München - Leverkusen rehabiliert sich gegen Hoffenheim für die Klatsche bei den Bayern, die aus Frankfurt nur einen Punkt mitnehmen. Der BVB stolpert in Gladbach. Und Wolfsburg schöpft durch einen deutlichen Sieg gegen Köln neue Hoffnung. bundesliga.de hat die Stimmen zum 31. Spieltag.

1. FC Nürnberg - 1. FSV Mainz 05 0:0

Dieter Hecking (1. FC Nürnberg): Das 0:0 ist zwar ärgerlich für uns, aber wir müssen uns an die eigene Nase fassen: Wir haben uns zu viele Fehler bei den Passspiel erlaubt, so dass wir nicht den notwendigen Druck aufbauen konnten und Mainz uns vom Tor weghalten konnte. Wir werden aber weiter um den 5. Platz kämpfen. Jetzt spielen auch die Nerven eine Rolle, aber wir können ohne Druck aufspielen. Und im Fußball ist alles möglich, auch dass wir bei Borussia Dortmund etwas machen.

Thomas Tuchel (1. FSV Mainz 05): Wir wollten grundsätzlich punkten und zu Null spielen - beides haben wir bekommen. Wir hatten zwar auch die Qualität und das Potenzial zu gewinnen, und es lag auch immer mehr ein 1:0 für uns über dem Spiel, aber wir können mit dem Unentschieden leben. Uns war klar, dass es unser erster Matchball war, um Nürnberg endgültig auf Distanz zu halten, aber man muss nicht jeden ersten Matchball nutzen, um am Ende das Match zu gewinnen.


VfL Wolfsburg - 1. FC Köln 4:1 (2:1)

Trainer Felix Magath (VfL Wolfsburg): Die Erleichterung ist riesig. Ich hoffe, dass uns dieses Ergebnis Sicherheit für die restlichen Spiele gibt. Wir haben heute die richtige Einstellung gezeigt, von Anfang gekämpft und sind deswegen auch erfolgreich gewesen.

Trainer Frank Schaefer (1. FC Köln): Ich kann meiner Mannschaft das Bemühen nicht absprechen, wir hatten Spielanteile und auch Chancen. Leider bekommen wir auswärts weiter zu einfach Gegentore, so kannst du auswärts nichts holen. Wir dürfen jetzt aber nicht die Nerven verlieren. Wir haben noch drei schwere Spiele, davon aber noch zwei Heimspiele. Wir haben es selbst in der Hand.


Borussia Mönchengladbach - Borussia Dortmund 1:0 (1:0)

Trainer Lucien Favre (Borussia Mönchengladbach): Wir haben in der ersten Halbzeit sehr gut gespielt. Es war sehr wichtig, gegen Dortmund in Führung zu gehen. Dortmund hat in der zweiten Halbzeit sehr viel Druck gemacht, da war es sehr schwierig für uns. Die Hoffnung auf den Klassenerhalt ist da.

Trainer Jürgen Klopp (Borussia Dortmund): Gladbach hat uns in der ersten Halbzeit das Leben relativ schwer gemacht, da haben wir Gladbach in die Karten gespielt. In der zweiten Halbzeit haben wir es richtig gut gemacht, da hätten wir uns ein oder zwei Tore verdient.


Eintracht Frankfurt - FC Bayern München 1:1 (0:0)

Trainer Christoph Daum (Eintracht Frankfurt): Für uns ist das Ergebnis eine ganz große Enttäuschung. Wir hatten Torchancen, bei denen der gegnerische Torhüter nicht mehr hätte eingreifen können. Da hätten wir den Sack zu machen müssen. Dennoch muss ich meiner Mannschaft ein großes Lob zollen, denn was sie heute in die Waagschale geworfen hat, verdient allerhöchste Anerkennung. Ich bin mir sicher, dass wir die fehlenden Punkte für den Klassenerhalt noch holen werden.

Trainer Andries Jonker (FC Bayern München): Wir sind sehr enttäuscht. In dieser Situation müssen wir einfach gewinnen, und wenn du zu einem Abstiegskandidaten wie Frankfurt reist, dann musst du einfach die drei Punkte holen. Wir haben die Eintracht zwar in den letzten 20 Minuten an die Wand gespielt und das 1:1 erzwungen, insgesamt hatten wir aber kein Recht auf drei Punkte.


Bayer 04 Leverkusen - 1899 Hoffenheim 2:1 (1:1)

Co-Trainer Peter Hermann (Bayer Leverkusen): Das war eine schwere Woche für uns. Das Spiel bei den Bayern hat uns noch in den Klamotten gesteckt, zudem war der Trainer in dieser Woche krank, was auch nicht so gut war. In der ersten Halbzeit haben wir uns sehr schwer getan, aufgrund unserer Chancen in der zweiten Hälfte haben wir dann aber verdient gewonnen.

Trainer Marco Pezzaiuoli (1899 Hoffenheim): Wir haben gegen die beste Mannschaft der Rückrunde gespielt, und jeder im Stadion konnte sehen, dass wir gut vorbereitet waren. Nach unserer Führung hätten wir den Deckel auf den Topf machen müssen, haben aber leider nur den Pfosten getroffen.


FC Schalke 04 - 1. FC Kaiserslautern 0:1 (0:1)

Trainer Ralf Rangnick (FC Schalke 04): Wir hätten gerne gewonnen, aber wir haben im Gegensatz zu Lakic unsere Chancen nicht genutzt. Insgesamt war es trotzdem in Ordnung, da die Mannschaft in dieser Zusammensetzung noch nie gespielt hat.

Trainer Marco Kurz (1. FC Kaiserslautern): Das Spiel war von Beginn an sehr flott. In der zweiten Halbzeit haben wir mit Leidenschaft gespielt und auch Glück gehabt, obwohl wir es im Mittelfeld nicht so gemacht haben, wie ich es mir vorgestellt habe. Mit der Leidenschaft kann man sich so einen Sieg auch einmal erarbeiten.


VfB Stuttgart - Hamburger SV 3:0 (1:0)

Trainer Bruno Labbadia (VfB Stuttgart): Wir sind eine enorm wichtige Stufe gegangen. Die Art und Weise vor allem der ersten 25 Minuten war beeindruckend. Die Mannschaft hat sehr geschlossen gearbeitet und stellenweise sehr guten Fußball gespielt. Sie ist ein Stück zusammengewachsen, und sie weiß jetzt, dass sie nur geschlossen Erfolg haben wird. Jetzt haben wir noch eine Stufe zu nehmen, und wir werden alles tun, dass das gelingt.

Trainer Michael Oenning (Hamburger SV): Wir haben es nicht geschafft, ins Spiel hineinzufinden, geschweige denn so mitzuspielen, dass wir erfolgreich sein können. Ich bin sehr enttäuscht von der Gesamtleistung, weil wir uns noch einiges vorgenommen haben und es ein sehr wichtiges Spiel für uns als Mannschaft war. Aber es hat nicht funktioniert, weil wir das nicht begriffen haben. Der Weg nach Europa ist zu Ende.


FC St. Pauli - SV Werder Bremen 1:3 (1:0)

Holger Stanislawski (FC St. Pauli): In diesem Spiel war von unserer Seite ein absoluter Qualitätsmangel zu erkennen. In der ersten Halbzeit haben wir noch vernünftig gespielt, dann aber nahezu alles vermissen lassen. Wir haben unser Selbstvertrauen verloren und gefühlt 100 Prozent unser Zweikämpfe dazu.

Thomas Schaaf (SV Werder Bremen): Wir haben drei Punkte geholt, aber das Rennen geht weiter. Es war ganz wichtig, dass wir in der zweiten Halbzeit vieles verändert haben. Wir haben den Gegner mehr ans Laufen gebracht und sind dadurch richtig ins Spiel gekommen.


SC Freiburg - Hannover 96 1:3 (0:2)

Trainer Robin Dutt (SC Freiburg): Wir hatten eine schlechte Passqualität. Hannover hatte eine gute Kontertaktik und war eiskalt im Abschluss. Das haben sie sehr gut gemacht.

Trainer Mirko Slomka (Hannover 96): Wir haben in der ersten Halbzeit fast perfekt gespielt. In der zweiten Halbzeit haben wir kämpferisch überzeugt. Das Gegentor hat uns noch etwas in Bedrängnis gebracht.