags bis freitags aktualisiert und an jedem Wochentag auf bundesliga.de veröffentlicht. Damit einem Antrag stattgegeben wird, dürfen keine vertraglichen oder anderweitig rechtlichen Bindungen des Spielers an einen anderen Club bestehen. Sobald die Verträge beim Ligaverband vorliegen, wird der Spieler von der Transferliste gestrichen.

Doch selbst dann kann auch ein Slobodan Rajkovic, der vor wenigen Tagen vom FC Chelsea zum Hamburger SV gewechselt ist, nicht einfach auf den Platz laufen und verteidigen. Wichtig ist nämlich die Unterscheidung zwischen Amateur-, Vertrags- und Lizenzspielern. Die Lizenzspieler müssen zusätzlich zum schriftlichen Vertrag mit einem Proficlub einen Lizenzvertrag mit dem Ligaverband abgeschlossen haben.

Dieser regelt die Rechte und Pflichten des Lizenzspielers. Er erkennt damit die Satzungen genauso an wie das Ligastatut, die Ordnungen und Durchführungsbestimmungen des Ligaverbandes und des DFB. Amateurspieler dagegen beziehen kein Entgelt und bekommen nur nachgewiesene Auslagen wie Reise- oder Verpflegungskosten erstattet. Vertragsspieler verfügen über einen schriftlichen Kontrakt und werden monatlich mit mindestens 250 Euro vergütet. Außerdem müssen sich Vertragsspieler dazu verpflichten, steuer- und sozialversicherungsrechtliche Abgaben abzuführen.