Gabor Kiraly, von 1997 bis 2004 Stammkeeper bei Hertha BSC, feiert nach seinem Wechsel zu Bayer Leverkusen am Samstag ein Wiedersehen mit seinen alten Kollegen aus Berlin. Vor dem Bundesliga-Spitzenduell sprach herthabsc.de mit dem sympathischen Ungar.

Frage: Weil der etatmäßige Reservetorhüter Benedikt Fernandez nach Meniskus-OP mindestens zwei Monate ausfällt, wurden Sie zunächst für ein halbes Jahr vom englischen Zweitligisten FC Burnley ausgeliehen. Mit welchen Ambitionen sind Sie nach Leverkusen gewechselt?

Gabor Kiraly: Ich wollte eigentlich schon letztes Jahr in die Bundesliga zurückkommen. Die Zeit läuft immer weiter und ich bin ja schließlich nicht mehr 21 sondern werde im nächsten Monat 33 Jahre alt. Ich habe jetzt in England 144 Spiele bestritten und mein Ziel war es, nochmal bei einem großen Bundesliga-Verein wie Bayer Leverkusen zu spielen.

Frage: Am Samstag kommt es zum Duell mit ihrem ehemaligen Verein Hertha BSC. Dort waren sie einst der Publikumsliebling schlechthin und ihre graue Schlabberhose wird in Berlin niemand so schnell mehr vergessen. Wie sehr freuen Sie sich darauf, wieder ins Olympiastadion zurückzukehren?

Kiraly: Ich bin so nervös, ich konnte gestern gar nicht schlafen! Es ist ein extrem komisches Gefühl für mich, Hertha hat mein Leben geprägt, sowas kann man einfach nicht vergessen. Aber wenn ich für Leverkusen auflaufe, dann werde ich für den Verein und die Fans dieses halbe Jahr alles für Bayer geben.

Frage: Haben Sie noch alte Freundschaften in Berlin, gibt es noch Kontakt zu Hertha-Spielern?

Kiraly: Na klar! Besonders freue ich mich am Wochenende auf ein Wiedersehen mit Dieter Hoeneß, dessen große Verdienste nun endlich mit der Schale gekrönt werden können, und auf Christian Fiedler. Er hat es sich so hart verdient, mit seinem Heimatverein endlich einen Titel zu holen! Genauso freue ich mich für Pal Dardai, dass er als ungarischer Nationalspieler mit Hertha große Erfolge feiern kann, und natürlich für die Hertha-Fans. Oft telefoniere ich auch mit den Torwarttrainern Enver Maric und Nello di Martino. Bis jetzt verfolge ich jeden Tag, was in Berlin und bei Hertha so passiert, lese jeden Tag Berliner Zeitungen.