Ze Roberto ist am Dienstag wieder in Hamburg gelandet. Der Mittelfeldspieler sprach direkt nach seiner Ankunft mit Trainer Bruno Labbadia.

Nach der rund einstündigen Unterhaltung im Kabinentrakt der HSH Nordbank Arena stand der Brasilianer im Interview mit hsv.de Rede und Antwort.

Frage: Zé, heute morgen Deine sehnlich erwartete Rückkehr in die Hansestadt. Wie fühlt es sich an, zurück in der neuen Heimat zu sein?

Ze Roberto: Ich freue mich sehr, wieder in Hamburg zu sein. Die letzten Tage und Wochen waren nicht einfach für mich, deshalb bin ich umso glücklicher, nun wieder zurück zu sein. Ich werde hart an mir arbeiten, um so schnell wie möglich wieder der Mannschaft helfen zu können.

Frage: Wie geht es denn dem Fuß?

Ze Roberto: Durch die lange Zeit im Gips habe ich sehr viel Muskelmasse verloren. Die Verletzung ist zwar inzwischen ausgeheilt, ich konnte aber in meiner Reha bislang noch nicht wieder laufen gehen. Dementsprechend habe ich einige Rückstände, die es nun gilt, auszuholen. Dabei muss der Fokus primär auf der Wade liegen, erst dann kann ich weitere Schritte planen.

Frage: Einen Zeitpunkt für Dein Comeback zu definieren dürfte entsprechend schwer sein…

Ze Roberto: Nicht nur schwer, sondern zu diesem Zeitpunkt sogar unmöglich. Wenn es nach mir ginge, würde ich am liebsten am Samstag schon wieder auflaufen. Ich habe aber gelernt, die Zeichen meines Körpers zu respektieren und ihm die nötige Zeit zu geben, die er braucht. Ich werde weiter hart an mir arbeiten, um so schnell wie möglich wieder zurückzukehren.

Frage: Und persönlich? Wie steht es da um Dein Wohlbefinden? Konntest Du die familiären Probleme ausräumen?

Ze Roberto: In den letzten Tagen war ich psychologisch schon noch ein wenig angeschlagen, durch meine Rückkehr nach Hamburg aber fühle ich mich wieder deutlich besser. Bezogen auf meinen Fuß habe ich die schlimmste Phase mit der Ungewissheit direkt nach der Operation hinter mir und schaue nun nur nach vorne, gebe Gas.

Frage: Während Deines Aufenthaltes in Brasilien hast Du konsequent Dein Rehaprogramm verfolgt. Was genau konntest Du dort schon machen?

Ze Roberto: Ich habe sehr viel im Kraftraum gearbeitet, habe kardiologische Übungen gemacht. Ich saß viel auf dem Rad. Alles andere jedoch brauchte Aufschub, da ich zuerst die zurückgegangene Muskulatur in der Wade wiedergewinnen muss.

Frage: Bruno Labbadia kündigte in Belek eine Geldstrafe an - akzeptierst Du diese Entscheidung des Trainers?

Ze Roberto: Ich habe heute ein langes und klärendes Gespräch mit dem Trainer gehabt. Außer der Geldstrafe wird es keine weiteren Sanktionen geben, wir wollen uns nun komplett auf meine Reintegration fokussieren. Das Geld bezahle ich selbstverständlich, hoffe jedoch, dass die Strafe nicht zu hoch ausfällt.