Auf dem Höhepunkt angekommen: Deutschland ist unter Teamchef Franz Beckenbauer Weltmeister geworden - © gettyimages / Bongarts
Auf dem Höhepunkt angekommen: Deutschland ist unter Teamchef Franz Beckenbauer Weltmeister geworden - © gettyimages / Bongarts
Bundesliga

Die 90er-Weltmeister gratulieren ihrem Teamchef

Köln - 1990 führte Franz Beckenbauer Deutschland als Teamchef zum dritten Weltmeistertitel. 25 Jahre danach gratulieren die 90er-Weltmeister dem "Kaiser" auf bundesliga.de zum 70. Geburtstag.

Klaus Augenthaler

Guido Buchwald

"Wo andere hingelaufen sind, da hat der Franz als Spieler schon gestanden. Mit seinen Fähigkeiten, seiner Technik wäre er auch heute noch Weltklasse auf dem Platz. Sogar wenn wir bei der Nationalmannschaft 5 gegen 2 gespielt haben im Training, hat man beim Teamchef gesehen: Da kann jemand mit der Kugel umgehen! Zu ihm hat jeder ehrfürchtig aufgeschaut. Als Teamchef hat er uns Sicherheit gegeben, er hat uns starkgeredet. Und er wusste ganz genau, wann er durchgreifen musste und wann er Freund sein konnte."

"Für mich der beste deutsche Spieler überhaupt. Und für mich ein Erlebnis, diesen Weltklassespieler und eine Persönlichkeit mit solchem Charisma als Trainer gehabt zu haben – einmalig! Er hat auch mich als Spieler geprägt, obwohl ich bei ihm durch eine harte Schule gehen musste, als er mich 1986 aus dem erweiterten WM-Kader gestrichen hat. Aber auch die Art und Weise, in der er mir diese Nachricht im Trainingslager in meinem Zimmer vermittelt hat, war bemerkenswert. Und 1990 wurde ich in Italien ja entsprechend entschädigt."

Thomas Häßler

"Stolz wie Oskar war ich bei meinem ersten Länderspiel 1988 in Finnland, dass ich diesen großartigen Fußballer nun auch persönlich und als Menschen kennenlernen durfte. Die Beschreibung als Lichtgestalt passt für ihn, imponierend ist seine Freundlichkeit jedem gegenüber. In Italien hatte er die Qual der Wahl zwischen vielen guten Mittelfeldspielern. Dass ich im WM-Finale randurfte, hat er damit begründet, dass ich in der Qualifikation gegen Wales das entscheidende 2:1 geschossen habe. Auch wenn dieser Sieg ein Verdienst der ganzen Mannschaft war, haben mich seine Worte doch stolz gemacht."

Günter Herrmann

"Ich ziehe gerne den Vergleich zu Uwe Seeler, der mein erstes Idol war. Als es die Möglichkeit gab, ein Autogramm zu bekommen, musste mein Bruder zu ihm gehen – ich habe mich nicht getraut, hatte zu viel Respekt. Dabei ist Uwe genau wie Franz Beckenbauer ein total bodenständiger Typ, beide ohne den kleinsten Anflug von Arroganz. Als Otto Rehhagel mir erzählt hat, dass Franz zu einem Spiel ins Weser-Stadion kommen würde, um speziell mich zu beobachten, war das schon ein Gänsehautgefühl."

Pierre Littbarski

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