Die Gruppenphase der Weltmeisterschaft 2010 geht in die entscheidende dritte Runde. 14 der 16 Plätze für die K.o.-Runde sind noch zu vergeben. bundesliga.de bewertet die Leistungen der besten 16 Teilnehmer im Power Ranking.

Platz (vorher)

Nation

Bewertung

Letztes Spiel

1. (2.)

 

Auf 103 Ballkontakte zum Auftakt gegen Nigeria folgten 97 Ballberührungen für Lionel Messi im zweiten Spiel der Argentinier. Tore schießen braucht er nicht, solange Gonzalo Higuain (3 Tore) knipst. Die "Gauchos" hatten 62 Prozent Ballbesitz und gewannen 63 Prozent der Luftduelle.

4:1 vs. Südkorea

2. (3.)

 

12 Torschüsse sind für Brasilien verhältnismäßig wenig. Dennoch stimmt die Effektivität. Dazu kamen gegen die Elfenbeinküste fast 62 Prozent Ballbesitz, 57 Prozent gewonnener Zweikämpfe und eine Abwehr, die nur 8 Schüsse erlaubte. Vor allem Lucio überzeugte (75 Prozent Zweikampfquote). Einzig Kakas Platzverweis tat weh.

3:1 vs. Elfenbeinküste

3. (5.)

 

Auch im zweiten Spiel traten die Niederländer ungewohnt "deutsch" auf. Sie hatten erneut fast 66 Prozent Ballbesitz. Jedoch gingen die Zweikampfwerte im Vergleich zum Dänemark-Spiel von 60 auf 49 Prozent zurück. Der einzige von 10 Schüssen aufs Tor, der rein ging, war einem Torwartfehler zu verdanken.

1:0 vs. Japan

4. (8.)

 

Das 7:0 gegen Nordkorea war Portugals höchster WM-Sieg der Geschichte. 29 Torschüsse und 58 Prozent Ballbesitz sprechen eine deutliche Sprache. Selbst Cristiano Ronaldo beendete seine 16-monatige Durststrecke und traf. Noch besser: Alle 39 Pässe des Madrid-Stars fanden einen Abnehmer im Team.

7:0 vs. Nordkorea

5. (1.)

 

Trotz mehr als 50-minütiger Unterzahl hatte Deutschland fast 58 Prozent Ballbesitz gegen Serbien und sechs Torschüsse mehr (16) als der Gegner. Es haperte jedoch an der Chancenverwertung (u.a. verschossener Elfmeter) und am Zweikampfverhalten (nur 44 Prozent gewonnener Duelle).

0:1 vs. Serbien

6. (4.)

 

Europameister Spanien erledigte die Pflichtaufgabe souverän, ließ aber zu viele Chancen ungenutzt (23 Torschüsse). Mehr als 63 Prozent Ballbesitz und 62 Prozent gewonnene Zweikämpfe sind gegen Honduras zu erwarten gewesen. Eine ungeahndete Tätlichkeit von Doppeltorschütze David Villa könnte noch ein Nachspiel haben.

2:0 vs. Honduras

7. (11.)

 

Paraguay spielte offensiver gegen die Slowakei (11 Torschüsse) als gegen Italien (ein Schuss). Die Südamerikaner ließen gar nur sechs Torschüsse zu (10 gegen Italien) und gewannen 60 Prozent der Luftduelle. Vor allem die Hereinnahme von Roque Santa Cruz zeigte Früchte (61 Ballkontakte).

2:0 vs. Slowakei

8. (12.)

 

Chile spielte erneut mutig drauf los und kam zu 19 Torschüssen (22 gegen Honduras). Zudem hatten die Südamerikaner fast 69 Prozent Ballbesitz gegen die Schweiz. Die Chancenverwertung aber allerdings erneut nicht stark. Dabei spielte man fast eine Stunde lang in Überzahl.

1:0 vs. Schweiz

9. (14.)

 

Ghana traf bislang nur vom Elfmeterpunkt. Selbst eine 65-minütige Überzahl reichte nicht zum "Dreier" gegen Australien. Dabei schossen die "Black Stars" 24 Mal aufs Tor - allein acht Mal probierte es Asamoah Gyan (ein Tor). Auffällig war die Schwäche im Luftkampf: Ghana gewann nur 18 Prozent der Luftduelle.

1:1 vs. Australien

10.(-)

 

Die einst als "Treter" verschrienen Uruguayer spielten bislang diszipliniert und clever. Gegen den Gastgeber hatten sie 19 Torschüsse (7 gegen Frankreich). Diego Forlan allein schoss fünf Mal und traf doppelt. Da stört es wenig, dass die "Urus" in beiden Partien weniger als 45 Prozent Ballbesitz hatten.

3:0 vs. Südafrika

11.(-)

 

Wie schon gegen Südafrika trat Mexiko auch gegen Frankreich geordnet an. Vor allem die Defensive glänzte. Sie ließ nur eine von 24 Flanken der "Grande Nation" zu. Der Angriff war effektiv: zwei Treffer bei 11 Schüssen. Jedoch mangelt es den Mexikanern an einem echten "Knipser".

2:0 vs. Frankreich

12. (15.)

 

Die Slowenen sind enorm effektiv. Nach sieben Schüssen gegen Algerien, gaben sie gegen die USA acht Schüsse ab - und trafen zwei Mal. Allerdings verschenkten sie eine 2:0-Führung und beinahe den Sieg. Auch an der Zweikampfstärke müssen die "kleinen Drachen" noch arbeiten (46 Prozent gesamt, 32 Prozent in der Luft).

2:2 vs. USA

13.(-)

 

Die Serben standen tief und gewannen 56 Prozent der Zweikämpfe gegen Deutschland. Allerdings präsentierten sie sich trotz Überzahl öfter als erwartet anfällig für Torschüsse (16). Überragend war die Flankenquote: 55 Prozent kamen beim Mitspieler an (6 von 11). Die Deutschen waren nur bei zwei von 23 Versuchen erfolgreich.

1:0 vs. Deutschland

14. (10.)

 

Eine Stunde spielte die Schweiz gegen Chile in Unterzahl. Ottmar Hitzfelds offensive Taktik ging daher baden. Die Eidgenossen hatten nur 5 Torschüsse, ließen aber 19 zu. Nur 40 Prozent der Zweikämpfe wurden gewonnen. Diego Benaglio war erneut großer Rückhalt (64 Ballkontakte - Topwert des Teams; 5 gehaltene Bälle).

0:1 vs. Chile

15.(-)

 

Die USA zeigte Moral und holte auch im zweiten Spiel gegen Slowenien einen Rückstand auf. Die Amerikaner sind bislang sehr zweikampfstark (56 Prozent gegen England, 54 Prozent gegen Slowenien). Auch in punkto Ballbesitz legten die US-Boys zu (52 Prozent nach zuvor 43,5 Prozent). Was fehlt, ist ein Stürmertor.

2:2 vs. Slowenien

16. (6.)

 

Italiens Bild gegen die "Kiwis" glich dem aus dem ersten Spiel. Nur 7 von 44 Flanken fanden einen Abnehmer. Andrea Pirlo wurde trotz 70 Prozent Ballbesitz wieder schmerzlich vermisst. Buffon-Ersatz Federico Marchetti bekam nur drei Schüsse aufs Tor und musste dennoch ein Mal hinter sich greifen.

1:1 vs. Neuseeland