Köln - Seit Sommer 2012 wartet Bas Dost beim VfL Wolfsburg auf den Durchbruch. Nach einem zunächst guten Start wurde er immer wieder auf die Bank verbannt, das Verletzungspech tat sein Übriges.

In der Rückrunde könnte die Zeit für den Niederländer endlich gekommen sein, bundesliga.de verrät, wie die Chancen des Stürmers auf Einsatzzeiten stehen und wie er den Wölfen weiterhelfen kann.

Der ewig unterschätzte Torjäger

Mit Routinier Ivica Olic hatte Dost ohnehin schon einen starken Konkurrenten auf seiner Position - durch den Transfer von Nicklas Bendtner war er erst noch seltener gefragt und zudem immer wieder angeschlagen. Zumindest Bendtner sieht das Ganze aber positiv: "Wir haben drei gute Stürmer und einen gesunden Konkurrenzkampf, den wir brauchen, um voran zu kommen."

Im starken VfL-Kader blieb Dost daher eine Alternative, zeigte aber während seiner wenigen Einsatzzeiten seine Angreifer-Qualitäten. Am 14. Spieltag in Hannover erzielte er als Joker per Kopf das 2:1-Führungstor und am 17. Spieltag gegen Köln das wichtige zwischenzeitliche 1:1. Schon Ende Oktober war er im Pokal gegen Heidenheim an drei Toren beteiligt - ein Tor schoss er selbst, zwei weitere bereitete er vor. Und gegen Paderborn holte er in der Bundesliga einen Elfmeter heraus, den Perisic allerdings vergab - und zudem wurde ihm ein Tor aberkannt.

Seinen Torriecher stellte der 25-Jährige bereits in der niederländischen Ehrendivision unter Beweis. Dort wurde er mit 32 Treffern 2011/12 Torschützenkönig. Trotzdem: Diese Ausbeute reichte nicht einmal für den vorläufigen 37-Mann-Kader von Bert van Marwijk für die EM 2012. Insgesamt erzielte der mit 1,92 Metern groß gewachsene Stürmer in 73 Pflichtspielen für seinen Ex-Club Heerenveen 52 Tore. Ihm gelang im Dezember 2011 sogar das Kunststück, alle Tore zum 5:0 bei Excelsior Rotterdam zu erzielen.

Klassischer Strafraumstürmer

Besagten Torriecher ließen Olic und Bendtner oft vermissen in der Hinrunde. Olic kommt erst auf fünf Tore, Bendtner traf sogar nur einmal. 27 der Wolfsburger Tore gehen also auf das Konto  anderer Spieler. Das ist natürlich auch Trainer Dieter Hecking nicht entgangen, der Bas Dost in den letzten drei Spielen der Hinrunde in die Startelf beorderte.

Auch in der Vorbereitung empfahl sich der Spieler für weitere Einsätze. Im Testspiel gegen Ajax Cape Town schnürte er beim 4:1-Sieg gleich einen Doppelpack. Dabei ist Dost eher ein Mittelstürmer der "alten Schule" - à la Horst Hrubesch oder Dieter Hoeneß - als ein moderner, der sich ins Pressing einschaltet. Doch genau so einen könnte Wolfsburg nun gebrauchen - einen klassischen Angreifer mit überragenden Abschlussqualitäten.

Hinweis: In der Serie "Die Verbesserer" werden Spieler vorgestellt, die mit ihren Fähigkeiten ihre Mannschaft in der Rückrunde noch stärker machen oder entscheidend nach vorne bringen können.