Schalkes Verteidiger Heiko Westermann beendete als drittbester Torschütze der "Königsblauen" die Saison und ist mit seinen 25 Jahren einer der Hoffnungsträger des Vereins. Im Interview spricht er über sein stürmisches Talent, Ambitionen in der DFB-Auswahl und seine Zukunft auf Schalke.

Frage: Heiko Westermann, als Jugendspieler konnten Sie Torausbeuten vorweisen, bei denen selbst Gerd Müller blass geworden wäre. Ist es ein Vorteil, auch als defensiverer Spieler über Stürmerinstinkt zu verfügen?

Heiko Westermann: Ich denke schon, dass mir das geholfen hat. In der Jugend habe ich als Stürmer immer häufig getroffen, sowohl in einzelnen Spielen, als auch in der gesamten Saison. Auch bei offensiven Standards war ich eigentlich immer gut. Außerdem bin ich bei langen Sprints immer durchgelaufen, was ja nicht so viele Spieler machen. So bin ich oft zum Abschluss gekommen.

Frage: Fähigkeiten, die auch in der Nationalmannschaft gebraucht werden könnten. Wie sehen Sie Ihre Perspektiven in der DFB-Elf?

Westermann: Dort liegt meine größte Chance nach wie vor in der Innenverteidigung. Mich dort zu behaupten, wird natürlich schwer, wenn ich diese Position nicht im Verein spiele. Aber das macht mich nicht verrückt. Wichtig ist erst einmal, dass wir mit der Nationalmannschaft die WM-Qualifikation schaffen, alles weitere wird man sehen.

Frage: Wo Sie Ihre Zukunft sehen, haben Sie durch Ihre Vertragsverlängerung auf Schalke bis zum 30. Juni 2014 dokumentiert.

Westermann: Den Ausschlag für meine Entscheidung gab der Umstand, dass auf Schalke das gelebt wird, wofür auch ich im Fußball stehe. Der ganze Verein ist mein Ding und mir daher ans Herz gewachsen. Deswegen ist mir die Entscheidung überhaupt nicht schwergefallen, auch wenn die Saison nicht so gelaufen ist, wie wir alle uns das gewünscht hatten. Aber das Umfeld, die Vereinsstrukturen, das Stadion und vor allem die Fans zeigen doch, wie viel Potenzial hier vorhanden ist.

Frage: Die Entscheidung für S04 im Sommer 2007 war somit die richtige.

Westermann: Ja, insbesondere, wenn man meine Entwicklung seit meinem Wechsel betrachtet. Ich stagniere nicht, sondern entwickle mich stetig weiter.