Zusammenfassung

  • Konoplyanka schnürt für Schalke einen Doppelpack
  • Nürnberg überzeugt in Duisburg
  • St. Pauli scheidet überraschend gegen Paderborn aus
  • Hertha gewinnt spät in Rostock

Köln - Der FC Schalke 04 wurde seiner Favoritenrolle beim BFC Dynamo gerecht - dank Doppelpacker Yevhen Konoplyanka. Der Ukrainer überzeugte vor allem in der zweiten Halbzeit, erzielte beide Tore für die Königsblauen und sicherte den 2:0-Auswärtserfolg. Am Abend besiegte schließlich Hertha BSC durch zwei späte Tore Hansa Rostock mit 2:0.

Auch der 1. FC Nürnberg überzeugte, zog mit einem 2:1-Erfolg bei Ligakonkurrent MSV Duisburg in die nächste Runde ein. Die Franken beherrschten das Geschehen, kamen erst kurz vor Schluss noch ein wenig ins Straucheln. Der FC St. Pauli musste sich dagegen bereits aus der ersten Runde verabschieden, schied überraschend bei Drittligist SC Padeborn aus.

>>> Alle Infos zum Pokalwochenende im Liveblog zum Nachlesen

BFC Dynamo - FC Schalke 04 0:2

Fünf Tage vor dem Bundesligastart am Samstag (18.30 Uhr/Sky) gegen Vizemeister RB Leipzig sorgte Yevhen Konoplyanka vor 14.117 Zuschauern im Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark im Bezirk Prenzlauer Berg die Schalker in der 78. Minute für die Erlösung. Der eingewechselte Confed-Cup-Sieger Leon Goretzka bereitete den Treffer vor. In der Nachspielzeit stellte “Kono”  den Endstand her.

In der Hauptstadt agierte Keeper Ralf Fährmann erstmals als Spielführer - und sah zumindest in der Anfangsphase die drückende Überlegenheit seines Teams. Allerdings fehlte es an der nötigen Präzision. Konoplyanka (10.) und Guido Burgstaller (18.) vergaben die ersten guten Möglichkeiten.

© imago / Eibner

Insgesamt waren die Königsblauen die klar bessere Mannschaft, auch nach dem Seitenwechsel. BFC Dynamo mühte sich und hielt gut dagegen, konnte sich auch die ein oder andere gute Möglichkeit erspielen. Der Druck wurde zum Ende der Partie allerdings zu groß, sodass das Ausscheiden in der ersten Pokalrunde für den Regionalligisten nur folgerichtig war.

MSV Duisburg - 1. FC Nürnberg 1:2

Vor 15.576 Zuschauern zeigten die Nürnberger die reifere Spielanlage. Der starke Sebastian Kerk prüfte MSV-Schlussmann Mark Flekken erstmals nach zehn Minuten. Kerk war auch am Führungstreffer beteiligt. Seine Ecke köpfte Kapitän Behrens ein. Aufsteiger Duisburg versuchte zwar in der Folge das Kombinationsspiel der Gäste früh zu unterbinden, doch Nürnberg fand immer wieder Lösungen. Kerk fand erneut in Flekken seinen Meister (38.), dann fand er mit einer weiteren Ecke Innenverteidiger Margreitter - 0:2.

Der viermalige Pokalfinalist Duisburg tat sich auch nach dem Wechsel in der Offensive schwer, auch wenn ihnen die Nürnberger nun die Spielkontrolle überließen und auf Konter lauerten. Bei der bis dahin besten MSV-Chance traf Kingsley Onuegbu nur die Latte (86.), Wolzes Tor vom Punkt kam zu spät.

SC Paderborn - FC St. Pauli 2:1

Nach verhaltenem Beginn übernahmen zunächst die Gäste die Kontrolle, ohne jedoch große Gefahr auszustrahlen. Zum auffälligsten Mann wurde Angreifer Aziz Bouhaddouz, der gleich zweimal vergab (18./20.). Besser machte es Wassey auf der Gegenseite. Der Deutsch-Kanadier traf per Dropkick aus 20 Metern ins linke Eck, der ins Tor zurückgekehrte Pauli-Schlussmann Philipp Heerwagen war ohne Chance.

Nach der Pause hatte Ben Zolinski sogar das 2:0 für den Westfalenpokal-Sieger auf dem Fuß (51.), auch Wassey scheiterte an Heerwagen (65.). Dann sorgte Antwi-Adjej für die Vorentscheidung. Die Hamburger, die die hektische Schlussphase nach einer Kopfverletzung bei Lasse Sobiech in Unterzahl bestreiten mussten, schöpften nach dem Anschlusstreffer aber noch einmal Hoffnung.

© imago / Jan Huebner

Hansa Rostock - Hertha BSC 0:2

U21-Europameister Mitchell Weiser (86.) und Vedad Ibisevic (90.+2) erzielten die späten Treffer für die Gäste, die sich den Erfolg letztlich verdienten. Lange tat sich die Hertha schwer, im zweiten Durchgang, wo das Spiel aufgrund von Pyrotechnik zeitweise unterbrochen wurde, kamen die Berliner dann deutlich besser ins Spiel.

Zunächst scheiterte Kalou freistehend aus rund elf Metern (54.), dann traf Darida erst Pfosten. Den folgenden Seitfallzieher Kalous parierte Hansa-Torwart Janis Blaswich glänzend (beide 63.).

SID