Sein Grinsen ging über das gesamte Gesicht. Beim Fotoshooting, das der Hamburger SV vor dem Trainingsstart am Freitagmorgen absolvierte, konnte man Dennis Diekmeier seine Freude deutlich ansehen. Der 20-Jährige ist nach einer starken ersten Bundesligasaison beim 1. FC Nürnberg nun beim HSV gelandet.

Dort will der Rechtsverteidiger mit ebenso starken Leistungen auf sich aufmerksam machen. Im Interview mit hsv.de verrät Diekmeier, wie es ihm die letzten Tage erging und warum er sein Roy Präger Trikot nicht mehr anziehen konnte.

Frage: Herr Diekmeier, am Mittwoch haben Sie noch in der Nürnberger Vorbereitung geschwitzt, jetzt sind Sie auf dem Mannschaftsfoto vom HSV dicht neben Ruud van Nistelrooy abgelichtet worden. Sind Sie überrascht, wie schnell am Ende alles ging?

Dennis Diekmeier: Es ging wirklich verdammt schnell und war eine komische Situation. Am Mittwoch saß ich noch im Nürnberger Mannschaftsbus. Das war so gegen 16 Uhr. Wir wollten gerade zum Testspiel gegen Neumarkt losfahren, als mein Handy klingelte und mein Berater anrief und mir erzählte, dass der Wechsel zum HSV über die Bühne geht und ich sofort aussteigen müsse.

Frage: Und was ist dann passiert?

Diekmeier: Ich habe natürlich zugesehen, dass ich aus dem Bus gekommen bin. Anschließend hatte ich noch ein Gespräch mit den Verantwortlichen beim "Club" geführt und bin dann zum Medizincheck nach Hamburg gedüst. Ach ja, und meine Wohnung habe ich sofort gekündigt.

Frage: Zuvor haben Sie eineinhalb Jahre in Nürnberg gespielt, sind mit dem "Club" aufgestiegen und haben in der vergangenen Saison 30 Spiele absolviert. Ist der Wechsel zum HSV nun zwangläufig das Resultat Ihrer Entwicklung?

Diekmeier: Es ist eine interessante Adresse und für mich der nächste Schritt. In Nürnberg ging es ein Jahr um den Klassenerhalt. Da haben wir jedes Spiel um unser Leben gespielt. In Hamburg ist es jetzt natürlich eine ganz andere Situation, neben Stars wie Ruud van Nistelrooy, Zé Roberto oder Mladen Petric zu spielen.

Frage: Armin Veh lobte bereits Ihre offensiven Qualitäten, Ihre Schnelligkeit und Ihre Fähigkeit aus vollem Lauf zu flanken. Woher kommt Ihr Offensivgeist?

Diekmeier: Ich habe bei Werder Bremen als Stürmer begonnen, bin dann auf die rechte Mittelfeldseite gezogen worden und habe auf der Position auch Bundesligaspiele absolviert. Nun spiele ich rechter Verteidiger. Der Offensivgeist ist aber hängengeblieben. Wenn mir einer kluge Pässe in den Lauf spielt, bringt das auch eine Menge Spaß.

Frage: Stimmt es eigentlich, dass du als Kind für den HSV geschwärmt hast?

Diekmeier: (lacht) Das stimmt. Ich komme aus Achim in Niedersachsen, eigentlich eine Werder-Hochburg. Ich bin mit meinem Vater aber immer in die Arena nach Hamburg gefahren, um den HSV zu sehen. Ich habe sogar ein Roy-Präger-Trikot gehabt. Als ich dann nach Bremen gewechselt bin, konnte ich ja nicht sagen: "Ich fahr mal eben nach Hamburg zum HSV-Spiel." Deshalb musste ich das ein wenig vernachlässigen.


Das vollständige Interview finden Sie auf der Webseite des HSV!