Die Bundesligisten verstärkten ihre Kader mit Stars. bundesliga.de stellt die neuen Top-Spieler vor.

Vincent Kompany (Hamburger SV):
Mit dem 20 Jahre alten Innenverteidiger hat der Hamburger SV einen großen Coup gelandet. Der belgische Nationalspieler gilt in seiner Heimat als Jahrhunderttalent und ist seit Jahren auf den Wunschlisten vieler europäischer Top-Vereine. Kompany, dessen Eltern aus der Demokratischen Republik Kongo stammen, soll in Hamburg seinen Landsmann Daniel van Buyten ersetzen, der zum FC Bayern wechselte. Kompany ist mehr als ein adäquater Ersatz: bereits mit 17 Jahren debütierte er in der Profi-Mannschaft des RSC Anderlecht. Mit 18 folgte die Premiere im Trikot der Nationalelf. Nach Paul van Himst ist Kompany heute noch der jüngste Nationalelf-Debütant in der belgischen Fußball-Geschichte.

Diego (Werder Bremen):
In Mai 2004 holte der FC Porto die Champions League. Eine tolle Erfolgsstory mit Trainer Jose Mourinho (heute FC Chelsea) und vor allem mit Spielmacher Deco. Der Portugiese wechselte jedoch zum FC Barcelona - die Suche nach einem Nachfolger begann: In Porto entschieden sich die Verantwortlichen für einen jungen Mann vom FC Santos. Diego Ribas da Cunha sollte in Decos Fußstapfen treten. Es wurde ein Glücksfall: Mit Porto holte der Brasilianer die nationale Meisterschaft und entwickelte sich zur zentralen Figur von Trainer Co Adriaanse. "Diego verfügt über außergewöhnliche Fähigkeiten", sagt Werder-Manager Klaus Allofs über den 21-Jährigen. Auch Trainer Thomas Schaaf ist von seinem neuen Spielmacher und Nachfolger von Johan Micoud angetan: "Er ist ein toller Techniker, der starke Pässe spielt und auch selbst den Torabschluss sucht. Er bringt genau die Fähigkeiten mit, die wir in der Offensive benötigen. Neben dem brasilianischen Nationalspieler (14 Spiele) verstärkten die Bremer mit Pierre Wome (Inter Mailand) die Defensive und in Hugo Almeida (FC Porto) wurde eine wichtige Alternative für den Sturm verpflichtet.

Karim Haggui (Bayer Leverkusen):
Mit seinen 22 Jahren weist Karim Haggui schon einige Erfahrung vor. Der tunesische Nationalspieler spielte schon beim Afrika Cup 2004 und 2006. Auch bei der FIFA WM 2006 gehörte der Defensivspieler zum Stammpersonal Tunesiens und kam in allen drei Vorrundenspielen zum Einsatz. In den letzten beiden Spielzeiten stand Haggui bei Racing Strasbourg unter Vertrag und wurde mit dem Club französischer Pokalsieger. Nach dem Abstieg der Elsässer waren zahlreiche Vereine an Haggui interessiert. Das Rennen machte Leverkusen, wo er die Rückennummer (5) von Jens Nowotny bekam und mindestens eine ähnliche, tragende Rolle wie der Ex-Kapitän spielen soll.

Peter Løvenkrands (Schalke 04):
"Peter ist ein Linksfuß, pfeilschnell und mit Zug zum Tor. Durch seine Verpflichtung vergrößern wir unsere taktischen Möglichkeiten im Offensivspiel" - die Beschreibung von Schalke-Manager Andreas Müller macht Lust auf mehr. Das Objekt der Begierde ist Peter Løvenkrands. Der dänische Nationalspieler wechselte von den Glasgow Rangers nach Gelsenkirchen. Für den schottischen Rekordmeister erzielte der Stürmer 54 Tore in 180 Partien. Der 26-Jährige, der auch im dänischen Kader bei der EM 2004 und bei der WM 2002 stand, sorgte auch international immer wieder für Aufsehen. Zuletzt schoss er die Rangers ins Champions-League-Achtelfinale, als er beim 1:1 gegen Inter Mailand das entscheidende Tor zum Weiterkommen erzielte. Schon im Premiere-Ligapokal könnte die Erfolgsstory des Dänen weitergehen.

Fatih Demireli