Nach seinem Weggang bei Borussia Mönchengladbach im März 2003 arbeitete Hans Meyer noch als Talentsichter.

Ein dreiviertel Jahr später nahm der heute 66-Jährige ein Engagement bei Hertha BSC Berlin an. Er übernahm die Hauptstädter in der Winterpause als Tabellen-17., führte den Verein am Ende auf Platz 12 und bewahrte ihn so vor dem Abstieg.

Nach dieser Halbserie wollte sich Meyer eigentlich zur Ruhe setzen und lehnte ein Berliner Angebot zur Vertragsverlängerung ab.

DFB-Pokalsieg mit Nürnberg

Im November 2005 nahm er ein Angebot des 1. FC Nürnberg an, die Franken ebenfalls aus dem Tabellenkeller zu führen. Der "Club" stand auf dem letzten Platz der Bundesligatabelle, doch Meyer schaffte schnell die Wende und konnte sich am Ende über den 8. Platz freuen.

Eine Saison später machten die Nürnberger unter Meyer einen noch größeren Sprung: In der Bundesliga wurde die Mannschaft Sechster und gewann zudem durch einen 3:2-Sieg gegen den VfB Stuttgart den DFB-Pokal.

Meyer trifft auf alte Bekannte

Am 11. Februar 2008 wurde Hans Meyer beim damaligen Tabellen-Sechzehnten von seinen Aufgaben entbunden. Da sich der "Club" und sein Ex-Trainer auf eine Vertragsauflösung geeinigt haben, ist der Weg frei für Hans Meyer bei der Borussia. Dort trifft er auf ehemalige Spieler in heute anderer Funktion: Uwe Kamps ist heute Torwarttrainer, Max Eberl der Direktor für Nachwuchs und Amateure und Steffen Korell Teammanager bei der Elf vom Niederrhein.

Hans Meyer bekam erst vergleichsweise spät die Chance, in der Bundesliga als Trainer zu arbeiten. Der frühere Spieler des FC Carl Zeiss Jena übernahm diesen Verein im Sommer 1971 als Trainer, führte dieses Amt insgesamt zwölf Jahre lang erfolgreich aus und gewann dreimal den FDGB-Pokal und stand 1981 mit seiner Mannschaft im Finale des Europapokals der Pokalsieger.

Erfahrung in Holland

Danach trainierte er Rot-Weiß Erfurt (1984 bis 1987), den FC Karl-Marx-Stadt (1988 bis 1993), wieder Jena (1993 bis 1994), Union Berlin (1995) und den niederländischen Erstligisten FC Twente Enschede (1996 bis 1999).