Köln - Werder Bremen ist das Team der Stunde. Daran gibt es spätestens seit dem 3:2-Erfolg gegen den bis dahin in 2015 ebenfalls noch ungeschlagenen FC Augsburg keinen Zweifel. Fünf Siege in Folge haben die Truppe von Viktor Skripnik von Platz 18 in unmittelbare Schlagdistanz zu den europäischen Plätzen geführt. Darf Werder jetzt sogar vom internationalem Geschäft träumen? Ein Blick in die OBM-Datenbank verrät, wie gut der virtuelle Kader für das Abenteuer Europa gerüstet wäre.

Der Trend ist im Fußball manchmal aussagekräftiger als das Gesamtergebnis. Der Spruch "Form schlägt Klasse" findet in den Stadien dieser Welt Woche für Woche Bestätigung. So steht Bremens Keeper Raphael Wolf in der Saisonrangliste der Torhüter zwar nur auf Rang 14, wies am vergangenen Spieltag aber die sechstbeste OBM-Bilanz vor. In der Hinrunde häufiger ein virtuelles Sicherheitsrisiko, hat Wolf seine Leistungen in der Rückrunde stabilisiert. Und Platz 6 würde schließlich für die Europa League reichen.

Virtuelle Formverbesserungen der Defensive

Die Bremer Fans schwärmen praktisch seit seiner ersten Sekunde im Werder-Trikot von ihrem neuen Abwehrchef Jannik Vestergaard. Der Neuzugang aus Hoffenheim hat einen großen Anteil an der makellosen Rückrundenbilanz der Hanseaten. Im OBM können seine Auftritte nicht ganz mit der Realität mithalten, aber auch bei Vestergaard ist ein klarer Aufwärtstrend zu verzeichnen. Platz 84 im Saisonranking steht Rang 42 in der Spieltagswertung des 21. Spieltags gegenüber. Auch Clemens Fritz (40.) und Theodor Gebre-Selassie (44.) zeigen sich deutlich formverbessert.

Zlatko Junuzovic ist das Herz und die Seele des Bremer Spiels. Dementsprechend groß war die Freude über seine Vertragsverlängerung bis 2018. Auf die ganze Saison gesehen ist der Österreicher auf Platz 45 des Mittelfeldrankings auch im OBM Werders wertvollster Stratege. Trotzdem ein eher enttäuschender Wert für einen Spieler, der mit vier direkt verwandelten Freistößen und acht Torvorlagen zu den Topscorern der Bundesliga zählt. Im Mittelfeld fehlt es Werder virtuell noch deutlich an internationaler Klasse.

Sturmduo trifft in der Bundesliga - nicht im OBM

Im Sturm verbreiten Davie Selke und Franco Di Santo in der Bundesliga Angst und Schrecken. Im OBM fehlt dem Sturmduo - noch - die Durchschlagskraft. Beide sind mit drei Talentsternen mögliche Kandidaten für eine zeitnahe Aufwertung. Zumindest, wenn sie ihre Form der vergangenen Wochen halten können. Derzeit bleibt Ihnen nur Platz 36 (Di Santo) und Rang 45 (Selke) des Angreiferrankings. Da ist noch deutlich mehr drin.

Insgesamt zeigt auch die virtuelle Formkurve der Werder-Profis deutlich nach oben, aber nicht so steil wie in der Bundesliga. Ginge es nach den OBM-Daten, wäre die Qualifikation für einen europäischen Wettbewerb eine kleine Sensation. Aber wer weiß? Vielleicht treibt auch der virtuelle Skripnik seine Kicker zu Höchstleistungen. Man darf gespannt sein.

OBM-Redaktion