München - Die Bundesliga-Tabelle ist unbestechlich und spricht eine eindeutige Sprache. Wer an der Tabellenspitze steht, hat automatisch die meisten Punkte geholt. Doch neben dem alles entscheidenden Punktekonto gibt es auch eine ganze Reihe weiterer interessanter Fakten, Bestwerte und Rekorde. Die bundesliga.de-Datenbank kennt sie.

Der FC Bayern München ist in dieser Saison momentan das Maß aller Dinge. Die Bayern halten die Werte der meisten Punkte (37, vor Dortmund und Schalke, je 34), der meisten erzielten Tore (43, vor Schalke 38 und Dortmund 35) und der wenigsten Gegentore (10, vor Mönchengladbach 11 und Dortmund 12).

Die Bayern haben auch die meisten "Dreier" eingefahren (12, vor Schalke 11 und Dortmund und Gladbach, je 10) und mit sechs Siegen in Folge die längsten Erfolgsserie vor dem BVB und der Borussia, die es auf je vier Siege gebracht haben.

HSV länger ungeschlagen als die Bayern

Am längsten ungeschlagen jedoch blieb und ist der Deutsche Meister Borussia Dortmund, der seit dem 6. Spieltag und inzwischen elf Partien unbezwungen ist. Danach folgt, man höre und staune, der Hamburger SV, der seit neun Spielen seit Punktekonto aufbesserte und seit Spielrunde Nummer 8 bis heute drei Mal gewann und sechs Mal unentschieden spielte. Damit kletterten die Hanseaten in der Tabelle von Platz 18 auf derzeit Rang 13. Nach Dortmund und Hamburg erst folgt der FC Bayern mit acht Spielen ohne Niederlage.

Hertha BSC und Hannover 96 sind die Remiskönige der Bundesliga mit jeweils acht Punkteteilungen, gefolgt von Hamburg und Kaiserslautern, die es auf je sieben Remis bringen. Die wenigsten Niederlagen kassierte bislang Borussia Dortmund (drei, vor Bayern, Gladbach und Hannover, je vier).

"Knappen" knipsen am effektivsten

Mit Abstand am meisten Spieler eingesetzt hat Wolfsburgs Trainer Felix Magath (30), vor Augsburgs Joos Lukukay (26). Nur mit 20 Spielern kamen Bayern München, Hannover 96 und Hertha BSC aus. Dabei stellen die Bayern elf verschiedene Torschützen, nach den zwölf Dortmunder Schützen der zweitbeste Wert. Spitze sind die Münchener bei den Jokertoren mit sieben Treffern vor den Bremern, denen fünf Tore durch eingewechselte Spieler gelangen.

Die Bayern sind zudem die besten Frühstarter (neun Tore in der Anfangsviertelstunde, vor Leverkusen und Mainz mit je fünf) und Spätzünder mit ebenfalls neun Buden, zusammen mit Werder Bremen. Auch die meisten Weitschusstore gehen auf das Konto des Herbstmeisters (sieben, vor Hoffenheim und Mönchengladbach mit je sechs).

Bei den Kopfballtreffern liegt Schalke mit neun Toren vorne vor Bremen, Wolfsburg und Mainz mit je sieben. Die "Knappen" sind auch die effektivsten Chancenverwerter der Bundesliga. Sie brauchen nur 1,71 Großchancen bis zum Torerfolg. Danach kommt der 1. FC Köln mit einem Wert von 1,75.

Tobias Gonscherowski