München - Nun stehen die Kader der 36 Profi-Clubs unwiderruflich fest. Seit Mittwoch (1. September) 0 Uhr ist die Wechselperiode I beendet, für die Vereine geht bis zum Winter nichts mehr. Kein Wunder, dass in dieser heißen Phase Gerücht um Gerücht in den Gazetten auftauchte. Aber nur auf bundesliga.de erfahren Sie, welches davon wirklich wahr ist - und warum Mesut Özil eigentlich noch gar kein Spieler von Real Madrid ist.

Während sich Fans und Journalisten an immer neuen Namen erfreuen, vermeldet bundesliga.de einen Transfer nur dann, wenn er auch der Wahrheit entspricht. Wechselt ein Spieler tatsächlich, dann taucht sein Name auf einem ganz wichtigen Dokument auf: Der offiziellen Transferliste. Und die gibt es nur hier! In dieser Transferperiode neu: Die Vereine mussten alle Unterlagen bis Dienstag (31. August), 18 Uhr, eingereicht haben.

Viel Papier, viel Aufwand

Denn selbst hinter so spektakulären Wechseln wie dem von Raul nach Schalke, hinter all der Begeisterung, den Toren und den berauschenden Spielen verbirgt sich eine Prozedur, die viel Papier und viel Verwaltungsaufwand erfordert. Die Transferliste des Ligaverbands ist während der gesamten Saison geöffnet und dient der Bekanntgabe von Clubwechseln. Pro Spieljahr gibt es zwei Wechselperioden, die erste dauert vom Ende eines Spieljahres bis zum Ende des Tages am 31. August, das zweite Wechselfenster ist dann vom 1. Januar bis zum 31. Januar eines Kalenderjahres geöffnet.

Bevor nach einem Clubwechsel die Spielerlaubnis erteilt werden kann, muss der Spieler auf der Transferliste erschienen sein. Dazu ist ein schriftlicher Antrag nötig, der sowohl vom Spieler als auch dem abgebenden Club gestellt werden muss.

Selbst van Nistelrooy kann nicht einfach Tore schießen

Die Transferliste wird von der DFL täglich von montags bis freitags aktualisiert und an jedem Wochentag auf bundesliga.de veröffentlicht. Damit einem Antrag stattgegeben wird, dürfen keine vertraglichen oder anderweitig rechtlichen Bindungen des Spielers an einen anderen Club bestehen. Sobald die Verträge beim Ligaverband vorliegen, wird der Spieler von der Transferliste gestrichen.

Selbst Weltstars wie Hamburgs Ruud van Nistelrooy können allerdings nicht einfach auf den Platz laufen und Tore schießen. Wichtig ist die Unterscheidung zwischen Amateur-, Vertrags- und Lizenzspielern. Die Lizenzspieler müssen zusätzlich zum schriftlichen Vertrag mit einem Proficlub einen Lizenzvertrag mit dem Ligaverband abgeschlossen haben. Dieser regelt die Rechte und Pflichten des Lizenzspielers. Er erkennt damit die Satzungen genauso an wie das Ligastatut, die Ordnungen und Durchführungsbestimmungen des Ligaverbandes und des DFB.

Amateurspieler dagegen beziehen kein Entgelt und bekommen nur nachgewiesene Auslagen wie Reise- oder Verpflegungskosten erstattet. Vertragsspieler verfügen über einen schriftlichen Kontrakt und werden monatlich mit mindestens 150 Euro vergütet. Außerdem müssen sich Vertragsspieler dazu verpflichten, steuer- und sozialversicherungsrechtliche Abgaben abzuführen.

Peter Seiffert / Sebastian Stolz