München - Es gibt Spieler in der Bundesliga, die sollte man einfach nicht zum Schuss kommen lassen - egal aus welcher Lage. Das dachte sich wohl auch Frankfurts Stürmer Olivier Occean, nachdem er Juan Arango den Ball ungewollt in den Lauf legte und zusehen musste, wie der Gladbacher Edeltechniker das Leder kurz mitnahm und in den linken Torwinkel jagte.

31 Meter Torentfernung, für einen Fernschussspezialisten wie Arango kein Problem. Der Venezolaner dachte gar nicht daran, mit Ball am Fuß noch ein paar Meter zu machen. Stattdessen zog er sofort ab und traf zum 1:0 gegen Eintracht Frankfurt.

Ähnlichkeit mit Ronaldos Flatterbällen



Die ungewöhliche Flugkurve dieses Schusses hatte nicht nur ein wenig Ähnlichkeit mit den gefürchteten Flatterbällen Cristiano Ronaldos, die - ohne großen Drall - kurz vor Ende der Flugkurve herunterfallen wie ein Stein und für die Torhüter extrem schwer auszurechnen sind.

Der Distanzschuss des Südamerikaners überzeugte 42,04 Prozent der bundesliga.de-User - ausreichend, um die Wahl zum "Tor des 7. Spieltags" für sich zu entscheiden. Auf Rang 2 (37,13 Prozent) landete Marco Terrazzino vom SC Freiburg, der gegen den 1. FC Nürnberg ebenfalls per Fernschuss erfolgreich war.

Son auf van Nistelrooys Spuren



Den letzten Podestplatz ergatterte Augsburgs Tobias Werner mit 10,93 Prozent der Stimmen. Der aktuell beste FC-Torschütze erzielte gegen Bremen das schnellste Bundesliga-Tor der Augsburger Bundesliga-Historie.

Platz 4 im Ranking (7,91 Prozent) belegt Hamburgs Heung-Min Son. Nach einem Sprint über das halbe Spielfeld schweißte der Südkoreaner den Ball in die linke untere Torecke. Son erzielte sein viertes Saisontor, so viele hatte beim HSV nach sieben Spieltagen letztmals van Nistelrooy auf dem Konto.

Letzter in der Abstimmung (1,99 Prozent) wurde Schalkes Jefferson Farfan, der seine "Knappen" mit einem strammen Kopfstoß in den Torwinkel gegen den VfL Wolfsburg in Führung brachte.