Der deutsche Fußball richtet für seine Fans eine Informationsstelle Reisemanagement Fußball ein. Das ist ein Ergebnis der Regionalkonferenz 2015, zu der gestern und heute mehr als 400 Gäste auf Einladung von DFL und DFB in Frankfurt am Main zusammen kamen.

Bilanzierend wurde gemeinsam herausgearbeitet, dass Fan- und Zuschauerreisen ein elementarer Bestandteil der Fankultur in Deutschland sind. Ein zentrales Ziel der neuen Informationsstelle ist, in Zukunft im Netzwerk Fußball bestmögliche und reibungslose Reisebedingungen für alle zu gewährleisten. Finanziert wird die beim DFB angesiedelte Stelle zu gleichen Teilen von DFL und DFB.

Verantwortliche und Vertreter der Polizeien der Länder und des Bundes, der Clubs, Fanbeauftragte, Fanprojekte, Veranstaltungsleiter, Sicherheitsbeauftragte, unabhängige Fanvertreter, Mitarbeiter der Deutschen Bahn AG sowie Verantwortliche von DFL und DFB hatten zuvor über die bisherigen Ergebnisse der Regionalkonferenzen miteinander diskutiert. Die thematischen Schwerpunkte der von Thomas Schneider, Leiter Fanangelegenheiten der DFL, und Bülent Aksen, DFB-Hauptabteilung Prävention und Sicherheit, moderierten Veranstaltung bildeten die Themen Willkommenskultur, Dialog, Netzwerk und Fanreiseverkehr.

DFL-Geschäftsführer Christian Seifert eröffnete die diesjährige Regionalkonferenz: "Den Weg eines engagierten, durchaus kritischen, aber stets konstruktiven Austausches wie bei den Regionalkonferenzen werden wir fortsetzen. Vereine und Verbände leisten für das Gelingen von sicheren Fußballspielen bereits vielfältige Präventivarbeit. Dazu zählen Qualifizierungs- und Professionalisierungsmaßnahmen oder innovative Projekte wie das Förderprogramm PFiFF. Die Einrichtung der Informationsstelle Reisemanagement Fußball ist ein nächster Schritt."

Auch DFB-Generalsekretär Helmut Sandrock unterstrich die Bedeutung der Regionalkonferenzen: "Ich konnte mich hier davon überzeugen, dass dieser Dialog der Netzwerkpartner die Basis für die wichtige Zusammenarbeit bildet und damit die Voraussetzung für ein sicheres Fußballerlebnis darstellt."

Seit 2011 führt die DFL als Teil des Zehn-Punkte-Plans für mehr Sicherheit im Fußball Regionalkonferenzen durch, seit 2013 gemeinsam mit dem DFB. Seither wurden die Regionalkonferenzen auf die Clubs der 3. Liga ausgeweitet.


Insgesamt 520 Teilnehmer von Clubs, 455 von Polizei Bund und Ländern, 240 Fanprojekte und 50 Fanvertreter sowie 80 Verkehrsbetriebe und 110 externe Experten nahmen an den insgesamt 13 Regionalkonferenzen teil. Fan-Organisationen und Fan-Vertreter sind seit 2013 offiziell zu Regionalkonferenzen eingeladen.