Birger Nass (l.) und Marco Rühmann vom DFL-Spielbetrieb nahmen an der Konferenz in L.A. teil
Birger Nass (l.) und Marco Rühmann vom DFL-Spielbetrieb nahmen an der Konferenz in L.A. teil
Bundesliga

DFL tauscht sich mit US-Profiliga MLS aus

Seit 2007 unterhält die DFL Deutsche Fußball Liga GmbH eine Kooperation mit der US-amerikanischen Major League Soccer (MLS). Die DFL hat jetzt mit ihrer Abteilung Spielbetrieb an einem viertägigen Seminar in Los Angeles teilgenommen, um sich mit amerikanischen und englischen Experten über Fragen der Spielorganisation sowie Stadion- und Fan-Angelegenheiten auszutauschen.

"Weltweit genießen unsere Stadien und Arenen einen exzellenten Ruf. Regelmäßig bestätigen uns internationale Experten, dass die deutschen Fußballstadien absolut führend sind. Dieses Wissen geben wir gerne weiter. Wir wissen aber auch, dass die MLS über ein großes Know-how verfügt, so dass solche Konferenzen zu einem fruchtbaren Austausch beitragen", sagt Holger Hieronymus, Geschäftsführer Spielbetrieb der DFL.

Großes Interesse an Vorträgen der DFL-Delegation

Etwa 100 Teilnehmer aus den MLS-Clubs und der amerikanischen Frauenfußball-Profiliga (WPS) informierten sich über nationale Entwicklungen der Spielorganisation und verfolgten mit besonderem Interesse die Vorträge der DFL-Delegation.

Auf große Resonanz bei den Amerikanern stieß die Idee der deutschen Kids-Clubs. Nicht nur aus sozialen und integrativen Gründen, sondern auch aus Gründen der Kundenbindung. Obwohl Fußball die am meisten betriebene Sportart amerikanischer Kinder ist, steht "Soccer" doch in starker Konkurrenz zu Baseball, Football oder Basketball.

Regelmäßiger Know-how-Transfer

"Wir haben durch das Seminar noch direkter erfahren, welchen Aufschwung Fußball in den USA gerade nimmt. Und andererseits haben die Amerikaner neue Erkenntnisse gewonnen, dass die Bundesliga in vielen Bereichen führend und beispielhaft in Europa ist", zog Hieronymus ein sehr positives Fazit der Veranstaltung.

Die Kooperation zwischen DFL und MLS umfasst einen regelmäßigen Know-how-Transfer in Bereichen wie TV-Produktion, Rechte und Lizenzvertrieb oder Marketing, Organisation und Finanzen, Ausbildung von Nachwuchsspielern sowie Stadionbau.