Köln - Die DFL Deutsche Fußball Liga hat seine Qualifizierungsmaßnahmen für die Fanbeauftragte der Bundesliga und 2. Bundesliga in dieser Woche fortgesetzt. "Deeskalationstraining II – Umgang mit Gewalt im Fußballalltag" stand in Berlin am 23. und 24. November für eine zweite Gruppe auf dem Fortbildungsplan, nachdem eine erste Gruppe schon am 2. und 3. November teilgenommen hatte.

"Die Fanbeauftragten erleben in ihrer komplexen Arbeit auch Konfliktsituationen, in denen von ihnen deeskalierendes Verhalten gefordert ist. In diesen Seminaren lernen die Fanbeauftragten wichtige Strategien im Umgang mit solchen Situationen", sagt Marco Rühmann, Projektmanager Fanangelegenheiten der DFL.

"Erlernte Strategien gezielt abrufen"

Alle Teilnehmer von "Deeskalation II" befassten sich unter der Leitung von Thomas Mücke, einem der erfahrensten Anti-Gewalt-Trainer Deutschlands, mit eskalierenden Situationen im Fußballkontext und mit Möglichkeiten der Konfliktbearbeitung mit Fans. Das Angebot war die Fortsetzung der Seminarreihe aus der Bundesliga-Spielzeit 2009/10.

"Der gemeinsame Erfahrungsaustausch der Fanbeauftragten spielt bei so einem Seminar eine ganz wichtige Rolle. Genauso wichtig ist es für diese Berufsgruppe, dass sie sich ihrer Erfahrung in konfliktträchtigen Situationen bewusst ist und ihre Stärke und erlernten Strategien in solchen Situationen gezielt abrufen kann. Und nicht jedes Mal das Bauchgefühl entscheiden muss", erklärt Mücke.

Teil des Zehn-Punkte-Plans für mehr Sicherheit im Fußball

Bereits seit 2008 sorgt die DFL für eine fortlaufende Professionalisierung des Berufsbilds der Fanbeauftragten, die nach Vorgabe des Zehn-Punkte-Plans für mehr Sicherheit im Fußball künftig bei allen DFL-Clubs hauptberuflich ihren Tätigkeiten nachgehen.