Das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hat den Spieler Robert Kovac vom Bundesligisten Borussia Dortmund wegen fortgesetzter Beleidigung des Schiedsrichters zu einer Sperre von zwei Meisterschaftsspielen der Lizenzligen und einer Geldstrafe in Höhe von 15.000 Euro verurteilt.

Damit änderte das Gremium während der mündlichen Verhandlung in der Frankfurter DFB-Zentrale das vorangegangene Einzelrichter-Urteil, das drei Spiele Sperre für Kovac vorgesehen hatte, und folgte damit dem Antrag des DFB-Kontrollausschuss-Vorsitzenden Dr. Anton Nachreiner.

Drei Gründe für Strafmilderung

Hans E. Lorenz, der die Verhandlung als Vorsitzender des DFB-Sportgerichts leitete, äußerte zur Urteilsbegründung: "Während der Verhandlung haben sich drei Strafmilderungsgründe herauskristallisiert: Zum einen ist Robert Kovac in seiner langen Karriere nahezu nie mit dem Sportgericht in Berührung gekommen, zum anderen hat sein Trainer Jürgen Klopp durch sein Verhalten praktisch die Tür für seinen Spieler aufgestoßen. Und als letztes hat sich Herr Kovac in der Verhandlung öffentlich bei Schiedsrichter Dr. Jochen Drees entschuldigt."

Der Spieler beziehungsweise sein Verein erklärten daraufhin Rechtsmittelverzicht, so dass das Urteil rechtskräftig ist.

Robert Kovac hatte am vergangenen Samstag nach dem Schlusspfiff der Dortmunder Bundesliga-Begegnung beim Hamburger SV von Schiedsrichter Dr. Jochen Drees (Münster-Sarmsheim) die Rote Karte gezeigt bekommen.