München - Leichter Gegner oder das große Los? Die deutschen Europapokalteilnehmer hoffen bei der Auslosung am Freitag auf Fortuna.

Bayer Leverkusen und Hannover 96 dürfen auf das große Los hoffen, Bayern München und Schalke 04 dagegen auf leichte Gegner: Das Bundesliga-Quartett fiebert der Europapokal-Auslosung am Freitag (ab 12 Uhr im Live-Ticker) im UEFA-Hauptquartier in Nyon/Schweiz entgegen. Leverkusen könnte im Achtelfinale der Champions League auf den FC Barcelona, Real Madrid oder Inter Mailand treffen, für Hannover ist in der Zwischenrunde der Europa League eine Reise nach Manchester zu United oder City drin.

"Können jeden schlagen"

Ganz gelassen sieht der deutsche Rekordmeister Bayern München der Auslosung entgegen. "Wir werden uns das anschauen, aber entspannt. Wir sind selbstbewusst genug, um zu sagen, dass wir normal jede Mannschaft ausschalten können", sagte Kapitän Philipp Lahm.

Neben dem laut Lahm "schwierigsten Gegner" AC Mailand warten ZSKA Moskau, der FC Basel, Olympique Lyon, Zenit St. Petersburg und Olympique Marseille als mögliche Gegner auf dem Weg Richtung Endspiel am 19. Mai in der heimischen Allianz Arena. Die Münchner haben als Sieger der Gruppe A im Rückspiel (6./7. oder 13./14. März) Heimrecht. Das Hinspiel findet am 14./15. oder 21./22. Februar statt.

Nikosia wäre Glücksfall

Viele große Namen und der große Unbekannte warten auf Bayer Leverkusen. Neben den spanischen Titel-Favoriten aus Barcelona und Madrid sind auch der FC Arsenal, Inter Mailand und Benfica Lissabon in der Verlosung.

Die "Werkself", die am letzten Vorrunden-Spieltag noch den Gruppensieg verspielt hatte, könnte aber auch von der Glücksgöttin Fortuna geküsst werden und auf das Überraschungsteam Apoel Nikosia treffen. Wohl die einzige Paarung, in die Michael Ballack und Co. als Favorit gehen würden. Bayer wird in jedem Fall im Hinspiel Heimrecht haben.

96 träumt von ManU

Einen bisschen geträumt wird in Hannover. "Ich würde 96 ja gern mal in Old Trafford sehen", sagte 96-Sportdirektor Jörg Schmadtke mit Blick auf den in der "Königsklasse" gescheiterten englischen Rekordmeister Manchester United. Auch Torhüter Ron-Robert Zieler ist heiß auf ein Wiedersehen mit seinem Ex-Club: "ManUnited wäre eine super Sache. Natürlich ein starker Gegner, aber ich hätte nichts dagegen."

Auch der "laute Nachbar" (United-Trainer Sir Alex Ferguson) aus Manchester, Premier-League-Spitzenreiter City, ist ein möglicher Gegner der Niedersachsen. Die 96-Mannschaft von Trainer Mirko Slomka ("Es geht für uns vor allem um das Weiterkommen") könnte allerdings auch ein bisschen EM-Luft schnuppern und die Reise nach Charkow zu Metalist antreten.

Schalke selbstbewusst

Die souveränen Schalker fürchten keinen Gegner. Auch die möglichen Kandidaten aus der "Königsklasse", Ajax Amsterdam, der FC Porto, Trabzonspor und Viktoria Pilsen, treiben Trainer Huub Stevens keine Schweißtropfen auf die Stirn.

"Ich finde, dass die Europa League gut bestückt ist. Da können unsere jungen Spieler viel lernen und auf die Bundesliga übertragen", sagte Stevens. Die Schalker haben als Gruppensieger im Rückspiel Heimrecht. Die Runde der "letzten 32" in der Europa League wird am 16. und 23. Februar ausgetragen.


Champions League:

Die Gruppensieger im Überblick (Topf 1):FC Bayern München, Inter Mailand, Benfica Lissabon, Real Madrid, FC Chelsea, FC Arsenal, Apoel FC Nicosia, FC Barcelona

Die Gruppenzweiten im Überblick (Topf 2): SSC Neapel, ZSKA Moskau, FC Basel, Olympique Lyon, Bayer 04 Leverkusen, Olympique Marseille, Zenit St. Petersburg, AC Mailand


Europa League:

Gruppensieger und CL-Absteiger (Topf 1) :

PAOK Saloniki. Standard Lüttich, PSV Eindhoven, Sporting Lissabon, Besiktas Istanbul, Athletic Bilbao, Metalist Charkiw, FC Brügge, Atletico Madrid, Schalke 04, Twente Enschede, RSC Anderlecht, Manchester City, Manchester United , Olympiakos Piräus, FC Valencia

Gruppenzweite und CL-Absteiger (Topf 2):

Rubin Kasan, Hannover 96, Legia Warschau, Lazio Rom, Stoke City, RB Salzburg, AZ Alkmaar, Sporting Braga, Udinese Calcio, Steaua Bukarest, Wisla Krakau, Lokomotive Moskau, Trabzonspor, Ajax Amsterdam, FC Porto, Viktoria Plzen