Die Achtelfinals der Weltmeisterschaft 2010 sind vorbei. Nur noch acht Nationen haben die Chance, Weltmeister zu werden. bundesliga.de bewertet die Leistungen der verbliebenen Teilnehmer im Power Ranking.

Platz (vorher)

Nation

Bewertung

Letztes Spiel

1. (2.)

 

Brasilien spielte erneut ein sehr cleveres Spiel gegen Chile. Die Anden-Kicker rackerten (53 Prozent Ballbesitz) und die Mannen zum Zuckerhut zeigten sich eiskalt (drei Tore bei 17 Schüssen) und spielten gezielt nach vorn (40 Prozent erfolgreiche Flanken). Trotz der Größenunterschiede gewann die "Selecao" aber nur 38 Prozent der Luftduelle. Enttäuschend: Trotz einem Assist hatte Kaka die wenigsten Ballkontakte bei Brasilien (41).

3:0 vs. Chile

2. (1.)

 

Unter gütiger Mithilfe des Schiedsrichters und des Mexikaners Ricardo Osorio sicherte sich Argentinien das Weiterkommen. Bis zu diesem Doppelschlag war Mexiko den "Gauchos" ebenbürtig (beide ca. 50 Prozent Ballbesitz). Argentinien kam nur zu 12 Schüssen (sonst immer mindestens 19) und schlug gerade einmal fünf Flanken. Mit 83 Ballkontakten blieb Lionel Messi weit hinter den Werten der Vorrunde zurück.

3:1 vs. Mexiko

3. (5.)

 

In einem unheimlich fairen Spiel (15 Fouls) zeigte sich Deutschland gegen England abgebrüht (vier Tore bei 17 Schüssen). Zwar hatte die DFB-Elf nur 45,5 Prozent Ballbesitz und Glück beim "Wembley-Tor", doch sie dominierte die Zweikämpfe (53 Prozent gewonnen) und konterte wie aus dem Lehrbuch. Bastian Schweinsteiger war mit 85 Ballkontakten und 80 Prozent erfolgreicher Passquote wieder einmal überragend.

4:1 vs. England

4. (4.)

 

Sechs Torschüsse und mehr als 80 Prozent angebrachter Pässe zum Mitspieler, dazu noch das entscheidende Tor: Was wäre Spanien nur ohne David Villa. Da interessiert es auch nicht, dass es ein Abseitstreffer war. Ganz anders Fernando Torres. Der gewann nur einen Zweikampf und hatte nur 19 Ballkontakte. Dabei hatte Spanien mehr als 65 Prozent Ballbesitz und doppelt so viele Torschüsse wie Portugal (18:9).

1:0 vs. Portugal

5. (3.)

 

Arjen Robben leert der Niederlande wieder das Zaubern. Nach einem Assist gegen Kamerun traf er diesmal selbst und gewann 78 Prozent seiner Zweikämpfe. Allerdings gewann "Oranje" nur 33 Prozent der Duelle in der Luft gegen passive Slowaken. Bei 16 Torschüssen hätte Holland mehr Treffer erzielen können. Immerhin ließ die Abwehr der "Elftal" nicht eine einzige erfolgreiche Flanke zu.

2:1 vs. Slowakei

6. (7.)

 

Uruguay gehört zu den großen Konstanten dieser WM. Im vierten Spiel in Folge hatte der Gegner mehr Ballbesitz (40:60 Prozent) und konnte dennoch nicht überzeugen. Die Südamerikaner nutzten hingegen zwei der 14 Chancen eiskalt aus. Zudem gewannen sie starke 60 Prozent der Zweikämpfe. Luis Suarez hat Diego Forlan in der Gunst der Fans mit seinen WM-Treffern drei und vier weit hinter sich gelassen.

2:1 vs. Südkorea

7. (10.)

 

Es dauerte bis zum vierten Spiel dieser WM, bis Ghana endlich ein Tor erzielte, dass nicht vom Elfmeterpunkt getreten wurde. Gegen die USA trafen die Afrikaner, hinter denen ein ganzer Kontinent steht, in der ersten Halbzeit der regulären Spielzeit und Verlängerung sehr früh. Allerdings ließen die "Black Stars" 21 Schüsse und sieben erfolgreiche Flanken zu. Die Defensive ist ein Risikofaktor gegen abgebrühte Uruguayer.

2:1 n.V. vs. USA

8. (8.)

 

Paraguay und Japan schlossen beinahe einen Nichtangriffspakt - zumindest vorm gegnerischen Tor. Allerdings gab es insgesamt 59 Fouls und fünf Gelbe Karten. Die Südamerikaner hatten fast 61 Prozent Ballbesitz, was aber gegen taktisch tief stehende Japaner nicht überraschte. Von den beiden Dortmundern hatte Lucas Barrios die beste Chance, Nelson Valdez sorgte nach seiner Einwechslung aber für mehr Druck (drei Schüsse).

5:3 n.E. vs. Japan