Die Weltmeisterschaft in Südafrika (11. Juni bis 11. Juli) bietet neben dem Sport jede Menge bunte Randgeschichten. bundesliga.de präsentiert diese täglich in den WM-Splittern:

++++ Wenige Stunden nach ihrer Ankunft im WM-Quartier Velmore Grande nahe der südafrikanischen Hauptstadt Pretoria wird die deutsche Nationalmannschaft am Montagnachmittag ein öffentliches Training abhalten. Gegen 16:30 Uhr präsentiert sich der Vize-Europameister vor allem den südafrikanischen Fans und auch anderen WM-Besuchern im Super Stadium in Atteridgeville, das 28.900 Zuschauer fasst. Bislang ist vom DFB nur diese eine öffentliche Einheit während der WM-Endrunde geplant.

Am Dienstag stehen dann zwei Trainingseinheiten auf dem Programm, zur Mittagszeit findet auch die erste Pressekonferenz des DFB-Teams in Südafrika statt.

Bis zum Wochenende hatte die Vorhut des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), die bereits seit Mitte Mai am Kap weilt, im bis zum Finale durchgebuchten Quartier alles akribisch vorbereitet. Rund zehn Tonnen Gepäck wurden per Schiff oder Luftfracht ins WM-Quartier befördert worden, darunter eine luxuriöse Sauna für 15 Personen. Zudem wurde die Players-Lounge mit Computern, Heimkino, Tischkicker, Billard und Tischtennisplatten eingerichtet.

Im Gepäck befinden sich auch Winterjacken, Mützen und Handschuhe, da die Temperaturen in den Abendstunden bis null Grad sinken. Tagsüber wird es in der Gegend bis zu 20 Grad warm, aber mit Einbruch der Dunkelheit gegen 17:00 Uhr kühlt es sich empfindlich ab. ++++

++++ Die Südkoreaner haben für die Vorbereitung auf die WM in Südafrika eine eigene Höhenkammer angeschafft. In der über 100.000 Euro teuren Einrichtung sollen die Spieler auf die "dünne Luft" am Kap vorbereitet werden. Fünf der neun Spielorte in der Kaprepublik sind höher als 1000 Meter gelegen.

In der Kammer, die mit Sofas, Bücherregalen und DVD-Spielern bestückt ist, können Druckverhältnisse simuliert werden, die denen in einer Höhe von 5000 Metern entsprechen. Auch andere WM-Teilnehmer bereiten sich speziell auf die Höhe in Südafrika vor. Die Japaner setzen auf Sauerstoffflaschen, die Engländer schlafen angeblich in Sauerstoffzelten. ++++

++++ Deutschland Gruppengegner Australien ist mit dem Zustand des Trainingsplatzes in Roodepoort unzufrieden und denkt nur eine Woche vor dem Auftakt der WM über einen Umzug nach.

"Wir haben einen Plan B und einen Plan C in der Schublade, aber wir wollen erst einmal abwarten, wie es morgen aussieht", sagte Nationaltrainer Pim Verbeek im Hinblick auf das Länderspiel gegen die USA, das die Australier am Samstag im Ruimsig Stadion austragen werden. Nach der Begegnung ziehen die Australier in ein anderes Quartier um und kehren erst zehn Tage später wieder nach Roodepoort zurück.

Australien ist in der Gruppe D am 13. Juni der erste Gegner der deutschen Nationalmannschaft. Das zweite Spiel bestreitet das Team um Trainer Pim Verbeek gegen Ghana, zum Abschluss der Gruppenphase wartet Serbien. ++++

++++ Die hohe WM-Siegprämie von 550.000 Euro für seine Fußballstars schlägt im wirtschaftlich schwer angeschlagenen Spanien hohe Wellen. Die Vereinigte Linke hat die Regierung aufgefordert zu intervenieren, und die katalanischen Nationalisten ERC appellierten an die Mannschaft, angesichts der Probleme im Land auf die Prämie zu verzichten. In einer Internetumfrage der Sporttageszeitung Marca waren zudem 85,6 Prozent der Personen der Meinung, dass die Prämie zu hoch sei.

Die Iberer haben die höchste Titelprämie aller 32 teilnehmenden Länder ausgesetzt. Es folgen Argentinien mit 520.000 sowie England mit 470.000 Euro pro Spieler. Die deutschen Fußballer würden jeweils 250.000 Euro erhalten.

Spanien befindet sich derzeit in der schwersten Rezession seit Jahrzehnten. Das Land leidet besonders unter der stärksten Arbeitslosigkeit in der Euro-Zone. Derzeit sind mehr als vier Millionen Spanier ohne Arbeit. Dies sind bei einer Bevölkerung von 47 Millionen mehr als in Deutschland (3,24) mit seinen rund 82 Millionen Einwohnern. ++++

++++ Die englische Nationalmannschaft bangt eine Woche vor dem Auftakt der WM in Südafrika um Kapitän Rio Ferdinand. Der Innenverteidiger hat sich beim Training der "Three Lions" eine Verletzung am linken Knie zugezogen und musste ins Krankenhaus gebracht werden.

Eine Trainingspause legte derweil David James ein. Auf dem Flug nach Südafrika haben sich die Knieprobleme des Torhüters verschlimmert. ++++


Weitere Themen:

Die WM-Splitter vom 3. Juni