Die Meinung kommt aus berufenem Munde. "Union kann sich berechtigte Hoffnungen machen, gegen Werder Bremen die Pokalsensation zu schaffen", sagte Schalke-Trainer Felix Magath nach der 1:2-Niederlage seines Teams im Test gegen den Zweitliga-Aufsteiger.

Dabei bräuchten die "Eisernen" keinen Zuspruch des Meistertrainers, denn an Selbstvertrauen mangelt es dem Club vor dem Pokal-Hit gegen den Titelverteidiger am Sonntag (ab 14:15 im Live-Ticker) nicht.

Mosquera will Werder ärgern

"Die Wände werden wackeln und alles ist möglich. Wir sind stark genug für eine Sensation", sagte Kapitän Marco Gebhardt. Auch Trainer Uwe Neuhaus will die Aufstiegseuphorie nach der souveränen Meisterschaft in der Dritten Liga ins erste Pflichtspiel der neuen Saison retten: "Wir sind nicht chancenlos, aber uns dürfen kaum Fehler unterlaufen. Die werden noch gnadenloser bestraft als in der 2. Bundesliga."

Besonders heiß ist Neuzugang John Jairo Mosquera, den die Hauptstädter für zwei Jahre von den Hanseaten ausgeliehen haben. "Natürlich ist es ein besonderes Spiel, denn Werder ist ja auch noch irgendwie mein Klub", so der Kolumbianer, der die "Grün-Weißen" dennoch ärgern will: "Es wäre das Größte, wenn ich am Sonntag gegen Tim Wiese ein Tor machen könnte. Mit den Fans im Rücken können wir an einem guten Tag alles erreichen."

Volles Haus an der "Alten Försterei"

Der vielleicht stärkste "Neuzugang" des Pokalfinalisten von 2001 ist nämlich kein Spieler, sondern das zum Großteil von den Anhängern renovierte Stadion "Alte Fösterei", wo die Bremer vor 18.955 Zuschauern ein heißer Tanz erwartet.

"Dort herrscht eine ganz besondere Stimmung", warnte Chefcoach Thomas Schaaf. Trotzdem soll die Reise in die Hauptstadt nicht die letzte in dieser Pokal-Saison für Werder sein: "Wir fahren schon mal in die richtige Stadt, aber bis zum Finale liegen noch einige Termine dazwischen."

Union nimmt Außenseiterrolle an

Beim den Gästen müssen Markus Rosenberg (Knieverletzung) und Daniel Jensen (Achillessehnenprobleme) passen. In der Startelf werden höchstwahrscheinlich die Neuzugänge Marko Marin und Tim Borowski zum Zuge kommen. Manager Klaus Allofs forderte: "Bei allem Respekt vor dem Gegner: wir sind die bessere Mannschaft. Wenn wir die Dinge richtig angehen, dann werden wir uns auch durchsetzen."

Unions Sportdirektor Christian Beeck ist angesichts des personell besser besetzten Werder-Kaders bemüht, die Erwartungshaltung im aufgeregten Berliner Umfeld zu dämpfen: "Auf dem Papier sind wir krasser Außenseiter und Bremen der haushohe Favorit." Doch bekanntlich folgt der Pokal oftmals anderen Gesetzen.



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