Torsten Frings und Clemens Fritz: Körpersprache statt Erklärungsversuche
Torsten Frings und Clemens Fritz: Körpersprache statt Erklärungsversuche
Bundesliga

Die Liga aus der Froschperspektive

Als Werder Bremen in der vergangenen Saison schlecht in Tritt kam, konnte man dies leicht nachvollziehbar mit der erheblichen Verletztenmisere begründen. Eine bittere Tatsache, aber für Thomas Schaaf und das Bremer Umfeld auf sympathische Weise nicht als Ausrede haltbar.

Was damals als Ausrutscher gelten sollte, scheint sich aber nun bei deutlich verbesserter Personalsituation zu wiederholen. Auch in dieser Saison stolpert Werder ins Rennen um die Deutsche Meisterschaft und weckt damit Erinnerungen an vergangene Tage. Spielzeiten, vor denen die Grün-Weißen noch nicht selbstverständlich als Titelaspirant gehandelt worden waren.

Wie damals

Vor gut einem Jahrzehnt wunderte sich niemand über einen bescheidenen Saisonstart der Hanseaten. Zu Beginn der Spielzeit 96/97 dümpelte Werder nach dem 3. Spieltag auf dem vorletzten Platz. Ein Jahr später leuchtete man vom ersten bis zum vierten Spieltag sogar den Tabellenkeller mit der Roten Laterne aus. In der Folgesaison präsentierte sich die Tabellensituation nur unwesentlich attraktiver.

17, 18, 18, 15, 12, 11, 13: die Platzierungen am 3. Spieltag zwischen 1996 und 2002. Erst danach erwarb sich Werder die Mitgliedschaft für den exklusiven Club der "Schalen-Jäger". Und plötzlich findet man sich in der aktuellen Tabelle nach 270 Minuten plus Nachspielzeit auf dem 13. Platz wieder.

Was läuft noch nicht rund, dass Werder so holprig in die Meisterschaftssaison startet?

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