Leverkusen - Diego Benaglio erwischte im Spiel zwischen Bayer Leverkusen und dem VfL Wolfsburg wirklich einen "Sahnetag". Der VfL-Schlussmann vereitelte gegen die Rheinländer mit tollen Reflexen eine Chance nach der anderen. Da musste schon wirklich etwas Außergewöhnliches passieren, um den Schweizer Nationalkeeper zu überwinden. Das dachte sich wohl auch sein Nationalmannschaftskollege Eren Derdiyok in der 65. Minute.

Nach einem weiten Pass von Stefan Reinartz nahm der Bayer-Angreifer den Ball am Strafraum gekonnt mit dem linken Fuß herunter, lupfte ihn mit rechts über seinen Gegenspieler Christian Träsch, drehte seinen Körper um 180 Grad und schoss die "Torfabrik" per Fallrückzieher aus knapp zehn Metern ins rechte Toreck zur zwischenzeitlichen 2:1-Führung. Da war auch der starke Benaglio machtlos, der, wie alle anderen auch, stattdessen ins Staunen geriet. Für die bundesliga.de-User gab es da keine zwei Meinungen - dieser Treffer war das "Tor des 8. Spieltags".

"Das war das schönste Tor meiner Karriere"

Mit 63 Prozent der Stimmen sicherte sich der Schweizer souverän den 1. Platz. Zuvor netzte der Stürmer in der Bundesliga insgesamt 18 Mal ein. Keine Frage - an seinen 19. Bundesliga-Treffer wird er sich noch lang, lang erinnern. "Wenn man so einen Schuss fünf Mal probiert, passt er vielleicht ein Mal. Diesmal hat alles super gepasst. Es war ein Traumtor und das schönste meiner Karriere", freute sich Derdiyok.

Bayer-Sportdirektor Rudi Völler zeigte sich von dem herrlichen Fallrückzieher nicht wirklich überrascht. "Solche Tore schießt der Eren. Die einfachen Bälle macht er manchmal nicht rein. Er ist für die Traumtore zuständig", lobte der ehemalige Stürmer seinen Schützling.

Götze lupft sich auf Platz 2

Da gab es auch für Dortmunds Jungstar Mario Götze kein Vorbeikommen, der mit großem Abstand den 2. Platz belegt. Dabei war sein Treffer zum zwischenzeitlichen 3:0 gegen den FC Augsburg ebenfalls sehr ansehnlich. Nach einem schönen Zuspiel von Robert Lewandowski lupfte der deutsche Nationalspieler die "Torfabrik" aus rund zwölf Metern direkt über den FCA-Torwart Simon Jentzsch in die Maschen. Dafür erhielt er 16 Prozent.

Auf den 3. Rang wählten die User mit zehn Prozent den 2:1-Siegtreffer von Schalkes Klaas-Jan Huntelaar beim Hamburger SV. Eine scharfe Hereingabe von Christian Fuchs lupfte der Niederländer in der 73. Minute mit der Hacke ins Tor. "Anders hätte ich ihn gar nicht nehmen können, so war es am einfachsten", erklärte Huntelaar.

Raffael vor Pizarro

Sein Treffer war das "Sahnehäubchen" auf einen perfekten Samstagabend aus Sicht von Hertha BSC. Eine weite Freistoßflanke von Christoph Janker drosch Raffael volley aus zehn Metern ins rechte Eck zum 3:0-Endstand. Der Lohn: Rang 4 mit sechs Prozent.

Knapp dahinter landete Claudio Pizarro mit fünf Prozent. Sein Anschlusstreffer zum 2:3 im Nordderby gegen Hannover 96 kam zwar zu spät, schön war der Treffer aber dennoch. Eine langen Ball von Clemens Fritz schoss der Peruaner aus vollem Lauf von der Strafraumlinie ins Tor.