Köln - Flutlicht an, der Kampf um den DFB-Pokal geht in die nächste Runde. Am Dienstag und Mittwoch (jeweils ab 18:45 Uhr im Liveticker) stehen im Achtelfinale für sieben Erstligisten Duelle mit Teams aus einer tieferen Spielklasse auf dem Programm. Das einzige Bundesliga-Duell steigt in Freiburg, wo der 1. FC Köln zu Gast ist.

In der Vorschau präsentiert bundesliga.de die Partien am Dienstag:

19:00 Uhr: Bayer Leverkusen - 1. FC Kaiserslautern

Wiederholung oder Wiedergutmachung? Diese Frage steht zwischen Bayer 04 Leverkusen und dem 1. FC Kaiserslautern im Mittelpunkt. Auch im Vorjahr kam es im DFB-Pokal - damals im Viertelfinale - zum Duell zwischen Leverkusen und Kaiserslautern - und die Roten Teufel schafften durch einen Treffer von Ruben Jenssen in der 114. Minute die Sensation (Foto).

An der Ausgangsposition für das diesjährige Aufeinandertreffen ändert das jedoch nichts, findet FCK-Coach Kosta Runjaic. "Auch in diesem Jahr fahren wir wieder als krasser Außenseiter nach Leverkusen. Wir werden zwar mit Respekt ins Spiel gehen, wollen aber frech auftreten", kündigt er an.

Unterschätzen wird Bayer 04 die Roten Teufel mit Sicherheit nicht. Das Ergebnis aus dem Vorjahr spielt dabei eine Rolle, aber auch die bisherigen Auftritte der Pfälzer in der 2. Bundesliga. "Für mich ist Kaiserslautern kein Zweitligist, sondern ein ambitioniertes Team, das sich ganz klar den Aufstieg zum Ziel gesetzt hat", betont etwa Leverkusens Torhüter Bernd Leno.

19:00 Uhr: VfR Aalen - TSG Hoffenheim

In großen Lettern prangt der Satz, den Trainer Stefan Ruthenbeck im Vorfeld der Partie gegen die TSG 1899 Hoffenheim gesagt hat, auf der Internetseite des VfR Aalen: "Wir glauben an die Sensation!" Der Zweitligist, der im Liga-Alltag gegen den Abstieg in die 3. Liga ankämpft, will gegen den klar favorisierten Bundesligisten befreit aufspielen. "Natürlich wird es eine ganz schwere Aufgabe. Aber wenn bei uns alles passt, die Mannschaft wie gegen Hannover 96 über sich hinaus wächst und Hoffenheim vielleicht etwas schwächelt, ist für uns alles drin", sagt Ruthenbeck.

Die Hoffenheimer wissen derweil, dass für sie nur ein Sieg zählt. Coach Markus Gisdol will deswegen nichts dem Zufall überlassen und intensiviert die Vorbereitung sogar. "Unseren Spielern werden wir den Gegner noch intensiver vorstellen als in der Bundesliga", sagt Gisdol.

20:30 Uhr: Dynamo Dresden - Borussia Dortmund

Zweitliga-Absteiger gegen Champions-League-Achtelfinalist: Die Rollen zwischen Dresden und Dortmund sind klar verteilt. BVB-Coach Jürgen Klopp weiß, dass seine wiedererstarkte Borussia alle Trümpfe in der Hand hält. "Darüber, ob es eine Sensation gibt, entscheidet der Favorit, nicht der Herausforderer", formuliert er die Regeln für das Duell.

Nichtsdestotrotz will sich der Drittligist mit allen Mitteln wehren, schließlich wissen die Sachsen, wie man Favoriten stürzt. In der ersten Runde musste der FC Schalke 04 in Dresden die Segel streichen, in der zweiten Runde der VfL Bochum. Und nun der dritte Club aus dem Ruhrgebiet? "Wir gehen ganz befreit in dieses Spiel rein, wir haben nichts zu verlieren", sagt Dynamo-Angreifer Justin Eilers forsch.

20:30 Uhr: SC Freiburg - 1. FC Köln

Zwei Erstligisten, die um den Klassenerhalt kämpfen, wollen ins DFB-Pokal-Viertelfinale. Da einen Favoriten auszumachen, ist nahezu unmöglich. "Die Chancen stehen 50:50", sagt deshalb auch Kölns Angreifer Anthony Ujah im Interview.

Die Gäste aus dem Rheinland hoffen darauf, ihre Auswärtsstärke aus der Bundesliga auch im DFB-Pokal unter Beweis stellen zu können. FC-Trainer Peter Stöger geht jedenfalls davon aus, dass die Partie "völlig offen" wird. "Wir treffen auf eine Mannschaft, die ähnlich gestrickt ist wie wir. Auch bei Freiburg geht vieles über den Teamgeist und über das Kollektiv."

Sein Gegenüber, Christian Streich, ist sich indes darüber im Klaren, dass seine Mannschaft gegen die Kölner Taktik möglicherweise viel Geduld benötigen wird. "Ich denke, sie werden das anzuwenden versuchen, was sie auswärts so erfolgreich gemacht hat", sagt Streich mit Blick auf die sehr abwartende Spielweise des FC. "Deshalb gilt es für uns, die richtige Balance zwischen der Staffelung hinten und dem Spiel nach vorne zu finden." An das Bundesliga-Duell gegen Köln hat der Sport-Club übrigens gute Erinnerungen: Am 10. Spieltag feierte Freiburg durch ein 1:0 beim FC den ersten Sieg in dieser Saison (Foto).

Stefan Schinken