Die DFL Deutsche Fußball Liga GmbH hat in Berlin ein zweitägiges Deeskalationstraining für die Fanbeauftragten der Bundesliga und 2. Bundesliga durchgeführt. Ziel des Workshops war es, ein Handlungskonzept für die Fanbeauftragten zum Umgang mit konfliktträchtigen und gewalteskalierenden Situationen zu entwickeln.

"Unsere Fanbeauftragten stehen an manchen Spieltagen vor der Situation, Eskalation zwischen den Fangruppen und der Polizei zu vermeiden und zu schlichten zu versuchen. Dabei können sie selbst in Gefahr geraten, können körperlich und seelisch bedrängt oder verletzt werden", erklärt Holger Hieronymus, DFL-Geschäftsführer Spielbetrieb.

Anwendung von Deeskalationsstrategien

Zusammen mit Thomas Mücke, einem der profiliertesten Anti-Gewalt-Trainer Deutschlands, wurde mit den 15 Teilnehmern an beiden Tagen in Kleingruppen intensiv und praxisorientiert gearbeitet.

Inhalte der Fortbildung waren unter anderem die Anwendung von Deeskalationsstrategien in Konfliktsituationen, die Handlungsabläufe der Konfliktaufarbeitung oder das Erarbeiten von Handlungsprinzipien zur Entwicklung einer gewaltfreien Kultur im Handlungsfeld.

"Wie kann ich mich und andere schützen?"

Thomas Schneider, Koordinator Fanangelegenheiten der DFL: "Für die im Sport Tätigen ist das Wissen mit dem praktischen Umgang von Grenzüberschreitungen und Gewalt sehr wichtig. Hier stellt sich die Frage: Wie kann ich mich und andere schützen und wie kann ich eine Atmosphäre schaffen, die vom gegenseitigen Respekt geprägt ist.

Das Deeskalationstraining wird in der Zukunft zu einem festen Bestandteil unserer Arbeit mit den Fanbeauftragten der Bundesliga werden. Im April 2010 wird die nächste Gruppe zum Training eingeladen."