Für den Hamburger SV geht es Schlag auf Schlag in diesen Tagen: Keine 41 Stunden nach dem Abpfiff der Europa-League-Partie gegen die PSV Eindhoven treten die "Rothosen" am Samstag in der HSH Nordbank Arena gegen Eintracht Frankfurt an (alle Spiele Sa., ab 15 Uhr im Live-Ticker/Liga-Radio!).

Doch was bei anderen Clubs schon mal zu Klagen wegen der hohen Belastung geführt hat, ist für die Hanseaten kein Problem. Sie reiten weiterhin auf der Euphoriewelle, die der Transfer von Superstar Ruud van Nistelrooy an der Elbe ausgelöst hat.

Van Nistelrooy vor Startelf-Debüt

Der Niederländer, vergangene Woche in Stuttgart zweifacher Torschütze und von den bundesliga.de-Usern mit großer Mehrheit zum "Spieler des Spieltags" gewählt, feierte gegen seinen Ex-Club Eindhoven sein Heim-Debüt. Er wurde derart frenetisch begrüßt, dass er später von "Gänsehaut" berichtete.

Wie wird es da erst sein, wenn "Van the Man" das erste Mal vor eigenem Publikum trifft? Diese Erfahrung würden er und der HSV natürlich gerne schon gegen Frankfurt machen, zumal es bei Coach Bruno Labbadia Überlegungen gibt, den Niederländer erstmals in die Startelf zu berufen.

Für die sind auch Zé Roberto und Jerome Boateng Kandidaten, da Kapitän David Jarolim aufgrund seiner Gelb-Sperre fehlt. Verbal gibt er trotzdem die Richtung vor: "Für uns geht es darum, unsere positive Serie fortzusetzen. Wir haben schon oft bewiesen, dass wir in zwei Tagen Spiele gewinnen können", erklärte Jarolim.

Schwegler vor der Rückkehr

Doch leicht machen wird es die Eintracht den Gastgebern auf keinen Fall. Die Frankfurter haben als Tabellensiebter nur zwei Zähler Rückstand auf einen Europa-League-Platz. Zuletzt siegte die Mannschaft von Trainer Michael Skibbe auswärts sogar bei Borussia Dortmund (3:2).

Halil Altintop, Torschütze zum 1:0-Arbeitssieg gegen den SC Freiburg am 22. Spieltag, ist sich sicher, "dass wir auch auswärts jedem Gegner Paroli bieten können." Vorstandsboss Heribert Bruchhagen dämpft aber allzu hoch fliegende Träume vom internationalen Geschäft. "In den nächsten Spielen wird sich zeigen, ob wir dem Druck standhalten", erklärte er. Nach dem Spiel in Hamburg müssen die Hessen in Stuttgart antreten, dann kommt der FC Schalke.

Coach Skibbe kann in Hamburg vielleicht schon wieder auf Stammkraft Pirmin Schwegler zurückgreifen. "Es sieht gut aus. Das Sprunggelenk macht keine größeren Probleme mehr. Er ist praktisch beschwerdefrei", sagte Skibbe über den Schweizer.

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Borussia Dortmund - Hannover 96

Ein Gutes hat die Partie zwischen Borussia Dortmund und Hannover 96 in jedem Fall: Die Negativserie eines Clubs wird mindestens reißen. Hannover hat die letzten sieben, Dortmund die letzten drei Spiele in Folge verloren. "Es ist für uns ein ganz wichtiges Spiel, um wieder in die Spur zurück zu finden", stellt BVB-Trainer Jürgen Klopp deshalb auch fest.

Bremen und Frankfurt sind in den vergangenen Wochen bis auf zwei Punkte an den Tabellenfünften herangerückt, deshalb müsse der BVB die "kämpferischen und spielerischen Fähigkeiten in der richtigen Reihenfolge auf den Platz bringen", fordert Klopp. Der kann sich über die Rückkehr von Torhüter Roman Weidenfeller freuen, dessen Wunde am Bein verheilt ist.

Balitsch wieder fit

Die 96er warten weiterhin auf das erste Erfolgserlebnis unter dem neuen Trainer Mirko Slomka. Der gibt im Interview mit bundesliga.de die Richtung vor: "Wir sind mitten im Abstiegskampf, da müssen alle engagiert und konzentriert bei der Sache sein. Leidenschaft und Kampf sind jetzt gefragt."

Da trifft es sich gut, dass Hanno Balitsch wieder gesund ist, einer der Leader des Teams. Auch Sofian Chahed könnte in die Startelf rutschen. Fehlen werden dagegen Arnold Bruggink, Valdet Rama und Karim Haggui.

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1. FC Köln - VfB Stuttgart

Zehn Jahre hat Zvonimir Soldo für den VfB Stuttgart die Fußballschuhe geschnürt. Und den vielen guten Erinnerungen, die er in der Schwabenmetropole gesammelt hat, konnte der Kroate, inzwischen Trainer des 1. FC Köln, am 6. Spieltag eine weitere hinzufügen. Ausgerechnet in der Mercedes-Benz-Arena feierte er im September seinen ersten Bundesliga-Sieg mit den "Geißböcken".

Eine weitere Premiere soll nun folgen, der erste Heimsieg der Kölner im Jahr 2010. Dafür muss bei den Kölner, deren Offensivschwäche der Hinrunde inzwischen Vergangenheit ist, aber die Abwehrarbeit wieder besser werden. "Die Abwehr war unsere große Stärke in der Vorrunde, jetzt haben wir uns offensiv verbessert aber machen defensiv zu viele individuelle Fehler", erklärt Soldo. Angesichts der nächsten Gegner (Stuttgart, Leverkusen, FC Bayern), sollten die Kölner diese Fehler schnell abstellen.

Fehlen wird Maniche, der einen Bluterguss im Oberschenkel hat.

Khedira fällt aus

VfB-Trainer Christian Gross wollte mit seinen Mannen trotz des 1:3 gegen den Hamburger SV - und damit dem Ende der Erfolgsserie unter seiner Leitung - nicht zu hart ins Gericht gehen. "Die Enttäuschung war natürlich groß direkt nach dem 1:3. Aber unter der Woche ist die Freude zurückgekehrt, und die Mannschaft ist hoch motiviert. Wir müssen einfach wieder mutig auftreten", fordert der Schweizer.

Allerdings muss Gross auf Sami Khedira (Oberschenkelreizung) verzichten. Für den Nationalspieler rückt Zdravko Kuzmanovic ins Team. Ob für den gelbgesperrten Ciprian Marica Cacau als zweiter Stürmer aufläuft, oder das System auf eine Sturmspitze (Pavel Pogrebnyak) zugeschnitten wird, ließ Gross noch offen.

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1. FSV Mainz 05 - VfL Bochum

Die tollen Tage sind in der Fastnachts-Hochburg Mainz zwar seit Mittwoch vorbei, ein herber Kater soll sich nach dem Spiel gegen den VfL Bochum aber trotzdem nicht einstellen. Die Mainzer wollen mit aller Macht ihre Serie verteidigen und zuhause weiter ungeschlagen bleiben.

Auch wenn derzeit spielerisch nicht alles rund läuft. "Momentan fehlt uns fußballerisch ein bisschen die Form. So was ist normal im Laufe einer Saison, so geht es auch den Top-Teams", beruhigt Trainer Thomas Tuchel. Grund zur Panik gibt es auch nicht, schließlich punktete der Aufsteiger weiter, auch ohne zu glänzen. Immerhin: Gegen den VfL haben die Mainzer eine perfekte Bundesliga-Bilanz (fünf Spiele, fünf Siege). Zudem könnten Jan Simak und Andreas Ivanschitz in die Startelf zurückkehren.

Tuchel warnt dennoch vor einem "sehr unangenehmen Gegner, der sich für keinen Meter zu schade ist und erst aufhören wird zu kämpfen, wenn der Schlusspfiff ertönt."

Bochum auswärts brandgefährlich

Für die Bochumer hat sich der Kampf in den letzten Monaten auch immer gelohnt: Nur eines seiner letzten zehn Bundesligaspiele verlor der VfL - und das gegen die überragenden Münchner Bayern. "Auswärts kann man mit uns rechnen", erklärt Trainer Heiko Herrlich angesichts von zuletzt drei Siegen und zwei Remis zuversichtlich: "Daran wollen wir anknüpfen."

Fehlen werden Herrlich beim Versuch, die "harte Nuss" Mainz mit dem brandgefährlichen Bochumer Konterspiel zu knacken, aber Milos Maric (Leistenprobleme) und Mimoun Azaouagh (Virus). Auch Stanislav Sestak (Rückenprobleme) war noch angeschlagen.

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1. FC Nürnberg - FC Bayern München

Eine ausführliche Vorschau zu dieser Partie finden Sie HIER

Matthias Becker