Frankfurt - Die DFL Deutsche Fußball Liga geht im Kampf gegen Spielmanipulation neue Wege und hat heute in Frankfurt am Main das Projekt "Transparenz und Integrität im Fußball" vorgestellt. Dabei wird die DFL von der Organisation Transparency International Deutschland e.V. (TI-D), die sich der Bekämpfung von Korruption widmet, unterstützt. Ziel des Projektes ist es, im Sinne von Prävention konkrete Maßnahmen zu entwickeln und umzusetzen, insbesondere im Hinblick auf die Glaubwürdigkeit des Wettbewerbs.

Im Mittelpunkt stehen folgende Maßnahmen, die in der nächsten Zeit innerhalb der Liga diskutiert und angeboten werden können: Die Konzeption von Veranstaltungen wie Workshops und Schulungen für Leistungszentren, die Einrichtung eines "Helpdesks", an den sich Spieler und Verantwortliche vertrauensvoll wenden können, sowie das Erstellen von Informationsunterlagen wie Guidelines und Richtlinien im Sinne eines Grundkodexes.

"Vorreiter im Kampf gegen Spielmanipulation"

Christian Seifert, Vorsitzender der DFL-Geschäftsführung: "Mit der Ehrlichkeit des sportlichen Wettbewerbs steht und fällt der Erfolg der Bundesliga. Die DFL war deshalb ein Vorreiter im Kampf gegen Spielmanipulation, etwa durch die Zusammenarbeit mit Sportradar. Wir werden künftig noch aktiver, um zu verhindern, dass es im deutschen Profifußball überhaupt zu solchen Vorfällen kommt. Die Prävention beginnt deshalb schon im Jugendalter."

Sylvia Schenk, für Sport verantwortliches Vorstandsmitglied von TI-D: "Die DFL stößt eine wichtige Debatte in den eigenen Reihen an und trägt der erzieherischen Funktion des Fußballs ebenso Rechnung wie der Vorbildrolle gerade der Bundesliga und ihrer Stars. Dies unterstützen wir gerne als ein beispielhaftes Projekt."