München - Fast alle Testsspiele sind erledigt, die ersten Pflichtaufgaben im Pokal mehr oder weniger erfolgreich absolviert. Der Countdown zum Saisonstart läuft. Am Freitagabend geht es endlich wieder los. Vorher schaut bundesliga.de nochmal ganz genau hin, welche Teams bereits in Form sind, wer am Feinschliff arbeiten muss und bei wem noch Luft nach oben besteht. Teil 3: Steigerungsbedarf.

Formcheck Teil 1: Top in Form
Formcheck Teil 2: Ordentlich in Form

Der FC Augsburg gestaltete die Vorbereitung zu seiner ersten Bundesliga-Saison über weite Strecken erfolgreich, ging den ganz großen Testpielgegnern aber auch aus dem Weg. Im DFB-Pokal hatte der Aufsteiger mit dem Zweitliga-Absteiger Rot-Weiß Oberhausen dann schon einige Probleme und erreichte erst nach Verlängerung (2:1) die 2. Hauptrunde. Wo das um sechs Neuzugänge ergänzte Team von Trainer Jos Luhuay wirklich steht, wird sich daher wohl erst nach einigen Spieltagen zeigen.

Der SC Freiburg verlor nur eines von neun Testspielen - das aber ausgerechnet gegen Werder Bremen (3:4), das den Breisgauern als Liga-Rivale am ehesten als Maßstab für die eigene Leistungsstärke gelten muss. Die Mannschaft ist ansonsten eigentlich gut eingespielt, denn außer Verteidiger Ömer Toprak wurden alle Stammspieler gehalten. Dennoch ließ man beim Aus im DFB-Pokal bei der SpVgg Unterhaching die Durchschlagskraft und besonders die Stabilität vermissen, so dass man nach eigener Führung einbrach.

Hertha BSC gewann nur drei von acht Testspielen und kassierte dabei 15 Gegentreffer - die Defensive wirkt mitunter anfällig. Die erste Pflichtaufgabe zum Pokalauftakt wurde zwar erfolgreich gelöst, durch ein ungefährdetes 4:0 beim Regionalligisten ZFC Meuselwitz schafften die Hauptstädter das Weiterkommen. Dennoch verlangte Chefcoach Markus Babbel im Gespräch mit bundesliga.de eine klare Steigerung, da in der Bundesliga ein "anderer Wind" wehe: "Insofern muss jeder noch draufsatteln, damit wir da bestehen können."

Der 1. FSV Mainz 05 hat im Sommer drei Stammspieler verloren. Die Integration der vielen Neuzugänge läuft, ist aber noch längst nicht abgeschlossen. Trainer Thomas Tuchel muss ein neues Team formen, so dass die Rheinhessen nur vier von acht Tests für sich zu entscheiden vermochten. Im Qualifikations-Hinspiel der Europa League reichte es dann - trotz genügend Chancen - nur zu einem 1:1 gegen den rumänischen Club Gaz Metan Medias. Und im DFB-Pokal musste man beim Oberligisten SVN Zweibrücken nachsitzen (2:1 n.V.).

Bei Werder Bremen waren die durchwachsenen Testspielergebnisse (vier Siege, zwei Remis, drei Niederlagen) vielleicht schon so etwas wie die Vorboten für den ersten echten Stimmungsdämpfer der neuen Saison: In der 1. Runde des DFB-Pokals verspielten die Hanseaten beim Drittligisten 1. FC Heidenheim eine Führung und schieden mit 1:2 aus. Die neue Stabilität, zu der Trainer Thomas Schaaf seinem Team verhelfen will, ist noch nicht da. Das liegt aber zum Teil auch an den weiterhin akuten Personalsorgen im Abwehrbereich.

Der VfL Wolfsburg sucht nach wie vor nach seiner Form. Schon in der Vorbereitung, in der die Niedersachsen zwei Trainingslager absolvierten, schwankten die Testspielresultate zunächst. Im DFB-Pokal ereilte die um einige erfahrene Neuzugänge ergänzte Mannschaft dann das frühe Aus durch ein 2:3 beim Regionalligisten RB Leipzig, der die "Wölfe" besonders in der Anfangsphase förmlich überrannte. Trainer Felix Magath bezeichnete die neue Saison bei bundesliga.de daher wohl nicht umsonst als nötiges "Entwicklungsjahr" vor den nächsten Erfolgen.


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