München - Bereits am Freitagabend legen der FC Bayern und Borussia Mönchengladbach im Auftaktspiel vor. Ab Samstag zieht der Rest der Bundesliga nach - mit einem Ziel: dem Triple-Sieger möglichst viel Druck zu machen, damit der nicht erneut von Beginn an vorneweg marschiert wie vergangene Saison. bundesliga.de hat die Infos zu den Nachmittagsspielen.

Vizemeister Borussia Dortmund muss die erste Bewährungsprobe beim FC Augsburg bestehen, Bayer Leverkusen empfängt Europa-League-Teilnehmer SC Freiburg. In Niedersachsen steigt das Derby zwischen Hannover 96 und dem VfL Wolfsburg, Hertha BSC empfängt Eintracht Frankfurt und der 1. FC Nürnberg muss bei der TSG 1899 Hoffenheim ran (alle ab 15 Uhr im Live-Ticker).

Borussia Dortmund als Gegner ist alles andere als ein leichter Auftakt in die neue Saison. Besonders, wenn man selbst auf zahlreiche Spieler verzichten muss. Dem FC Augsburg fehlen in Alexander Manninger, Tobias Werner und Marcel de Jong gleich drei Leistungsträger. Auch Matthias Fetsch kann nicht auflaufen, Raphael Holzhausers Einsatz ist fraglich (Achillessehne). "Wir hoffen, dass es nichts Ernsthaftes ist", sagte Trainer Markus Weinzierl über den Neuzugang. Ein anderer Neuer, Halil Altintop, blickt dem Spiel optimistisch entgegen, dank des Auftritts im Pokal: "Wir waren in Leipzig hoch konzentriert und sehr diszipliniert. Ich denke, wir haben für uns ein gutes Zeichen gesetzt mit der Art und Weise, wie wir dieses Spiel gewonnen haben."

"Das haben sie richtig gut gemacht", lobte auch Jürgen Klopp den Pokalauftritt des FCA. Insbesondere die Ordnung und der Spielaufbau fordern dem BVB-Trainer Respekt ab. Seine Mannschaft sei "ganz gut aufgestellt", sagte Klopp, der aber zwei "Problemchen" ansprach: Henrikh Mkhitaryan ist nach wie vor verletzt. Ein ganz kleines Fragezeichen steht hinter dem Einsatz von Ilkay Gündogan, der am Donnerstag das Training wegen Rückenbeschwerden ausfallen ließ. Drei Punkte soll der BVB dennoch einfahren, denn "wir haben hohe Ziele", bekannte Klopp, der von seiner Mannschaft fordert, die "hundert Prozent" zu zeigen, "die jetzt da sind".



Schiedsrichteransetzungen

Ein sehr hartes Stück Arbeit erwartet Bayer Leverkusen gegen den SC Freiburg. Dennoch will die Werkself den Start in die 51. Bundesliga-Saison positiv gestalten und drei Punkte einfahren. Auf den Erkenntissen des 6:1-Pokalsieges dürfe man sich allerdings nicht ausruhen, meint Simon Rolfes, sondern müsse "noch einen Gang höher schalten". "Freiburg spielt sehr aggressiv, mit hohem Tempo und geht hart in die Zweikämpfe", sagte Teamchef Sami Hyypiä. Ob Emre Can bei den Rheinländern spielen wird, wollte Hyypiä noch nicht sagen. Der Neuzugang "hatte eine kleine Verletzung. Wir müssen schauen, ob es gut ist, ihn jetzt schon in den Kader zu nehmen", sagt der Finne.

Um einiges länger ist die Verletztenliste des Gegners. SC-Trainer Christian Streich muss definitiv auf Vegar Eggen Hedenstad, Felix Klaus, Vaclav Pilar und Marco Terrazzino verzichten. Mensur Mujdzas Einsatz ist fraglich. Für die Partie in Leverkusen fordert Streich Kampfgeist, da der Gegner alles andere als ein Leichtgewicht der Liga ist: "Sie spielen im 4-3-3-System und besitzen mittlerweile eine sehr reife Mannschaft. Eine Mannschaft, die nicht immer den Ball haben muss, um Gefahr für das gegnerische Tor zu entwickeln", sagte Streich.



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Nach dem Pokal ist vor der Bundesliga - das sieht auch Szabolcs Huszti so, der den Auftritt seiner 96er in der 1. Runde bei Victoria Hamburg (2:0) nicht überbewerten mag. "In Hamburg waren wir nicht so richtig frisch. Aber zum Spiel gegen Wolfsburg werden wir gut erholt sein und angreifen", glaubt der Ungar. In Mohammed Abdellaoue hat Hannover einen Leistungsträger abgegeben, während mit Salif Sane, Leonardo Bittencourt und Edgar Prib drei potenzielle Stammspieler dazu kamen. Auf sie wartet mit dem Derby gegen Wolfsburg direkt eine echte Feuertaufe.

"Wir fühlen uns gut vorbereitet. Die Mannschaft hat zuletzt Selbstvertrauen getankt - die Abläufe werden stimmiger", sagte Dieter Hecking vor dem Derby. Definitiv verzichten muss der "Wölfe"-Trainer allerdings auf drei Spieler. Makoto Hasebe, Bas Dost und Daniel Caligiuri fehlen, Patrick Helmes wird wohl für die U23 zum Einsatz kommen. Gegner Hannover hat "sehr viel Qualität im Spiel nach vorne", weiß Hecking, der von seiner Mannschaft einfordert, "unser Spiel durchzuziehen".



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Die Hertha ist zurück in der Bundesliga und ihr erster Wunsch wurde auch bereits erhört: Sie darf mit einem Heimspiel beginnen. Dieses möchte der Haupstadt-Club "erfolgreich" gestalten, um sich "schnell in der Bundesliga einzugewöhnen", sagte Jos Luhukay vor der Partie gegen Eintracht Frankfurt, gegen die er lediglich auf Pierre-Michel Lasogga verzichten muss. Defensiv wie offensiv sieht der Niederländer noch ein wenig Potenzial, ist aber optimistisch, dass es gegen die Hessen drei Punkte geben wird.

Wie die vergangene Saison gezeigt hat, ist Frankfurt eine schwer zu spielende Mannschaft. Nach dem ausbaufähigen Pokalspiel gegen Illertissen (2:0) will die Eintracht Selbstvertrauen tanken und Schwung holen für die nationalen wie internationalen Auftritte dieser Saison. "Wir haben die Qualität, auch auswärts zu gewinnen", sagte Armin Veh vor der Partie. Personell kann der Trainer aus dem Vollen schöpfen, ließ sich aber kaum in die Karten gucken. Sicher scheint nur, dass Kevin Trapp im Tor stehen und Neuzugang Joselu im Sturm beginnen wird.



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"Die Vorfreude auf das Spiel ist deutlich spürbar - nicht nur bei den Spielern. Wir haben gut trainiert, uns gut vorbereitet. Jetzt wird es Zeit, dass es endlich losgeht", sagte 1899-Trainer Markus Gisdol am Donnerstag. Gegen den 1. FC Nürnberg gehen die Kraichgauer mit Respekt, aber auch einer gesunden Portion Selbstbewusstsein an den Start. "Wir wissen vernünftig einzuschätzen, wer wir sind", erklärte Gisdol, der gegen den "Club" wieder aus dem Vollen schöpfen könnte: Die zuletzt verletzten David Abraham, Fabian Johnson, Jeremy Toljan, Tobias Strobl, Sejad Salihovic, Sven Schipplock und Anthony Modeste waren am Donnerstag alle wieder beim Training dabei.

Personell gut sieht es auch bei den Franken aus. "Wir haben alle Mann im Training", sagte Michael Wiesinger auf der PK vor dem Spiel in Hoffenheim, zu dem rund 4.000 Fans den "Club" begleiten werden. Nach dem Pokal-Aus gegen Sandhausen laute die Parole für Samstag nun: "Leistung bringen!" Die Mannschaft dürfe nicht "blauäugig" sein, so Wiesinger, der ein "intensives Spiel" erwartet und unbedingt "etwas mitnehmen" will.



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