Stuttgart - 0:1 gegen den 1. FC Köln verloren, der VfB Stuttgart hängt weiterhin im Tabellenkeller fest. bundesliga.de unterhielt sich nach der bitteren Niederlage mit Nationalspieler Christian Träsch.

Dabei wurde deutlich: Träsch sieht den VfB lediglich in einer Ergebniskrise. Wille und spielerisches Vermögen seien durchaus vorhanden, so Träsch.

bundesliga.de: Herr Träsch, wie lautet Ihr Fazit nach der bitteren 0:1-Niederlage gegen Köln?

Christian Träsch: Wir waren fast über 90 Minuten die bessere Mannschaft und müssen das Spiel gewinnen. Aber so ist das im Fußball, wenn man unten im Tabellenkeller steht, gehen auch solche Partien verloren.

bundesliga.de: Was waren genau die Gründe?

Träsch: Eigentlich ganz einfach. Erst machen wir aus unseren vielen Chancen keine Tore und dann wird ein Elfmeter gepfiffen, der keiner war.

bundesliga.de: Dabei hatte der VfB eine ordentliche Leistung geboten.

Träsch: Das sehe ich genauso. Spielerisch sind wir eigentlich gut, aber das hilft alles nichts, wenn die Ergebnisse nicht stimmen. Letztendlich entscheiden die Tore und die haben wir nicht gemacht. Da hilft alles schön spielen nichts.

bundesliga.de: Wie kampfbetont es im Kampf gegen den Abstieg zugeht zeigt die Personalie Martin Lanig. Ihr ehemaliger Teamkollege musste Gelb-Rot-gefährdet zur Halbzeit in der Kabine bleiben.

Träsch: Es wird einfach in jedem Spiel um jeden Zentimeter Boden gekämpft. Und dann wird es natürlich schwierig, wenn man bereits mit Gelb vorbelastet ist.

bundesliga.de: Wenn man auf die derzeitige Tabelle schaut, muss es dem VfB Angst und Bange werden.

Träsch: Die Tabelle haben wir in den letzten Wochen schon immer im Blick. Wir wissen, dass wir unten stehen und wir wissen auch, dass der Tabellenplatz dem VfB nicht würdig ist. Nun müssen wir weiter nach vorne schauen, die Niederlage analysieren, um dann beim Hamburger SV die notwendigen Punkte einzufahren.

bundesliga.de: Ein Mentalitätsproblem sehen Sie beim VfB nicht?

Träsch: Auf keinen Fall. Der Wille ist da, nur die Ergebnisse lassen derzeit noch zu oft zu wünschen übrig.

Das Gespräch führte Jens Fischer