Zusammenfassung

  • Leverkusen gewinnt mit 5:0 in Gladbach
  • Dortmund schlägt Union nach Verlängerung 3:2
  • Schalke und Nürnberg im Elfmeterschießen weiter - Freiburg scheidet in Kiel aus

Köln - In der 2. Runde des DFB-Pokals konnten sich am Mittwoch Bayer 04 Leverkusen, RB Leipzig, Borussia Dortmund, der FC Schalke 04, der 1. FC Nürnberg und der SV Werder Bremen durchsetzen. Für Borussia Mönchengladbach und den SC Freiburg war hingegen Endstation. Alle Partien gibt es hier im Überblick.

Was verpasst? Hier die 2. Runde im DFB-Pokal im Liveblog nachlesen!

Borussia Mönchengladbach - Bayer 04 Leverkusen 0:5

Überragend: Die Leverkusener Karim Bellarabi und Kevin Volland © gettyimages / Dean Moutharopoulos

Julian Brandt (5.), Tin Jedvaj (45.+1), Karim Bellarabi (67./74.) und Kevin Volland (80.) trafen in einer munteren Partie für die Herrlich-Elf, die drei Tage nach der 6:2-Gala in Bremen erneut überzeugte. Vor allem bei Kontern setzte Bayer immer wieder Nadelstiche. Für die harmlosen Gladbacher endete der Traum vom Pokalsieg dagegen wie schon vor einem Jahr gegen den Rheinrivalen. Im erst neunten Pokalspiel im Borussia-Park war es die sechste Heimniederlage.

RB Leipzig - TSG 1899 Hoffenheim 2:0

Timo Werner erzielt gegen Hoffenheim einen Doppelpack © gettyimages / Robert Michael

Torjäger Timo Werner hat sich bei Trainer Julian Nagelsmann eindrucksvoll für die Aufgaben in der gemeinsamen Zukunft empfohlen und RB Leipzig ins Achtelfinale des DFB-Pokals geschossen. Beim 2:0 (0:0) gegen den vom künftigen RB-Coach Nagelsmann betreuten Ligarivalen TSG Hoffenheim erzielte der eingewechselte Nationalspieler beide Tore (48./56.).

Holstein Kiel - SC Freiburg 2:1

Torschützen unter sich: Kiels David Konsombi und Freiburgs Nils Petersen © gettyimages / Oliver Hardt

Nils Petersen sorgte vor 9361 Zuschauern für einen Start nach Maß für die Gäste. Bereits nach 43 Sekunden traf der Nationalstürmer freistehend per Kopf zum 1:0. Holstein glich aber schon in der 26. Spielminute durch Janni Serra aus, der eine präzise Flanke des starken Alexander Mühling verwertete. Kapitän David Kinsombi sorgte schließlich nach feiner Kombination für den Kieler Siegtreffer (79.).

DSC Arminia Bielefeld - MSV Duisburg 0:3

John Verhoek (12.), Fabian Schnellhardt (39.) und Cauly Oliveira-Souza (45.) trafen für den MSV, der als Tabellen-Vorletzter im Unterhaus noch einmal drei Plätze hinter den Ostwestfalen rangiert. Für Duisburg bedeutete der klare Erfolg den erstmaligen Einzug ins Achtelfinale seit 2011 - damals war erst im Endspiel Endstation (0:5 gegen Schalke 04).

Borussia Dortmund - 1. FC Union Berlin 3:2 n.V.

Borussia Dortmund hat das Duell der Unbesiegten glücklich für sich entschieden und ist zum achten Mal in Folge ins Achtelfinale des DFB-Pokals eingezogen. Der viermalige Pokalsieger bezwang Zweitligist Union Berlin in der zweiten Runde mühevoll mit 3:2 (2:2, 1:0) nach Verlängerung und setzte damit seine bemerkenswerte Serie fort: Auch im 14. Pflichtspiel der Saison blieb der Spitzenreiter der Fußball-Bundesliga ungeschlagen.

Christian Pulisic (40.), Maximilian Philipp (73.) und der eingewechselte Marco Reus (120.+1, Foulelfmeter) fügten mit ihren Toren den tapfer kämpfenden Eisernen die erste Saisonniederlage zu. Marvin Friedrich (118.) hatte den entscheidenden Elfmeter verursacht und wegen wiederholten Foulspiels Gelb-Rot gesehen.

1. FC Köln - FC Schalke 04 6:7 n.E.

Jhon Cordoba (M.) trifft für Köln gegen Schalke zum 1:0 © gettyimages / Lukas Schulze

Der FC Schalke 04 setzte sich beim 1. FC Köln glücklich mit 7:6 nach Elfmeterschießen durch. Nach regulärer Spielzeit und Verlängerung hatte die Begegnung 1:1 (1:1, 0:1) gestanden.

Der eingewechselte Nabil Bentaleb (89., Handelfmeter) erzielte den ersten Treffer der Königsblauen nach 395 Pflichtspielminuten. Mark Uth sicherte dem Team von Trainer Domenico Tedesco im siebten Durchgang des Elfmeterschießens den Einzug ins Achtelfinale. Jhon Cordoba (43.) hatte den Bundesliga-Absteiger aus Köln, der über weite Strecke die spielerisch bessere Mannschaft war, kurz vor der Pause verdient in Führung gebracht.

SC Weiche Flensburg - SV Werder Bremen 1:5

Bringt Bremen früh auf Siegerkurs: Claudio Pizarro © gettyimages / Selim Sudheimer

Werder Bremen ist ganz souverän ins Achtelfinale des DFB-Pokals eingezogen. Der sechsmalige Pokalsieger ließ dem tapfer kämpfenden Viertligisten SC Weiche Flensburg keine Chance und siegte ohne Mühe 5:1 (3:1).

Claudio Pizarro (8.), Florian Kainz (37.), Davy Klaassen (44./Foulelfmeter) und der eingewechselte Martin Harnik (76./80.) trafen für klar überlegene, aber keinesfalls glänzende Bremer. Für Werder-Trainer Florian Kohfeldt war das nie gefährdete Weiterkommen das perfekte Geschenk zum einjährigen Dienstjubiläum auf der Bank der Grün-Weißen.

FC Hansa Rostock - 1. FC Nürnberg 4:6 n.E.

Lang gezittert, nie aufgesteckt und am Ende nervenstark vom Punkt: Fußball-Bundesligist 1. FC Nürnberg ist nach einem Wechselbad der Gefühle ins Achtelfinale des DFB-Pokals eingezogen. Beim erbittert kämpfenden Drittliga-Klub Hansa Rostock gewann der Favorit am Mittwoch in der zweiten Runde mit 2:4 im Elfmeterschießen. Nach 120 Minuten hatte es 2:2 (1:1, 0:1) gestanden. Rostock verpasste somit die Runde der besten 16 (5./6. Februar) zum elften Mal nacheinander.

Tim Leibold ließ mit seinem entscheidenden Versuch vom Punkt das Ostseestadion verstummen. Im Spiel hatten Pascal Breier (35.) per Slapstick-Tor und Jonas Hildebrandt (94.) mit einem direktem Freistoß für Rostock getroffen. Adam Zrelak (90.) und Federico Palacios (103.) glichen zweimal für die Franken aus.

Die Spiele vom Dienstag:

SV Rödinghausen - FC Bayern München 1:2

Thomas Müller trifft per Elfemter zum zwischenzeitlichen 2:0 für Bayern © gettyimages / Christoph Koepsel

Sandro Wagner (8.) und Thomas Müller (13., Foulelfmeter) erzielten die Treffer für den Rekordpokalsieger, der sein drittes Pflichtspiel in Folge gewann. Nach dem Seitenwechsel sorgte der Underdog durch Linus Meyer (49.) noch einmal für Spannung. Renato Sanches war zuvor mit einem Foulelfmeter an der Latte gescheitert (23.), der Portugiese vergab damit die große Chance, die Partie frühzeitig zugunsten des haushohen Favoriten zu entscheiden.

Letztlich blieben die Münchner im Ausweichstadion an der Bremer Brücke in Osnabrück aber im 28. Auswärtsspiel nacheinander im Cup-Wettbewerb erfolgreich und bauten damit ihren Rekord aus. Zudem überwintert der FC Bayern zum zwölften Mal in Folge im DFB-Pokal, das Achtelfinale steigt erst am 5./6. Februar 2019.

FC Augsburg - 1. FSV Mainz 05 3:2 n. V.

Mainz führt zwar gegen Augsburg, scheidet in der Verlängerung aber aus © gettyimages / Alexander Hassenstein

Dank Angreifer Caiuby hat der FC Augsburg das Achtelfinale im DFB-Pokal erreicht. Der Brasilianer traf in der 105. Minute per Kopf zum 3:2 (2:2, 1:2) gegen Mainz 05, nachdem die Mannschaft von Trainer Manuel Baum in einem munteren Spiel bereits kurz vor dem Aus gestanden hatte.

Bis zur 87. Minute war Augsburg zurückgelegen, dann war es Michael Gregoritsch, der den Gastgebern als Retter in höchster Not zunächst den Ausgleich und damit die Verlängerung bescherte. Philipp Mwene (19.) und Robin Quaison (45.) erzielten die Treffer für die lange Zeit besseren Mainzer, die in der vergangenen Saison im Viertelfinale am späteren Pokalsieger Eintracht Frankfurt gescheitert waren. Augsburg, das ohne den geschonten Regisseur Daniel Baier offensiv unstrukturiert und uninspiriert wirkte, kam durch ein Eigentor des Mainzer Mannschaftskapitäns Stefan Bell (40.) zum zwischenzeitlichen 1:1.

SV Wehen Wiesbaden - Hamburger SV 0:3

Doppelpack für den HSV: Pierre-Michel Lasogga © gettyimages / Alex Grimm

Der Hamburger SV hat mit seinem neuen Trainer Hannes Wolf den zweiten Sieg im zweiten Spiel und einen seltenen Pokal-Erfolg gefeiert. Mit 3:0 (1:0) setzte sich der Tabellenzweite der 2. Bundesliga beim Drittligisten SV Wehen Wiesbaden durch und zog erst zum dritten Mal in den vergangenen acht Jahren ins Achtelfinale ein.  

Pierre-Michel Lasogga schoss den HSV vor 11.137 Zuschauern in der ausverkauften Brita-Arena mit seinen Toren Nummer drei und vier (21. und 51.) im laufenden Pokal-Wettbewerb fast im Alleingang in die dritte Runde. Für den Schlusspunkt sorgte Douglas Santos (90.+7) in der Nachspielzeit.

1. FC Heidenheim - SV Sandhausen 3:0

Der 1. FC Heidenheim steht zum dritten Mal im Achtelfinale des DFB-Pokals. Die Mannschaft von Trainer Frank Schmidt hatte im Zweitrundenspiel gegen den Ligarivalen SV Sandhausen beim 3:0 (2:0) keine Mühe. Kapitän Marc Schnatterer (8., Foulelfmeter) und Nikola Dovedan (20./86.) trafen vor 4300 Zuschauern für den FCH. Sandhausen kassierte im dritten Pflichtspiel unter dem neuen Trainer Uwe Koschinat die erste Niederlage.

Hannover 96 - VfL Wolfsburg 0:2

Admit Mehmedi bejubelt das 1:0 für Wolfsburg in Hannover © gettyimages / Thomas Starke

Admir Mehmedi brachte den VfL, Pokalsieger von 2015, mit einem strammen Schuss aus spitzem Winkel unter die Latte früh in Führung (20.). Torwart Philipp Tschauner, der in der Liga nur Ersatz ist, konnte nicht mehr retten. Wout Weghorst (90.+3) machte in der Nachspielzeit alles klar. Vor der Partie hatte 96-Präsident Martin Kind in der Bild-Zeitung von einer "kritischen Situation" in seinem Club gesprochen.

Darmstadt 98 - Hertha BSC 0:2

37 Sekunden nach seiner Einwechslung hat Kapitän Vedad Ibisevic Hertha BSC in das Achtelfinale des DFB-Pokals geschossen. Vor allem dank des Treffers ihres Torjägers gewannen die Berliner beim Zweitligisten Darmstadt 98 mit 2:0 (0:0) - der Traum vom ersten Finale im eigenen Stadion lebt damit weiter. Ibisevic traf in der 65. Spielminute für die Berliner, die zuvor extrem viel Mühe mit den tapfer kämpfenden Lilien hatten. Das zweite Tor erzielte Maximilian Mittelstädt (88.).

Joker Vedad Ibisevic sticht für Hertha © gettyimages / Alexander Scheuber/Bongarts

SSV Ulm 1846 - Fortuna Düsseldorf 1:5

Fortuna Düsseldorf hat eine erneute Überraschung des Pokalsiegerbesiegers SSV Ulm souverän verhindert und einen ersten kleinen Schritt aus der Krise gemacht. Das Bundesliga-Schlusslicht gewann das Zweitrunden-Duell beim Regionalligisten ohne Probleme mit 5:1 (4:1).

Ardian Morina hatte Außenseiter Ulm, der in der ersten Runde sensationell Pokalsieger Eintracht Frankfurt (2:1) ausgeschaltet hatte, bereits nach rekordverdächtigen 14 (!) Sekunden in Führung gebracht. Für die Mannschaft von Trainer Friedhelm Funkel, der trotz der jüngsten Enttäuschungen eine Jobgarantie erhalten hatte, glich der zuletzt glücklose Marvin Ducksch aus (15.). Rouwen Hennings (32.) und der starke Dodi Lukebakio mit zwei Treffern (37. und 43.) sorgten jedoch noch vor der Pause für klare Verhältnisse. Ducksch legte nach dem Wechsel nach (70.).

Düsseldorf trifft gleich fünf Mal in Ulm © gettyimages / Kaspar Bartke

Chemie Leipzig - SC Paderborn 0:3

Der SC Paderborn hat seine Pflichtaufgabe in der zweiten Runde des DFB-Pokals souverän gemeistert. Die Mannschaft von Trainer Steffen Baumgart gewann beim Fünftligisten BSG Chemie Leipzig mit 3:0 (2:0) und steht wie in der Vorsaison im Achtelfinale.

Für den SCP trafen Babacar Gueye (18., 60.) und Kapitän Uwe Hünemeier (28.) vor 4.999 Zuschauern im Alfred-Kunze-Sportpark, in dem erstmals ein Spiel unter Flutlicht stattfand.

SID