Nach dem 1:1 gegen Bielefeld hat sich Gladbachs Situation im Abstiegskampf verschlechtert. borussia.de sprach mit Vizepräsident Rainer Bonhof über die aktuelle Lage.

Frage: Herr Bonhof, wie groß war nach Schlusspfiff die Enttäuschung darüber, dass Borussia wieder die Chance verpasst hat, gegen einen direkten Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt zu gewinnen und mit drei Punkten auf Platz 15 zu springen?

Rainer Bonhof: Wir waren natürlich alle sehr enttäuscht und das hält auch noch an. Mit dem frühen 1:0 im Rücken hatte ich gehofft, dass die Mannschaft Ruhe und Selbstsicherheit bekommt. Davon war aber leider nach dem Ausgleich nicht mehr viel zu spüren. Im Gegenteil: Hans Meyer stand an der Seite und hat die Mannschaft aufgefordert, weiter vorne draufzugehen und sich nicht so weit nach hinten fallen zu lassen. Er hat gefordert, dass mehr Fußball mit Ruhe und mit Köpfchen gespielt wird. Aber die Jungs haben das schlecht umgesetzt.

Frage: Woran liegt es? Dass die Mannschaft Fußball spielen kann, hat man doch bei den Siegen gegen Hamburg und in Köln gesehen. Warum läuft es seitdem nicht mehr?

Bonhof: Nicht jedes Spiel und nicht jeder Spieler sind gleich, deshalb gibt es sicher viele verschiedene Gründe. Es gibt Spieler, bei denen spielen die Nerven eine Rolle. Andere machen sich vielleicht Gedanken um Dinge, die im Moment hier nicht reingehören und von denen sie sich beeinflussen lassen. In einem Punkt bin ich mir aber sicher: Den Willen kann man der Mannschaft nicht absprechen. Die Jungs haben auch gestern alles versucht, sind dabei aber leider verkrampft.